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Beteiligung von Entscheidungsträgern und Betroffenen bei der Erarbeitung nationaler Anpassungsstrategien in den baltischen Staaten

Beteiligung von Entscheidungsträgern und Betroffenen bei der Erarbeitung nationaler Anpassungsstrategien in den baltischen Staaten

TimeLoc
30. Mai 2012
Tallinn

Das Projekt BaltClim unterstützt den Prozess der Erarbeitung nationaler Anpassungsstrategien an den Klimawandel in den baltischen Staaten. An einem Arbeitstreffen in Tallinn (Estland) am 29. und 30. Mai 2012 nahm Dr. Grit Martinez, Ecologic Institut, als Mitglied einer Gruppe deutscher Experten teil, die mit Vertretern aus Litauen, Lettland und Estland Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsstrategien austauschten. Im Zentrum ihrer Präsentation standen Erkenntnisse aus dem RADOST-Projekt (Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste) hinsichtlich der Beteiligung unterschiedlicher Akteure und Interessengruppen. Die Vortragsfolien der deutschen Experten stehen zum Download zur Verfügung.

Auf dem Treffen diskutierten Vertreter der Umweltministerien sowie Wissenschaftler aus den drei baltischen Staaten Herangehensweisen bei der Erarbeitung nationaler Anpassungsstrategien mit Experten aus Ministerien, Forschungs- und Beratungseinrichtungen und weiteren Institutionen aus Finnland und Deutschland. Wichtige Diskussionspunkte bildeten die Notwendigkeit regionalisierter Forschungsdaten, die Ermittlung besonders betroffener Bereiche und die Durchführung von Risiko- und Verletzlichkeitsabschätzungen in Litauen, Lettland und Estland. Es wurde festgestellt, dass eine steigende Zahl von Akteuren in der Ostseeregion dabei sind, die Anpassung an den Klimawandel durch Information, Kapazitätsaufbau und praktisches Handeln voranzutreiben. In den baltischen Staaten sind besonders auf der lokalen und regionalen Ebene Kooperationen und Partnerschaften von Fachverwaltungen, politischen Entscheidungsträgern und anderen Beteiligten erforderlich, um die bestehende und zukünftige Verletzlichkeit gegenüber dem Klimawandel abzuschätzen und gemeinsam Umsetzungsprojekte zu entwickeln.

Dr. Grit Martinez, Leiterin des vom Ecologic Institut koordinierten RADOST-Projektes ging in ihrer Präsentation auf Beispiele guter Anpassungspraxis in der Ostseeregion ein und betonte, wie wichtig es ist, soziokulturelle, politische und wirtschaftliche Gegebenheiten der jeweiligen Region zu berücksichtigen, um die dortigen Akteure erfolgreich einzubinden.

Wesentliche Empfehlungen der deutschen Expertengruppe an die Verantwortlichen in den baltischen Staaten bestanden darin,

  • eine enge Zusammenarbeit mit Anbietern von Klimadaten in der Ostseeregion anzustreben,
  • die verfügbaren Klimadaten eingehend auszuwerten, um zu belastbaren landesspezifischen Einschätzungen für Litauen, Lettland und Estland zu gelangen,
  • alle relevanten Akteure auf transparente Weise einzubeziehen, um zu gewährleisten, dass sie sich mit den Anpassungsstrategien und –maßnahmen identifizieren und sie dauerhaft unterstützen,
  • weitere Expertentreffen mit Ministeriumsvertretern der drei baltischen Staaten einzuberufen, um die Kenntnis von Verfahrensweisen für die Erarbeitung nationaler Anpassungsstrategien und den Austausch mit regionalen Akteuren zu Beispielen guter Praxis zu vertiefen.

Die Veranstaltung wurde organisiert und geleitet vom Baltic Environmental Forum (BEF), das in Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) das Projekt BaltClim koordiniert. BaltClim wird durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt unterstützt.

Die Präsentationen der deutschen Expertengruppe können hier heruntergeladen werden:


Veranstalter
Datum
30. Mai 2012
Ort
Tallinn,
Schlüsselwörter
Klimawandel, Anpassung, Nationale Anpassungsstrategien, Ostseeregion, RADOST, Baltische Staaten, Lettland, Litauen, Estland