• English
  • Deutsch
Facebook icon
LinkedIn icon
Twitter icon
YouTube icon
Header image Ecologic

Lebensstile in Europa: Wie können sie verändert werden?

Lebensstile in Europa: Wie können sie verändert werden?

TimeLoc
21. September 2004
Durham, NC
Vereinigte Staaten von Amerika

Im Rahmen einer Vorlesung präsentierte R. Andreas Kraemer die internationalen Rahmenbedingungen sowie die gegenwärtigen Aktivitäten in Europa und Deutschland im Bereich nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. An der Veranstaltung in der Duke Universität, Durham, NC, am 21. September 2004 nahmen sowohl das Lehrpersonal des Fachbereichs als auch Studenten teil.

Auf beiden Seiten des Atlantik, herrscht Einigkeit, dass sowohl unsere Lebensstile, als auch die Art und Weise, wie wir produzieren und konsumieren im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung angepasst werden müssen. Sowohl die Frage inwieweit politische Maßnahmen als angemessen und legitim angesehen werden als auch ihre Effektivität und ihre Auswirkungen auf andere Politikbereiche werden kontrovers diskutiert. Welche Macht haben wir als Individuen, aber auch kollektiv, durch Politik und internationale Zusammenarbeit Lebensstile zu beeinflussen? Welche Prinzipien sollten einer entsprechenden Politik zugrunde liegen?

In seiner Vorlesung gab R. Andreas Kraemer einen Überblick über den internationalen Prozess seit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED, Rio de Janeiro, Brasilien, 1992) sowie über die Arbeiten im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der Kommission für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN CSD). Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (WSSD, Johannesburg, Südafrika, 2002) gab dem Prozess einen neuen Impuls und setzte eine Reihe von Zielen für die Nationen der Welt, wobei der Informationsaustausch durch das United Nations Department of Economic and Social Affairs gewährleistet wurde.

In der Europäischen Union werden Produktion und Konsum direkt oder indirekt durch eine Reihe von Politiken und Maßnahmen beeinflusst. Beispiele dafür sind die Integrierte Produktpolitik (IPP), die europäische Nachhaltigkeitsstrategie, der Cardiff-Prozess zur Integration von Umwelt in andere Politikbereiche und das 6. Umweltaktionsprogramm mit seinen Thematischen Strategien. Diese Politik wird durch bereits existierende Maßnahmen, wie das Ecolabel oder das Europäische Öko-Audit (EMAS) ergänzt.

In Deutschland wird mit der Wirtschaft, Umwelt- und Verbrauchergruppen ein nationaler Dialog geführt, um die Ziele und die Reichweite des Politikbereiches zu diskutieren und mögliche Prioritäten zu identifizieren. Deutschland steht, wie andere Nationen vor der Herausforderung, ein Zehn-Jahres-Rahmenprogramms zu etnwickeln und in 2006 darüber zu berichten.

Die der Vorlesung nachfolgende Diskussion konzentrierte sich auf einzelne Aspekte des vorgestellten Politikfeldes sowie die unterschiedlichen Herangehensweisen in Europa und den USA.

Weiterführender Link:


Veranstalter
Datum
21. September 2004
Ort
Durham, NC, Vereinigte Staaten von Amerika
Schlüsselwörter
nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion