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Perception of Bottlenecks in the Implementation of the European Water Framework Directive

Perception of Bottlenecks in the Implementation of the European Water Framework Directive

In diesem Artikel untersuchen die Autoren, darunter Ulf Stein vom Ecologic Institut, Hindernisse bei der Umsetzung der
Wasserrahmenrichtlinie aus Governance-Perspektive. Der Mangel an horizontaler, intersektoraler Kommunikation, unzureichenden Landreserven, Personalkapazitäten und mangelnde Finanzierung zeigten sich als die dringendsten Probleme. Zudem erfordert das Zusammenspiel der WRRL mit anderen auf europäischer Ebene geregelten Politikfeldern eine genauere Betrachtung.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat zum Ziel die Wasserpolitik der Mitgliedsländer der Europäischen Union zu vereinheitlichen und eine Ausrichtung hin zu einer nachhaltigeren Wassernutzung zu stärken. Die WRRL trat im Dezember 2000 in Kraft und hat zum Ziel einen "guten ökologischen Status/Potential" aller Wasserkörper bis zum Jahre 2027 zu erreichen. 20 Jahre nach in Krafttreten der Richtlinie sind jedoch nur geringe Erfolge zu verzeichnen.

Mehrere Studien haben sich bereits mit den vor allem technisch-fachlichen Ursachen für die Nichterreichung der Ziele nach WRRL befasst. In diesem Artikel werden die bislang vorliegenden Studien mit dem Thema von Governance bedingten Engpässen verknüpft. Grundlage dafür ist eine Liste von 24 Hindernissen für die Umsetzung der WRRL. Diese wurde 130 Wissenschaftler*innen und Fachleuten vorgelegt, um sie nach deren empfundener Wichtigkeit zu ordnen. Die folgenden vier Haupthindernisse wurden am häufigsten genannt: ein Mangel an horizontaler, intersektoraler Kommunikation, unzureichende Landreserven, Personalkapazitäten, sowie mangelnde Finanzierung. Zusätzlich zu den 24 zur Auswahl stehenden Hindernissen bemängelten viele der Befragten auch die fehlende politische Bereitschaft zur vollständigen Umsetzung der Richtlinie.

Neben den genannten Ursachen für den mangelnden Erfolg der WRRL bezogen auf deren konkrete Umsetzung, wurden außerdem Konfliktpotentiale mit anderen europäischen Richtlinien hervorgehoben. Diese betreffen hauptsächlich die FFH Richtlinie, die Hochwasserrisikomanagement Richtlinie, die Nitrat-Richtlinie, die Vogelschutzrichtlinie, die der gemeinsamen Agrarpolitik und zwölf weitere Politiken.

Des Weiteren wurden die Befragten gebeten Politikfelder zu nennen, welche ihrer Meinung nach stärker in die Wasserrahmenrichtlinie eingebunden werden sollen. Dabei wurden u. a. die Sektoren Landwirtschaft, Stadtplanung und Energiesektor genannt.


Zitiervorschlag

Zingraff-Hamed, A.; Schröter, B.; Schaub, S.; Lepenies, R.; Stein, U.; Hüesker, F.; Meyer, C.; Schleyer, C.; Schmeier, S. and Pusch, M.T. 2020.  Perception of bottlenecks in the implementation of the European Water Framework DirectiveWater Alternatives 13(3).

Sprache
Englisch
Autor(en)
Autor(en)
Aude Zingraff-Hamed (Technical University of Munich)
Barbara Schröter (Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research)
Simon Schaub (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Robert Lepenies (Helmholtz Centre for Environmental Research)
Frank Hüesker (Helmholtz Centre for Environmental Research)
Claas Meyer (Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research)
Christian Schleyer (Leopold-Franzens University of Innsbruck)
Susanne Schmeier (IHE Delft Institute for Water Education)
Martin T. Pusch (Leibniz Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries)
Finanzierung
Verlag
  • Water Alternatives Association (WaA), Frankreich
Jahr
2020
Erschienen in
Water Alternatives , Volume 13 | Issue 3
ISSN
1965-0175
Umfang
26 S.
Projektnummer
2290
Schlüsselwörter
Wasser-Governance, wasserbezogene Institutionen, sektorübergreifendes Flussmanagement, Flussrenaturierung, Europäische Wasserrahmenrichtlinie, WRRL, Europa