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Energieeffizienz: Schlüssel zur Begegnung klimapolitischer und ökonomischer Herausforderungen

Energieeffizienz: Schlüssel zur Begegnung klimapolitischer und ökonomischer Herausforderungen
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Energieeffizienz: Schlüssel zur Begegnung klimapolitischer und ökonomischer Herausforderungen

Veranstaltung
Datum
17. Mai 2011
Aktive Rolle
Christian Noll

Bei den Anstrengungen, die Wirtschaft ohne nennenswerte CO2-Emissionen und ohne die Nutzung von Atomkraft mit Energie zu versorgen, kann das Potenzial der Energieeffizienz der Schlüssel zum Erfolg sein. Dennoch wird dieses Potenzial sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen Ländern noch nicht ausgeschöpft. Wie die Energieeffizienz erhöht werden kann war die Kernfrage beim Riverside Chat des Ecologic Instituts am 17. Mai 2011 mit Christian Noll, CEO der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) und Hans-Joachim Ziesing, Senior Policy Advisor beim Ecologic Institut.

Der Riverside Chat fand im Kontext eines Besucherprogramms zum Thema Klima und Energiepolitik mit Experten und Fachjournalisten aus Lateinamerika statt, das vom Auswärtigen Amt finanziert wurde.

In seiner einführenden Präsentation hob Christian Noll die Bedeutung der Energieeffizienz hervor. Sie sei weltweit der Schlüssel zur Bewältigung der energiepolitischen Herausforderungen. Gleichzeitig sei Energieeffizienz auch aus volkswirtschaftlicher und privatwirtschaftlicher Sicht gewinnbringend und notwendig, da sie zur Abwendung des Klimawandels unerlässlich sei. „Die sauberste Energie ist die, die nicht verbraucht wird”. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) sei es notwendig und möglich, den Energieverbrauch bis 2050 um ein Viertel zu senken, wobei der Anteil der Energieeffizienz über 50% ausmachen könne. Für die Wirtschaft sei Energieeffizienz deshalb von großer Bedeutung, weil die Versorgungssicherheit verbessert werden könne. Gleichzeitig können die Netze entlastet und die Abhängigkeit von Energieimporten verringert werden. Sie biete ausserdem erhebliches Potenzial für Investitionen (z.B. für die lokale Bauwirtschaft aber auch im Kontext internationaler Exporte von Technologien. Bei der anschliessenden Diskussion mit der lateinamerikanischen Delegation, die von Hans-Joachim Ziesing moderiert und kommentiert wurde, kamen folgende Themen zur Sprache:

  • Die Bedeutung des Gebäudesektors (v.a. das Potenzial von Null-Energie- und Passivhäusern)
  • Erneuerbare Energien Ressourcen in Lateinamerika
  • Herausforderung und Chancen für einer Energieversorgung ohne fossile Energieträger und die Nutzung von Kernenergie
  • Politische und gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland (z.B. Erneuerbare-Energien-Gesetz)
  • Institutionelle und politische Herausforderungen in Lateinamerika für die Einführung ähnlicher Politiken

Bei den Teilnehmern des Abends bestand am Ende der Diskussion ein Konsens darüber, dass regionale Kooperationen in Lateinamerika zur Steigerung der Energieeffizienz und der Förderung der Produktion erneuerbarer Energien nötig seien. Es gab große Übereinstimmung darüber, dass die Steigerung der Energieeffizienz nicht nur eine umweltpolitische Notwendigkeit sei, sondern auch wirtschaftliche Chancen biete und dass eine Zusammenarbeit zwischen Ländern in Lateinamerika und Deutschland bei technischer Unterstützung und im Erfahrungsaustausch wünschenswert sei. 

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