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Potenziale der effizienten Wassernutzung in den Sektoren Industrie, Landwirtschaft, Öffentliche Wasserversorgung

Photo by Sercan Naya via unsplash

Potenziale der effizienten Wassernutzung in den Sektoren Industrie, Landwirtschaft, Öffentliche Wasserversorgung

Projekt
Dauer
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Deutschland muss seine Wasserressourcen unter veränderten Bedingungen bewirtschaften. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und häufigere Trockenperioden senken die Grundwasserstände und Abflüsse. Gleichzeitig erhöhen neue Nachfragequellen wie die Wasserstofferzeugung und die Kühlung von Rechenzentren den Druck. Konkurrierende Ansprüche der öffentlichen Wasserversorgung, der Landwirtschaft, der Industrie, des Energiesektors und der Ökosysteme erhöhen das Potenzial für Verteilungskonflikte. In einigen Bereichen wurden bereits Effizienzsteigerungen erzielt, beispielsweise durch geringere Wasserverluste in der öffentlichen Wasserversorgung und die Wiederverwendung von Wasser in der Industrie. Allerdings hat die landwirtschaftlich bewässerte Fläche deutlich zugenommen, und ein erheblicher Teil der Bewässerung erfolgt weiterhin mit vergleichsweise ineffizienten Verfahren.

Das Projekt unterstützt das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Es trägt zur Umsetzung von Maßnahme 10 der Nationalen Wasserstrategie Deutschlands bei, die technische Lösungen zur Verringerung des Wasserverbrauchs, ein sektorübergreifendes Wassernachfragemanagement sowie Standards für eine effiziente Wassernutzung vorsieht. Darüber hinaus steht das Projekt im Zusammenhang mit der EU-Strategie für Wasserresilienz, die darauf abzielt, die Wassereffizienz bis 2030 um 10 % zu steigern.

Das Projekt verfolgt drei Ziele. Erstens wird eine konsistente Übersicht über Wassernutzung, Effizienzpotenziale und technische Lösungen in der Industrie (einschließlich der Energieversorgung), der Landwirtschaft und der öffentlichen Wasserversorgung erstellt. Zweitens werden bislang ungenutzte Potenziale identifiziert und in ihrer Größenordnung abgeschätzt. Drittens wird untersucht, welche regulatorischen, ökonomischen, technischen und gesellschaftlichen Faktoren die Umsetzung wassersparender Maßnahmen fördern oder hemmen. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für das Wassernachfragemanagement, zukünftige Effizienzstandards und politische Handlungsempfehlungen dienen.

Die Arbeiten gliedern sich in fünf zentrale Arbeitspakete:

  • Forschungsrahmen (AP1): Aufbereitung von Literatur, Daten und Definitionen zur Wassernutzung sowie Entwicklung von Kriterien für die Priorisierung von Sektoren und Prozessen.
  • Ist-Zustand (AP2): Erhebung von Daten zur Wassernutzung sowie Bewertung des Stands der Technik und des Verbreitungsgrads wassersparender Maßnahmen.
  • Umweltnebenwirkungen (AP3): Bewertung möglicher negativer Umweltwirkungen wassersparender Maßnahmen, einschließlich Rebound-Effekten, bei denen Effizienzgewinne durch einen höheren Verbrauch teilweise oder vollständig aufgehoben werden.
  • Rahmenbedingungen (AP4): Analyse von fördernden Faktoren, Hemmnissen und Wechselwirkungen, die die Umsetzung beeinflussen. Dazu gehört auch ein räumlicher Vergleich von Gebieten mit hohem Wasserstress und Gebieten mit hohem Wasserbedarf in bis zu drei Untersuchungsregionen.
  • Empfehlungen (AP5): Abschätzung theoretischer Einsparpotenziale, vertiefte Quantifizierung von drei ausgewählten Potenzialen und Ableitung von Handlungsempfehlungen.

Begleitend zu den Arbeitspaketen finden drei eintägige sektorale Workshops zu den Bereichen Landwirtschaft, öffentliche Wasserversorgung sowie Industrie und Gewerbe einschließlich Energieversorgung statt. Sie bringen Vertreter:innen aus Praxis, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft zusammen. Die Ergebnisse der Workshops fließen unmittelbar in die Analysen des Projekts ein.

Rolle des Ecologic Instituts

Das Ecologic Institut leitet das Projekt im Konsortium mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB). Über das laufende Projektmanagement und Qualitätssicherung hinaus leitet EI die Arbeitspakete eins, vier und fünf und unterstützt die Arbeiten in AP2 und 3. Das Events-Team des Ecologic Instituts konzipiert, moderiert und dokumentiert die drei Sektor-Fachworkshops. 

KWB, der Konsortialpartner, leitet AP2 und AP3 und wirkt an den übrigen Arbeitspaketen mit.

Technische Lösungen allein reichen nicht aus; auch regulatorische, wirtschaftliche, technische und soziale Rahmenbedingungen beeinflussen ihre Umsetzung.

Kontakt

Finanzierung
Partner
Team
Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
Wassereffizienz, Wassernutzung, Wasserknappheit, Wasserstress, Wasserresilienz, Nachfragemanagement, Landwirtschaft, Industrie, Energieversorgung, öffentliche Wasserversorgung, wassersparende Technologien, Nationale Wasserstrategie
Deutschland; ausgewählte regionale Untersuchungsgebiete in Deutschland
Literatur- und Datenanalyse, Experteninterviews, multikriterielle Analyse, Stakeholder-Workshops, Politik- und Rahmenbedingungenanalyse, GIS-basierte räumliche Analyse, szenariobasierte Abschätzung von Wassereinsparpotenzialen