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Soil Mission Support: Auf dem Weg zu einem europäischen Forschungs- und Innovationsfahrplan für Böden und Landmanagement

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Soil Mission Support: Auf dem Weg zu einem europäischen Forschungs- und Innovationsfahrplan für Böden und Landmanagement

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Böden sind eine der wichtigsten Lebensgrundlagen auf der Erde. Sie versorgen die Menschheit mit Nahrung, sauberem Wasser, speichern Kohlenstoff und sind Grundlage für eine reiche Artenvielfalt. Weltweit sind bereits ein Drittel der Böden degradiert, und dieser Trend setzt sich aufgrund von zunehmender Nahrungsmittelproduktion, Urbanisierung und industriellen Aktivitäten weiter fort. Forschung und Innovationen (F&I) können eine Schlüsselrolle spielen, um diesen Trend zu stoppen. In dem neuen Horizon 2020 Projekt entwickelt das Ecologic Institut gemeinsam mit wichtigen Akteuren einen Fahrplan ("Roadmap") für Forschungs- und Innovationsaktivitäten zu Boden- und Landmanagement. Das Projekt "Soil Mission Support" wird so die Koordination in diesem Bereich verbessern, die EU-Mission zu Bodengesundheit und Ernährung sowie den Europäischen Green Deal unterstützen und dazu beitragen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen.

Zielsetzung

Im Zentrum des Soil Mission Support (SMS) Projektes stehen folgende Ziele:

  • Das Projekt verbessert die Koordinierung von F&I-Aktivitäten in Europa und weltweit, indem bestehende F&I-Aktivitäten kartiert, bewertet und so die wichtigsten Lücken im Bereich Boden- und Landmanagement identifiziert werden.
  • Das Projekt trägt zur Demonstration von Good Practices für die Forschung im Bereich Boden- und Landmanagement bei, indem es Kriterien für Reallabore (Living Labs) und Leuchtturm-Projekte entwickelt und Beispiele identifiziert.
  • Das Projekt bringt Akteure aus verschiedenen Disziplinen und Sektoren zusammen, um gemeinsam einen europäischen Forschungs- und Innovationsfahrplan für Boden- und Landmanagement zu entwickeln.

* Reallabore sind Orte für Co-Innovation durch partizipative, transdisziplinäre und systemische Forschung in einem realen Kontext. Lighthouses sind Projekte die im besonderen Maße Lösungen, Trainings und Kommunikationswege demonstrieren.

Methodik

SMS verfolgt einen Multi-Akteurs-Ansatz. Dabei werden alle relevanten Stakeholder-Gruppen (z.B. Wissenschaftler, Praktiker, junge Experten, politische Entscheidungsträger und informierte Bürger), Sektoren (z.B. Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung, Flächensanierung, Klima- und Katastrophenschutz) sowie Politikfelder miteinbezogen. Das Projekt wird mit transdisziplinären Methoden den Stand der Forschung zusammenfassen, Wissenslücken aufzeigen und weiteren Bedarf an F&I für Boden- und Landmanagement analysieren und priorisieren. Darüber hinaus wird das SMS-Projekt Kriterien für Reallabore und Leuchtturm-Projekte definieren und festlegen. Basierend auf den identifizierten Wissenslücken und Prioritätsbereichen wird gemeinsam mit wichtigen Interessenvertretern ein Fahrplan für F&I für nachhaltiges Boden- und Landmanagement entwickelt. Eine interaktive Plattform wird die Entwicklung und Umsetzung des Fahrplans erleichtern.

Die Rolle des Ecologic Instituts im Projekt

Im SMS Projekt leitet das Ecologic Institut die Entwicklung des Fahrplans für F&I für nachhaltiges Boden- und Landmanagement in einem Co-creation Prozess gemeinsam mit Interessenvertretern. Dieser Fahrplan hat das Ziel die richtigen F&I für die verschiedenen Akteursgruppen verfügbar zu machen. Darüber hinaus enthält der Fahrplan wichtige Handlungen, kurz-, mittel- und langfristige Ziele sowie Leistungsindikatoren. Das Ecologic Institut trägt weiter zur Identifizierung von relevanter Akteuren im Bereich Boden- und Landmanagement und ihrer Bedürfnisse sowie bei ihrer aktiven Einbindung bei.

Hintergrund

Gesunde Böden sind von grundlegender Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung und spielen eine wichtige Rolle für die Ernährungssicherheit, die Bereitstellung von biobasierten Materialien, den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel, die Ressourceneffizienz, den Hochwasserschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Die Erreichung vieler SDGs hängt entweder direkt oder indirekt von der Landbewirtschaftung und den Bodenfunktionen ab.

Die steigende Nachfrage nach bodenbasierter Produktion (Lebensmittel, Futtermittel und Fasern) sowie die Urbanisierung erhöhen jedoch die Konkurrenz um Land und führen sehr oft zu Intensivierung der Landbewirtschaftung, Landnutzungsänderungen und infolge dessen zu Bodendegradation. Die Europäische Kommission hat die Notwendigkeit zu Handeln erkannt und die Mission "Bodengesundheit und Ernährung" initiiert. Sie fordert konkret, Maßnahmen zur Erhaltung der Bodengesundheit und der Bodenfunktionen zu ergreifen.

Die zentrale Herausforderung für ein nachhaltiges Boden- und Landmanagement ist damit verbunden, Zielkonflikte abzumildern und Synergien zwischen den SDGs zu verbessern.  Dies erfordert, dass alle wichtigen Stakeholder einbezogen werden und dass Wissenschaft, Politik und Praxis im Bereich Bodenmanagement zusammenarbeiten.

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Finanzierung
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Team
Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
Landmanagement, Boden, Co-Creation, Roadmap, Mission zu Bodengesundheit und Ernährung, Forschung und Innovation
Europa
Co-Creation, Multi-Akteurs-Ansatz, Roadmap-Entwicklung