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Umsetzung des EU-Aktionsplans für Menschen, Natur und Wirtschaft

Projekt

Umsetzung des EU-Aktionsplans für Menschen, Natur und Wirtschaft

Das EU-Projekt "Umsetzung des EU-Aktionsplans für Menschen, Natur und Wirtschaft" ist Folge des Fitness-Checks der EU-Naturschutzrichtlinien und soll dazu beitragen die Umsetzung der Naturschutzrichtlinien zu verbessern. Das Projekt unterstützte die EU-Kommission bei der Durchführung spezifischer Maßnahmen unter dem Schwerpunkt B "Übernahme politischer Eigenverantwortung und Verbesserung der Rechtseinhaltung" des EU-Aktionsplans für Menschen, Natur und Wirtschaft. Das Projekt wurde vom Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP) geleitet und durch das Ecologic Institut und N2K Group EEIG, ein Zusammenschluss von fünf Unternehmen aus verschiedenen Regionen Europas, unterstützt.

Hintergrund

Der 'Fitness-Check' der Vogelschutz- und der Habitat-Richtlinie (2016) ergab, dass die Richtlinien zwar geeignet sind die europäischen Naturschutzziele zu erreichen, dennoch braucht es noch erhebliche Verbesserungen, um das volle Potential der Richtlinien auszuschöpfen und die übergeordneten Ziele zu erfüllen. Als Antwort etwickelte die EU-Kommission den Aktionsplan für Menschen, Natur und Wirtschaft, der zahlreiche Maßnahmen enthält, die mit einem Schwerpunkt auf der Vereinbarkeit mit allgemeineren sozio-ökonomischen Zielen und der Einbindung von nationalen, regionalen und lokalen Behörden, Interessenträgern und BürgerInnen die Umsetzung der Naturschutzrichtlinien verbessern sollen. Das hier vorgestellte Projekt konzentrierte sich auf die Maßnahmen 4, 5 und 7.

Hauptziele

Das Hauptziel des Projekts war es die EU-Kommission bei der Durchführung drei spezifischer Maßnahmen (4, 5 und 7) im Rahmen des Aktionsplans für Menschen, Natur und Wirtschaft zu unterstützen. Dazu wurden im Projekt:

  1. häufig gestellte Fragen (FAQs) zu
    a) Verknüpfungen zwischen den Naturschutzrichtlinien und der Nitratrichtlinie und
    b) Verknüpfungen zwischen den Naturschutzrichtlinien und der Regulierung von invasiven, gebietsfremden Arten zusammengetragen bzw. erarbeitet sowie existierende Leitfäden erarbeitet;
  2. Länderprofile für alle Mitgliedsstaaten zu Natura 2000 Angemessenheit, dem Natura-2000-Management, der übergreifenden Strategie zur Erreichung eines günstigen Erhaltungszustandes, der Finanzierung, der Umsetzung der Art. 6(3) und 6(4), zu Wissen, Monitoring, dem Onlinezugang zu relevanten Daten für die Umsetzung der Richtlinien und zum Thema Governance erstellt;
  3. die Organisation von bilateralen Treffen sowie Stakeholdertreffen unterstützt;
  4. zwei Habitat-Aktionspläne entworfen, beworben und verbreitet.

Ecologic Institut's Rolle im Projekt

Im Rahmen dieses Projektes leitete das Ecologic Institut die Aktivitäten zu den Verknüpfungen zwischen den Naturschutzrichtlinien und der Nitratrichtlinie. Außerdem lieferte das Institut Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserrichtlinie, zu allen meeresbezogenen Themen, es unterstützte die Arbeit zu übergreifenden Fragen bezüglich Landwirtschaft/GAP und Biodiversität und bewarb gemeinsam mit den Partnern existierende Leitfäden in den entsprechenden Bereichen. Darüber hinaus unterstützte das Ecologic Institut die Erarbeitung von Länderprofilen (Deutschland, Slowenien und Litauen) sowie die Organisation von bilateralen Treffen und Stakeholder-Treffen. Es trug auch zu Datenerhebungen und der Datenanalyse bei.

Ergebnisse des Projektes

Die Ergebnisse umfassen:

  1. FAQ-Papier zu den Zusammenhängen zwischen der EU Vogelschutz- und der Habitatrichtlinie und der EU Nitratrichtlinie.
  2. FAQ-Papier zu den Zusammenhängen zwischen der EU Vogelschutz- und der Habitatrichtlinie und der EU Verordnung zu den Invasiven Gebietsfremden Arten.
  3. zwei EU-Habitat-Aktionspläne, die auf die Wiederherstellung wichtiger Lebensräume und Arten in der gesamten EU abzielen:

Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt (GD Umwelt)
Partner
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
The N2K Group
ATECMA, Spanien
Ecosystems, Belgien
EcoSphere France, Frankreich
Projektdauer
Dezember 2017 bis Juni 2020
Projektnummer
3535
Schlüsselwörter
Vogelschutz- und Habitatrichtlinien, Naturschutzrichtlinien, Nitratrichtlinie, Verordnung der invasiven gebietsfremden Arten, Naturaktionsplan, EU28, Natura 2000, Governance, Habitat-Aktionspläne, Leitfaden, bilaterale Treffen, Stakeholder-Treffen, Datenerhebung, Datenanalyse, Deutschland, Slowenien, Litauen, Europa