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Analysen zu Artenschutz-Kriminalität in fünf EU Mitgliedsstaaten

Analysen zu Artenschutz-Kriminalität in fünf EU Mitgliedsstaaten

In-depth analysis

Das Ecologic Institut erstellte gemeinsam mit anderen Instituten eine Überblicksstudie zu Artenschutz-Kriminalität in Europa. Grundlage dafür waren u. a. detaillierte Analysen zu fünf EU-Mitgliedstaaten. Ecologic Institut erstellte die Studie zur Situation in Deutschland. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Deutschland kein Hauptziel für illegal gehandelte Wildtier- und Pflanzenprodukte ist. Allerdings ist Deutschland ein wichtiges Ziel für lebende Tiere wie beispielsweise Reptilien, sowie ein wichtiges Transitland für Elfenbein und andere illegal gehandelte Tierprodukte aus West- und Zentralafrika mit Ost- und Süd-Ost-Asien als Hauptziel. Die Studien wurden im Auftrag des Europäischen Parlaments durchgeführt und stehen zum Download zur Verfügung.

Detaillierte Analysen wurden für die folgenden EU-Mitgliedsländer erstellt:

Artenschutz-Kriminalität in Deutschland

Deutschland ist sehr aktiv im Kampf gegen Straftaten im Zusammenhang mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, sowohl durch enge Kooperation mit Behörden der Zielländer als auch intern durch Maßnahmen um die Nachfrage nach z. B. Reptilien zu reduzieren.

Die Studie fand heraus, dass die Kooperation zwischen den verschiedenen deutschen Institutionen und Behörden sowie mit NGOs im Allgemeinen gut funktioniert, sowohl formell als auch informell. Probleme sind hauptsächlich organisatorischer Natur; sie sind bedingt durch die hohe Zahl von zuständigen Behörden im föderalen deutschen Politiksystem.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es einen Mangel an spezialisiertem Wissen über Straftaten im Zusammenhang mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in Behörden und Gerichten gibt. Dies kann auf eine grundsätzlich zu geringe Priorität des Problems und zu wenigen Ressourcen zurückgeführt werden, die dem Thema gewidmet werden.

Straftaten im Zusammenhang mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten stellen eine ernsthafte Bedrohung für Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung dar. Die EU ist sowohl einer der wichtigsten Märkte für illegale Erzeugnisse aus wildlebenden Tier- und Pflanzenarten als auch ein wichtiger Akteur im Kampf gegen Straftaten im Zusammenhang damit.


Zitiervorschlag

Klaas, Katharina, Stephan Sina & Christiane Gerstetter (2016): Wildlife Crime in Germany. In-depth Analysis for the ENVI Committee.

Sprache
Englisch
Finanzierung
Jahr
2016
ISBN
978-92-823-8994-2 (paper), 978-92-823-8995-9 (pdf)
DOI
Umfang
30 S.
Projektnummer
2623-01
Inhaltsverzeichnis

Executive SUMMARY
1.    Introduction
2.    Wildlife crime in Germany
2.1.   Actors, species and trade routes
2.2.   National Crime statistics
2.3.   Inspections
2.4.   Seizures and confiscations
2.5.   Administrative and criminal offence proceedings
2.6.   Organised crime and money laundering
3.   Efforts to combat wildlife crime in Germany
3.1.   Authorities responsible for combating wildlife crime
3.2.   Legal framework
3.3.   Measures addressing the demand side
3.4.   Efforts made to combat wildlife crime
3.5.   Cooperation between authorities within Germany
3.6.   Interaction with other states
3.7.   Enforcement
3.8.   National and EU Action Plan
4.    Conclusions
REFERENCES
ANNEX

Schlüsselwörter
Artenschutzkriminalität, EU Aktionsplan, CITES, Umweltkriminalität, Umweltrecht, Vollzug, Deutschland