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Politikansätze an der Schnittstelle von Klimawandel, Wasserkonflikten und menschlicher Sicherheit

Politikansätze an der Schnittstelle von Klimawandel, Wasserkonflikten und menschlicher Sicherheit

TimeLoc
28. Oktober 2011
Addis Abeba

Die Anpassung an den Klimawandel stellt die äthiopische Gesellschaft vor große Herausforderungen. Das Symposium "Anpassung an den Klimawandel, Wassermanagement und menschliche Sicherheit" zielte darauf ab, Möglichkeiten zur Verbesserung des Designs und der Implementierung aktueller Politikansätze zur Anpassung zu ermitteln. Rodrigo Vidaurre vom Ecologic Institut hielt eine einführende Präsentation und moderierte eine Roundtable-Diskussion zu Politikansätzen zur Anpassung an den Klimawandel in Äthiopien.

An der Diskussion nahmen äthiopische Politikexperten aus verschiedenen Fachrichtungen und Institutionen, sowie Forscher von den CLICO-Projektpartner Universität Addis Abeba und Tyndall Centre for Climate Change Research teil.

Das Symposium wurde im Rahmen des CLICO Projekts durchgeführt. CLICO ist ein EU-Forschungsvorhaben, das sich den Beziehungen zwischen Klimawandel, klimabedingten Wasserkonflikten, und menschlicher Sicherheit befasst. Das Ecologic Institut forscht im Rahmen dieses Projektes zu heutigen und künftigen Politikanansätzen, die diese Themen addressieren (vorläufige Ergebnisse finden sie hier).

Rodrigo Vidaurre moderierte die Roundtable-Diskussion als Teil einer Forschungsreise nach Äthiopien, in der er Interviews mit verschiedenen Politikakteuren von nationalen und internationalen Organisationen durchführte. Ähnliche Forschungsreisen wurden vor kurzem von den Ecologic Mitarbeitern Christiane Gerstetter (in den palästinensischen Gebieten) und Haran Bar-On (in Israel) durchgeführt.

Die Anpassung an den Klimawandel in Äthiopien hängt eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes sowie auch mit weiteren Umweltherausforderungen zusammen. Äthiopien steht vor besonderen Herausforderungen angesichts der Tatsache, dass über 80% der Bevölkerung für ihre Existenzgrundlage auf Regenfeldbau angewiesen ist.

Obwohl Äthiopien immer noch zu den Least Developed Countries (LDCs) gehört, weist es seit einigen Jahren zweilstellige Wachstumsraten vor, die das Land rasant verändern.

Wirtschaftliche Entwicklung wird als Schlüssel zu einer verbesserten Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung betrachtet – allerdings sind einige der Mittel, die die Regierung zur wirtschaftlichen Entwicklung einsetzt, umstritten. So wird beispielsweise die Unterstützung für großflächige Agrarindustrien (auch als "land-grabbing" bekannt), wegen ihrer schwerwiegenden Folgen für Teile der Bevölkerung kritisiert.