Ruta Landgrebe-Trinkunaite
MSc (Umweltwissenschaft)
MSc (Umweltwissenschaft & Politik)
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Ruta Landgrebe-Trinkunaite ist erfahrene Expertin für Biodiversität, Klimaresilienz und Waldpolitik am Ecologic Institut. Sie unterstützt europäische Institutionen und nationale Behörden dabei, dem Verlust der biologischen Vielfalt und den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Dazu berät sie zu Strategien für klimaresiliente Ökosysteme, naturbasierten Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel und nachhaltiger Landnutzung. Als Projektleiterin verantwortet sie ein Portfolio nationaler und europäischer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für die Europäische Kommission und Bundesbehörden. Ihre Arbeit unterstützt die Weiterentwicklung und Umsetzung zentraler europäischer Strategien und Rechtsrahmen für Biodiversität, Klimaresilienz und nachhaltige Landnutzung, insbesondere der EU-Biodiversitätsstrategie 2030, der EU-Waldstrategie für 2030 sowie des EU Nature Restoration Law auf europäischer und nationaler Ebene. Ruta arbeitet auf Deutsch und Englisch, spricht Litauisch als Muttersprache und verfügt über gute Russischkenntnisse sowie Grundkenntnisse des Französischen und Spanischen.
Ihre fachliche Expertise umfasst die Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung europäischer Naturschutz-, Klima- und Landnutzungspolitiken. Besondere Schwerpunkte liegen auf Natura 2000, der Umsetzung der Habitat- und Vogelschutzrichtlinien, der Wiederherstellung von Ökosystemen, der Waldpolitik sowie der Integration von Biodiversitäts- und Klimazielen in sektorale Politiken. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Konzepte und von Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Klimaresilienz von Ökosystemen sowie die Identifizierung von Synergien und Zielkonflikten zwischen Natur- und Klimaschutz.
Zu ihren aktuellen Leitungsaufgaben zählen mehrere Vorhaben für nationale und europäische Institutionen im Bereich Biodiversität, Klimaresilienz und Waldpolitik. Für das Bundesamt für Naturschutz (BfN) leitet sie die Projekte „Transformation des Naturschutzes im Klimawandel“ (2026–2028), „Klimaresilienz von Ökosystemen – Konzepte, Bewertung und Handlungsempfehlungen“ (2026–2028) sowie die „Statuskonferenz Biodiversität und Klimawandel“ (2023–2024). Für die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission leitet sie Arbeiten zur Umsetzung der EU-Waldstrategie für 2030 (2023–2026) sowie des europäischen „3 Billion Trees Pledge“ (2022–2025). Damit trägt sie zur Umsetzung zentraler Ziele der europäischen Biodiversitäts-, Klima- und Anpassungspolitik sowie zur Stärkung klimaresilienter und biodiversitätsfördernder Ökosysteme in Europa bei.
Darüber hinaus wirkt sie an zahlreichen Vorhaben zur Weiterentwicklung der europäischen und nationalen Naturschutzpolitik mit. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung von Leitlinien zur Minderung von Zielkonflikten zwischen Natur- und Klimaschutz beim Moorschutz, die Bewertung der Wirksamkeit von Schutzgebieten an Land und im Meer, die Unterstützung der Umsetzung und Bewertung der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie die Entwicklung von Ansätzen zur Integration von Klimaresilienz in Naturschutz- und Landnutzungspolitiken. Für die Europäische Umweltagentur trägt sie zudem zum europäischen Nachhaltigkeitsmonitoring bei und verantwortet Beiträge zum Nachhaltigkeitsziel SDG 15 „Leben an Land“.
Ruta Landgrebe-Trinkunaite verfügt über umfassende Erfahrung in der Leitung interdisziplinärer Projekte und der Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, Fachbehörden, Wissenschaft und Praxis. Sie verbindet fundierte wissenschaftliche Analyse mit strategischer Politikberatung und entwickelt Lösungen für komplexe Herausforderungen an der Schnittstelle von Biodiversität, Klimawandel und nachhaltiger Transformation.
