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Article 6 Credits in the EU ETS 1

© Umweltbundesamt, 2026; Foto via Canva

Article 6 Credits in the EU ETS 1

Kurze Einschätzung möglicher Integrationsoptionen

Publikation
Zitiervorschlag

Montrone, L., Leukers, J., Jha, S., Scholz, D., Wehrl, A., & McDonald, H. (2026). Article 6 credits in the EU ETS 1. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. https://doi.org/10.60810/openumwelt-8580

Während die Europäische Union darüber berät, ob internationale Emissionsgutschriften zur Erreichung ihres Klimaziels für 2040 beitragen sollen, untersucht ein neues Diskussionspapier, das von Hugh McDonald vom Ecologic Institut mitverfasst und vom Umweltbundesamt (UBA) in Auftrag gegeben wurde, wie Gutschriften nach Artikel 6 des Pariser Übereinkommens in das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) integriert werden könnten, ohne die Umweltintegrität und Marktstabilität zu gefährden.

Das Diskussionspapier entstand im Rahmen eines Projekts, das das Umweltbundesamt bei der Untersuchung von Optionen für die strukturelle Weiterentwicklung des EU ETS nach 2030 unterstützt. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung des Systems auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Flexibilität und Klimaschutzambitionen in Einklang bringen

Das Papier bewertet vier politische Optionen für die Integration von Gutschriften nach Artikel 6 in das EU ETS über eine zentrale Vermittlungsstelle, anstatt Unternehmen den direkten Erwerb solcher Gutschriften zu ermöglichen. Es kommt zu dem Schluss, dass dieser indirekte Ansatz eine stärkere Kontrolle der Qualität und des Angebots an Gutschriften ermöglichen würde. Dadurch könnte die Rolle des EU ETS als Treiber für Emissionsminderungen innerhalb der EU gewahrt und zugleich dort, wo es sinnvoll ist, ein begrenztes Maß an Flexibilität geschaffen werden.

Die Analyse zeigt wichtige Zielkonflikte zwischen der Senkung der Compliance-Kosten, der Aufrechterhaltung eines robusten CO₂-Preises und der Sicherstellung einer langfristigen Dekarbonisierung auf. Unter den untersuchten Optionen erweist sich ein spezieller Mechanismus für den Verkauf von Emissionsberechtigungen, die mit Gutschriften nach Artikel 6 verknüpft sind, als besonders vielversprechend. Ein solcher Mechanismus könnte die Compliance-Kosten senken, ohne die Gesamtobergrenze für Emissionen anzuheben.

Die Autor:innen kommen zu dem Schluss, dass eine künftige Nutzung internationaler Gutschriften heimische Klimaschutzmaßnahmen ergänzen und nicht ersetzen sollte. Zudem sollte sie mit strengen Qualitätsstandards, Mengenbegrenzungen und robusten Schutzmechanismen einhergehen.
 

Eine zentralisierte Integration von Gutschriften nach Artikel 6 könnte die Flexibilität des EU ETS erhöhen, ohne die Klimaschutzambitionen zu schwächen – vorausgesetzt, sie wird durch robuste Schutzmechanismen abgesichert.

Kontakt

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Lorenzo Montrone (The Climate Desk)
Jannick Leukers (The Climate Desk)
Srijna Jha (The Climate Desk)
Daniel Scholz (The Climate Desk)
Andreas Wehrl (The Climate Desk)
Finanzierung
Verlag
Jahr
Umfang
36 S.
ISSN
1862-4359
DOI
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Article 6 of the Paris Agreement, EU Emissions Trading System, EU ETS reform, international carbon credits, carbon markets, climate policy, carbon pricing, environmental integrity, German Environment Agency, EU climate target 2040
Deutschland, Europa
Politikanalyse, vergleichende Politikanalyse, Szenarioanalyse, Rahmenkonzept für die qualitative Bewertung, Literaturrecherche