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Klimawandel und Bioökonomie – Sustainability-Gap-Analyse für den Agrarsektor

Klimawandel und Bioökonomie – Sustainability-Gap-Analyse für den Agrarsektor

Dieses Projekt soll verfügbares Wissen über die Zukunft der landwirtschaftlichen Produktion in der EU zusammenführen. Dazu gehören mögliche Sustainability-Gaps in Form von Nahrungsmittel-, Wasser- und Energiesicherheit, Flächenverbrauch und Treibhausgasemissionen, die bis 2050 geschlossen werden müssen. Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis darüber bei, wie der Agrarsektor, unter Berücksichtigung des Wachstumspotenzials der Bioökonomie und ihrer Auswirkungen auf die Umwelt, zur Eindämmung des Klimawandels und zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen kann.

Bioökonomie und Sustainability-Gaps

Wie in der Strategie und dem Aktionsplan der EU zur Bioökonomie hervorgehoben wird, beinhaltet diese das Potenzial, die Abhängigkeit der EU von fossilen Ressourcen zu verringern. Vor allem in Form von Nahrungs- und Futtermitteln leistet der Agrarsektor den größten Beitrag zur Bioökonomie und ist sowohl sehr anfällig für den Klimawandel, als auch gleichzeitig einer seiner Hauptverursacher. Beide Themen gleichzeitig anzugehen, ist komplex und mit einer Vielzahl von Abwägungen verbunden. Beispielweise reduziert eine Erhöhung der Rate der agroökologischen Landwirtschaft zwar den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, benötigt aber im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft mehr Fläche.

Der Reformvorschlag der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2021-2027 berücksichtigt Elemente der biologischen Vielfalt und des Klimas, enthält aber keine konkreten Umweltziele. Verbundene EU-Policies, wie der Entwurf der Biodiversitätsstrategie und die "Farm to Fork"-Strategie, enthalten umweltbezogene Ziele, aber diese sind nicht explizit mit Bioökonomie verbunden. Dies schließt auch die langfristige Nachfrage an Biomasse und die damit verbundenen Umweltbelastungen ein. Dementsprechend muss besser untersucht werden, welche künftigen Sustainability-Gaps in der EU-Agrarproduktion geschlossen werden müssen und welche Abwägungen dabei eine Rolle spielen müssen.

Methodik

Das Projektteam erstellt eine Übersicht über bestehende Szenarien zur Entwicklung der EU-Agrarproduktion mit einem Zeithorizont bis 2050, welche es dann zu mehreren möglichen Entwicklungsperspektiven zusammenfasst. Anschließend identifiziert das Projektteam aufkommende Sustainability-Gaps sowie mögliche Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen, die die EU zur Schließung dieser Lücken ergreifen könnte. Ecologic Institut leitet die Analyse der bestehenden Szenarien.


Finanzierung
Partner
Ramboll Group, Belgien
Partner
Vivid Economics, Großbritannien
VU University Amsterdam, Institute for Environmental Studies (IVM), Holland
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Juli 2020 bis Februar 2021
Projektnummer
2633-04
Schlüsselwörter
Anpassung an den Klimawandel und dessen Abschwächung, Agrarsektor, Bioökonomie, Nachhaltigkeitslücken, GAP, Erhaltung der biologischen Vielfalt, Europa