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Förderung anwenderorientierter und weltweit wettbewerbsfähiger Innovationen

Präsentation

Förderung anwenderorientierter und weltweit wettbewerbsfähiger Innovationen

TimeLoc
5. Juni 2018
Tirana
Albanien

Am Weltumwelttag 2018 veranstaltete die Nationale Raumordnungsbehörde in Albanien (AKPT) eine Diskussion zwischen RegierungsvertreterInnen, NGOs, Universitäten und Forschungsinstitute sowie der breiten Öffentlichkeit über den Fortschritt des BRIGAID H2020-Projekts und seine Perspektiven im Balkanland Albanien. Gerardo Anzaldúa, Fellow am Ecologic Institut, stellte die ersten Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe zur Geschäftsentwicklung und Finanzierungsunterstützung für Klima-Innovatoren vor. Die Vortragsfolien stehen als Download zur Verfügung.

Das Treffen begann mit einer Ansprache von Frau Adelina Greca, Direktorin der Nationalen Agentur für Raumordnung, die die Teilnehmenden begrüßte und einen Überblick über die Aktivitäten der Agentur gab, die dazu beitragen das Bewusstsein für durch den Klimawandel verursachte Umweltrisiken zu schärfen und angemessene Pläne für deren Bewältigung auszuarbeiten. Es folgte ein Grußwort von Frau Dewi van de Weerd, Botschafterin des Königreichs der Niederlande, die bekräftigte, das der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern weiter gefördert werden soll, um neue und innovative Lösungen für die gemeinsamen klimatischen Herausforderungen zu finden. Schließlich stellte Frau Gerta Lubonja, Direktorin der erst kürzlich gegründeten albanischen Agentur zum Wasserressourcenmanagement, die Arbeit der Agentur zur Sicherstellung einer effektiven Wasserbewirtschaftung angesichts sich verändernder Bedingungen vor. Sie wies auch auf die Notwendigkeit von Innovationen zur Verbesserung der Wasserbewirtschaftung in Albanien hin.

Der zweite Teil des Treffens konzentrierte sich auf die Präsentation des BRIGAID-Projekts und die Darstellung der wichtigsten Elemente im albanischen Kontext. Frau Marjan Kreijns, Leiterin der Abteilung Projektmanagement an der TU Delft, gab einen allgemeinen Überblick über das Projekt und stellte erste konkrete Ergebnisse vor. Dazu gehören das BRIGAID Climate Innovation Window, ein "Online-Raum", in dem alle mit BRIGAID verbundenen Innovationen ausgestellt werden, und das Testing and Implementation Framework, ein Selbstbewertungsinstrument zur Bewertung der technischen, ökologischen, sektoralen und gesellschaftlichen Leistungsfähigkeit neuer Innovationen.

Dann stellte Frau Nensi Lalaj, BRIGAID Projektmanagerin in Albanien, die Vision des Projekts und die Herausforderungen aus albanischer Sicht vor. Sie betonte die Möglichkeiten, die das Projekt lokalen Innovatoren bieten kann, und ermutigte das Publikum, sich an den bevorstehenden Projektaktivitäten innerhalb und außerhalb des Landes zu beteiligen.

Gerardo Anzaldua, Leiter des Arbeitspakets "Unternehmensentwicklung und Finanzierung" von BRIGAID, sprach in seinem Vortrag über die Unterstützungsstrukturen, die BRIGAID aufgebaut hat, um nutzerzentrierte und weltweit wettbewerbsfähige Innovationen in Europa zu fördern. Dazu gehören der BRIGAID Business Development Approach und das Market Analysis Framework, zwei Kooperations-Tools, die die Fähigkeit von Innovatoren fördern, sich auf den Markteintritt vorzubereiten.

Der letzte Teil des Treffens war eine offene Diskussionsrunde, in der sich Teilnehmende und ReferentInnen miteinander austauschten. Es wurde eine Reihe von Themen diskutiert, angefangen bei den Auswirkungen, die Entscheidungen von Behörden, Gesellschaft und Großunternehmen auf die Häufigkeit und das Ausmaß von Klimakatastrophen haben, bis hin zu Möglichkeiten, das öffentliche Problembewusstsein zu schärfen und die aktive Beteiligung verschiedener Akteure zu fördern, um so soziale, wirtschaftliche und ökologische Fortschritte in Albanien voranzutreiben.

Die wichtigste Botschaft des Tages lautete, dass Albanien zwar vor einigen Herausforderungen steht, sich aber gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten für das Land ergeben, seine Klimaresilienz zu erhöhen und gleichzeitig neue Perspektiven und Erfahrungen in die globale Diskussion über die Klimaanpassung einzubringen. Die Arbeit offener Institutionen, der Schwung, den gut ausgebildete, junge Leute mitbringen und die zunehmende Zusammenarbeit mit der EU leisten dafür entscheidende Beiträge.


Veranstalter
National Territorial Planning Agency of Albania (AKPT), Albania
Datum
5. Juni 2018
Ort
Tirana, Albanien
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Klimainnovation, Anpassung an den Klimawandel, Katastrophenvorsorge, Hochwasser, Wassermanagement, Innovationsförderung, Unternehmensentwicklung, Finanzierung, Balkan, Niederlande