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Weiterentwicklung von Material- und Rohstoffinputindikatoren

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Weiterentwicklung von Material- und Rohstoffinputindikatoren

Methodendiskussion und Ansätze für widerspruchsfreie Datensätze

Publikation
Zitiervorschlag

Hirschnitz-Garbers, M., S. Lutter, S. Giljum, T. Srebotnjak und A. Gradmann (2015). Weiterentwicklung von Material- und Rohstoffinputindikatoren – Methodendiskussion und Ansätze für widerspruchsfreie Datensätze. Endbericht des UFOPLAN-Vorhabens FKZ 3713 93 150. Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau.

Vor dem Hintergrund europäischer und nationaler Ressourcenpolitik (insbesondere ProgRess) werden umfassende und robuste Materialnutzungsindikatoren für die Erfolgsmessung und die Kommunikation über die Zielerreichung benötigt. Hierzu wurden verschiedene Methoden zur Berechnung von Indikatoren entwickelt, die sowohl direkte als auch indirekte Materialflüsse (Entnahmen, die außerhalb eines Landes für die Herstellung importierter Güter notwendig waren) quantifizieren. Die unterschiedlichen Berechnungsansätze sowie die den Indikatoren zugrundeliegende Datenbasis sind jedoch nur unzureichend harmonisiert, wodurch die Ergebnisse weniger vergleichbar und weniger robust sind. Der Bericht wurde von Autoren des Ecologic Instituts und der Wirtschaftsuniversität Wien verfasst und steht als Download zur Verfügung.

Mittels Literaturanalyse, leitfadenbasierter Experteninterviews und mehrerer Expertenworkshops wurde zunächst (i) die bereits existierende Methoden- und Datenlandschaft zur umfassenden und kommunikationssicheren Berechnung untersucht, darauf aufbauend dann (ii) konkrete Ansätze zur weiteren methodischen Entwicklung und der Harmonisierung der Berechnungsmethoden und der existierenden Datenbestände entwickelt und (iii) in ein Konzept zur Umsetzung der erarbeiteten Ansätze zur Methodenweiterentwicklung übersetzt. Die Projektergebnisse zeigen, dass für jedwede Berechnung eine Harmonisierung von Ansätzen und der Datenbasis (z.B. Input-Output-Tabellen und Handelsdaten) essentiell ist, um die Varianz in den Ergebnissen zu reduzieren, die Disaggregierbarkeit der Indikatoren sowie die Zeitnähe der Berechnung der Indikatoren zu steigern und damit die Akzeptanz umfassender Materialinput-Indikatoren in der amtlichen Statistik und in der Politik zu erhöhen. Um die Harmonisierung verbessern zu können, ist entsprechende politische Unterstützung erforderlich, um supranationalen Austausch und Abstimmung in relevanten, internationalen Akteursnetzwerken zu stärken. Das wiederum macht es notwendig, die Rolle und Verantwortlichkeiten relevanter Institutionen wie z.B. OECD und Eurostat zu klären und einen Fahrplan für konkrete konzertierte nächste Schritte zu skizzieren.

Kontakt

Sprache
Deutsch
Autorenschaft
Stephan Lutter (WU)
Stefan Giljum (WU)
Finanzierung
Jahr
Umfang
209 S.
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Inputindikatoren, Ressourceneffizienz, Methoden, Berechnung, Harmonisierung