Vor ihrer Arbeit für das Ecologic Institut, arbeitete Ruta Landgrebe am Zentrum für Umweltpolitik (AAPC) in Vilnius (Litauen). Ihre Arbeit konzentrierte sich auf die Evaluierung und Entwicklung der Luft- und Klimapolitik in Litauen. Von 1997 bis 1998 arbeitete sie für das litauische Umweltministerium am Gemeinschaftshilfeprogramm für die Länder Mittel- und Osteuropas (PHARE), welches Litauens Beitritts- und Integrationsprozess in die Europäische Union (EU) im Bereich Luft förderte. Zwischen 1994 und 1997 war sie bei einer regionalen Umweltbehörde an der Durchführung der Überwachungsaktivitäten für Luft, Wasser und Lärm beteiligt.
Ruta Landgrebe absolvierte ihr erstes Masterstudium der Umweltwissenschaft an der Vytautas Magnus Universität in Kaunas (Litauen). Ihren zweiten Masterabschluss in Umweltwissenschaften und Politik erlangte sie an der Zentraleuropäischen Universität in Budapest (Ungarn).
Ruta engagiert sich aktiv bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) und ist Präsidentin der Lithuanian Expat Organisation (LEO) unter dem Dach von Global Lithuanian Leaders (GLL), wo sie sich für Umwelt- und Diaspora-Themen einsetzt.
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Ausgewählte Publikationen von Ruta Landgrebe-Trinkunaite
Biodiversität, Naturbasierte Lösungen und grüne Infrastruktur
Tucker, G, Stuart, T, Naumann, S, Stein, U, Landgrebe-Trinkunaite, R and Knol, O (2019) Study on identifying the drivers of successful implementation of the Birds and Habitats Directives. Report to the European Commission, DG Environment on Contract ENV.F.1/FRA/2014/0063, Institute for European Environmental Policy, Brussels.
European Commission (ed.) 2019: FAQ note on the links between the Nature Directives and the Nitrates Directive.
Flächennutzung
Wilson, G. A., Kelly, C. L., Briassoulis, H., Ferrara, A., Quaranta, G., Salvia, R., Detsis, V., Curfs, M., Cerda, A., El-Aich, A., Liu, H., Kosmas, C., Alados, C. L., Imeson, A., Landgrebe-Trinkunaite, R., Salvati, L., Naumann, S., Danwen, H., Iosifides, T., Kizos, T., Mancino, G., Nolè, A., Jiang, M., and Zhang, P. (2017) Social Memory and the Resilience of Communities Affected by Land Degradation. Land Degrad. Develop., 28: 383–400. doi: 10.1002/ldr.2669.
Landwirtschaft
Frelih Larsen, A. et al. (2024). Towards climate friendly and resilient agri-food systems in Central Eastern Europe: the role of agroecological practices, sustainable diets, and holistic policies. Ecologic Institute, Berlin. ISBN 978-3-937085-37-1
Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft
Rechlin, Aissa et al. 2024: Ressourceneffizienz und natürliche Ressourcen im internationalen Kontext. Entwicklungslinien der Ressourcenpolitik mit Schwerpunkt auf Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz. Abschlussbericht. Umweltbundesamt: Dessau-Roßlau.
Indikatoren und Evaluation
Gebers, Kathrin et al. (ed.) 2024: Sustainable Development in the European Union. Monitoring Report on Progress Towards the SDGs in an EU Context. [eurostat Statistical books 2024 edition]. Luxembourg: Publications Office of the European Union.
Petri, Ekkehard, et al. (ed.) 2023: Sustainable Development in the European Union. Monitoring Report on Progress Towards the SDGs in an EU Context. [eurostat Statistical books 2023 edition]. Luxembourg: Publications Office of the European Union.
Blumers, Miriam, et al. (ed.) 2022: Sustainable Development in the European Union. Monitoring Report on Progress Towards the SDGs in an EU Context. [eurostat Statistical books 2022 edition]. Luxembourg: Publications Office of the European Union.
Bley, Simon Johannes, et al. (Hrgs.) 2020: Sustainable Development in the European Union. Monitoring Report on Progress Towards the SDGs in an EU Context. [eurostat Statistical books 2020 edition]. Luxembourg: Publications Office of the European Union.
Landgrebe, R., Best, A., Hayes, F., Stein, U., Harker, G., Schritt, H., Duin, L., and Deacon, S. 2022: Guidance note on site selection: Support to Member States regarding the monitoring of effects of air pollution on ecosystems according to Article 9(1) of the NEC Directive (Directive (EU) 2016/2284).