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Management des Wasserbedarfs in Europa: Eine Einschätzung von preis- und nicht-preisbasierten Maßnahmen und eine Aktualisierung zur Preiselastizität der Wassernachfrage

Management des Wasserbedarfs in Europa: Eine Einschätzung von preis- und nicht-preisbasierten Maßnahmen und eine Aktualisierung zur Preiselastizität der Wassernachfrage

Das Team des Ecologic Institut bewertet in diesem von der Europäischen Umweltagentur in Auftrag gegebenen Projekt sowohl technische Aspekte (zum Beispiel Kostenwirksamkeit ), als auch die Dimension der Umsetzung von Praktiken im Wasserbedarfsmanagement in Europa (z.B. Faktoren, die als Barriere oder Förderfaktor wirken können). Die Bewertung konzentriert sich auf die umgesetzten Maßnahmen in Zypern, Deutschland, Dänemark, Spanien, Frankreich, Italien, Rumänien und Schweden. Ziel ist es, das Wissen über die Preiselastizität des Wasserbedarf durch 10 Fallstudien, die im lokalen Maßstab (Wasserwerke) durchgeführt wurden, zu aktualisieren. Die Fallstudien beziehen sich auf die oben genannten Länder sowie auf die UK. Ziel ist es, zu prüfen, wie die EU-Mitgliedstaaten bereits preis- und nicht-preisbasierte Maßnahmen anwenden, um die Wassernachfrage zu managen und wie die die Umsetzung dabei hilft, die Zukunft der EU noch nachhaltiger zu gestalten.

Erreichen eines ressourceneffizienten Wassersektors

Um die Vision der EU von einem nachhaltigen Europa bis zum Jahr 2050 umzusetzen, muss die Wirtschaft der EU ressourceneffizient gestaltet werden. Es wird erwartet, dass der Wassersektor eine wichtige Rolle bei diesem Übergang spielen wird. Das erhöht die Notwendigkeit, zu bewerten, wie effektiv Wasserpolitik dabei ist, die Wassernachfrage zu beeinflussen und inwieweit Wasserkonsumenten für Preisveränderungen bei Wasserdienstleistungen empfänglich sind.

Bisherige Forschungen zeigen, dass ökonomische Instrumente besonders effektiv dabei sein könnten, die Wassernachfrage zu managen – allerdings sind Beweise zur Effektivität solcher existierenden preis- und nicht-preisbasierten Instrumente in Europa begrenzt oder veraltet.

Das Projekt "Management der Wassernachfrage in Europa" (Managing Water Demand in Europe project)

Ziel des Projekts zum Management der Wassernachfrage in Europa ist die Evaluation verschiedener fachlich/technischer Aspekte und die Umsetzung von Wassermanagement-Praktiken und Wassernachfragemangement in Europa. Unter der Voraussetzung, dass bisherige Forschung zur Kosteneffizienz von Maßnahmen teuer ist, schenkt dieses Projekt Aspekten der Umsetzung spezielle Aufmerksamkeit. Hauptfokus im Rahmen des Projekts ist der Haushaltssektor, aber auch der landwirtschaftliche- und der Industriesektor finden Berücksichtigung. Insgesamt versucht das Projekt, die Synergie-Effekte von preis- und nicht-preisbasierten Maßnahmen, die bereits in Kraft sind, besser zu verstehen. Das Projekt untersucht auch den Einfluss verminderter Investitionen in die Wassernetzwerke (Wasserbereitstellung und Abwasser) auf den Konsum. Insbesondere zielt das Projekt darauf ab, unter Berücksichtigung der Literatur zum Thema Wassermanagement in acht ausgesuchten Mitgliedsstaaten und durch Bewertung von Primärdaten zu zehn Fallstudien im heimischen Sektor, einen leicht zu verstehenden Leitfaden unter Berücksichtigung der folgenden drei Themen bereitzustellen:

  • Welche preis- und nicht-preisbasierten Ansätze werden in Europa bereits angewendet, um die Wassernachfrage zu managen, wie effektiv sind diese und was sind die Haupthindernisse und unterstützende Faktoren bei deren Anwendung?
  • Welche Anreize gibt es für eine effiziente Wassernutzung in Europa, und welche Auswirkungen haben sie?
  • Was sagen neuere Forschungen über die Preiselastizität der Nachfrage nach Wasser aus und welche Rückschlüsse lassen neueste Daten zu?

Ecologic Institut leitet den Review zu vorhandenen preis- und nicht-preisbasierten Maßnahmen in den acht ausgesuchten Mitgliedsstaaten und unterstützt bei der Entwicklung der Bewertung von vier Fallstudien zur Preiselastizität der Wassernachfrage. Die Ergebnisse des Projekts werden in einem EEA Technical Report veröffentlicht, der für Herbst 2016 erwartet wird.


Finanzierung
Partner
ACTeon Environment (ACTeon), Frankreich
Partner
Projektdauer
Juni 2015 bis Februar 2016
Projektnummer
2560
Schlüsselwörter
Wasserrahmenrichtlinie, Artikel 9, Wasserbedarf, Wassernachfrage, Wassermanagement, Wasserökonomie, Wasserversorgung, Wassermanagement, Haushalt, Inland, Landwirtschaft, Industrie, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Wasserpreise, Wassertarif, Instrumente der Wirtschaftspolitik, wirtschaftliche Bewertung, Verursacher, Anreiz, Mangel, Erschwinglichkeit, Subventionen, Berliner Wasserbetriebe, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Europa, Zypern, Deutschland, Dänemark, Spanien, Frankreich, Italien, Rumänien, Schweden, Vereinigtes Königreich, Regionale Wassergesellschaft Bacau, Somes Water Company, England, Essex, Suffolk, Barcelona, Aigües de Barcelona, Berlin, Grenoble, Eau de Grenoble Alpes, Stuttgart, Verona, Viveracqua