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Ressourceneffizienz und natürliche Ressourcen im internationalen Kontext III
Wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige Ressourcenpolitik stärken
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Der weltweite Rohstoffverbrauch steigt weiter an. Damit wächst auch der Druck auf die Umwelt: Die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen tragen erheblich zum Klimawandel, zum Verlust der biologischen Vielfalt und zur Umweltverschmutzung bei. Gleichzeitig gewinnt die Sicherung einer verlässlichen Rohstoffversorgung zunehmend an politischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Die Energie- und Mobilitätswende, die Digitalisierung und der industrielle Wandel erhöhen die Nachfrage nach kritischen und strategischen Rohstoffen. Geopolitische Spannungen und Störungen globaler Lieferketten verdeutlichen zudem die Verwundbarkeit bestehender Versorgungsstrukturen.
Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit einer Ressourcenpolitik, die ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Resilienz miteinander verbindet. Die Verringerung des Primärrohstoffverbrauchs, eine höhere Ressourceneffizienz und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft können dazu beitragen, Umweltbelastungen zu reduzieren, Importabhängigkeiten zu verringern und die Rohstoffversorgung langfristig zu sichern. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es integrierter Politikansätze, die sowohl die planetaren Belastungsgrenzen als auch wirtschaftliche und geopolitische Herausforderungen berücksichtigen.
Vor diesem Hintergrund unterstützt das Projekt das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Umweltbundesamt (UBA) durch wissenschaftliche Analysen, politische Bewertungen und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen. Aufbauend auf den Vorgängerprojekten „Ressourceneffizienz und natürliche Ressourcen im internationalen Kontext I und II“ untersucht es aktuelle Entwicklungen der internationalen, europäischen und nationalen Ressourcenpolitik und bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse für die politische Entscheidungsfindung auf.
Ziel des Projekts ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine integrierte Ressourcenpolitik zu stärken, die Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Rohstoffversorgung gemeinsam voranbringt. Die Arbeiten konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte:
- Internationale Ressourcenpolitik und wissenschaftliche Analysen: Auswertung zentraler Studien, Forschungsergebnisse und politischer Entwicklungen, insbesondere des International Resource Panel (IRP) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), der OECD, der G7-Allianz für Ressourceneffizienz (G7-ARE), der G20 sowie der UN-Klimakonferenzen (COPs). Dazu gehört auch die fachliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des IRP-Lenkungsausschusses.
- Kritische und strategische Rohstoffe: Analyse von Rohstoffwertschöpfungsketten mit besonderem Fokus auf Kreislaufführung, Ressourcenschonung sowie die Umweltauswirkungen der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung.
- Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS): Wissenschaftliche Begleitung ausgewählter Maßnahmen zur Umsetzung der NKWS, insbesondere in den Bereichen internationale Zusammenarbeit und Stakeholderdialog.
Das Ecologic Institut leitet und koordiniert das Projekt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Der Schwerpunkt der Arbeiten des Ecologic Instituts liegt insbesondere auf der Analyse und Bewertung wissenschaftlicher Studien und ressourcenpolitischer Entwicklungen zur Unterstützung einer evidenzbasierten Ressourcenpolitik.