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Cap&Trade Systeme auf nationaler und internationaler Ebene

Veranstaltung

Cap&Trade Systeme auf nationaler und internationaler Ebene

Timeloc
19. April 2005
Berlin
Deutschland

Dieser Workshop mit Sam Napolitano bot für politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler eine Plattform, auf der die Weiterentwicklung von nationalen und grenzüberschreitenden CO2-Handelssystemen und anderen Klimapolitik-Instrumenten diskutiert werden konnte. In seiner Präsentation gab der Direktor des Clean Air Markets Program der US Umweltbehörde EPA, Sam Napolitano, einen Überblick über bestehende Cap&Trade Systeme in den USA. Schwerpunkte der Präsentation lagen auf der Ausgestaltung, der Allokation der Zertifikate, Ziele, Überwachung sowie den Erfolgen und Herausforderungen bestehender Cap&Trade Systeme in den USA. Der Workshop fand am 19. April 2005 in Berlin statt.

In Anschluss an die Präsentation von Sam Napolitano [pdf, 1.7 MB, English], wurde in der Diskussion die Frage nach Verbindungsmöglichkeiten (Linking) eines möglichen US-amerikanischen Handelssystems mit dem europäischen Emissionshandelssystem (EU-EHS) erörtert.

Kai Schlegelmilch vom BMU stellte in einem Impulsreferat die Auswirkungen von unterschiedlich ausgestalteten nationalen Handelssystemen für ein solches Linking dar. Es wurde jedoch schnell deutlich, dass die Frage des Linking aus Sicht der USA nur schwer zu bewerten ist, da dort derzeit auf Seiten der Regierung keine konkreten Pläne für die Einführung eines bindenden CO2-Handelssystems bestehen. Trotzdem wurden auf eher theoretischer Ebene weitere Anforderungen für ein Linking von nationalen Emissionshandelssystemen diskutiert. Dabei standen vor allem die Fragen nach verbindlichen oder flexiblen Zielen, dem Allokationsansatz sowie die Einbeziehung verschiedener Sektoren und anderer Klimaschutzinstrumente im Mittelpunkt.

Das EU-EHS befindet sich erst in seiner Probephase und die Allokation der Emissionsrechte sorgt in einigen Ländern noch für Diskussion. Vor diesem Hintergrund gab Sam Napolitano einen detaillierten Einblick in die Allokationsregeln der bestehenden Cap&Trade in den USA. Dabei erklärte er, welche Allokationsregeln von der Industrie am besten akzeptiert werden und gleichzeitig die größten Anreize zur Verbesserung der Energieeffizienz und Produktivität bieten. Die anschließende Diskussion konzentrierte sich auf den Einfluss bestehenden Cap&Trade Systeme in den USA und der EU auf die Zusammensetzung des Energiemixes und Verbesserung der Energieeffizienz. Es wurde deutlich, dass die bestehenden Energietechnologien sowie die bestehende Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen und bei der Diskussion zukünftiger Umwelt- und Klimaschutzinstrumente und vor allem zukünftiger CO2-Handelssysteme nicht außen vor gelassen werden dürfen.

Weiterführende Links & Downloads:


Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Sprecher
Sam Napolitano
Kai Schlegelmilch (BMU)
Datum
19. April 2005
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Englisch
Teilnehmerzahl
24
Projektnummer
1710