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The Impact of Biotechnology on Developing Countries

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The Impact of Biotechnology on Developing Countries

Publikation
Zitiervorschlag

Kaphengst, Timo und Lucy Smith 2013: The Impact of Biotechnology on Developing Countries. Ecologic Institute, Berlin.

Timo Kaphengst und Lucy Smith (beide Ecologic Institut) fassen in dem Briefing die Vor- und Nachteile des zunehmenden Anbaus von genetisch veränderten Organismen in Entwicklungsländern zusammen. In den untersuchten Ländern wirkt sich der Einsatz von Biotechnologie sehr unterschiedlich aus. Abhängig von nationalen und internationalen Governancestrukturen können genetisch veränderte Organismen den landwirtschaftlichen Export einerseits zwar steigern, andererseits aber auch zu großen Abhängigkeiten von Lieferanten führen und eine Bedrohung für Kleinbauern sein. Da genetisch veränderte Organismen zudem die Biodiversität reduziert, sollten diese in Entwicklungsländern nicht weiter gefördert werden.

Der Anbau von genetisch veränderten Organismen in Entwicklungsländern wurde in den letzten Jahren stetig ausgebaut. Über die Hälfte der weltweiten Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Organismen von insgesamt über 160 Millionen Hektar im Jahr 2011 befindet sich in Entwicklungsländern.

Das Briefing untersucht folgende Fragen: Kann Biotechnologie die in sie gesteckte Hoffnung im Kampf gegen den weltweiten Hunger erfüllen? Welche Auswirkungen hat ihr Einsatz auf die Ertragsfähigkeit der bestehenden landwirtschaftlichen Strukturen in Entwicklungsländern? Und nicht zuletzt: Welche Folgen ergeben sich für die Biodiversität?

Das von Timo Kaphengst und Lucy Smith vom Ecologic Institut erstellte Briefing [pdf, 800 kB, Englisch] wurde innerhalb des Rahmenvertrags Entwicklungspolitik für das Europäische Parlament ausgearbeitet. Es fasst sowohl die Vor- als auch die Nachteile und Gefahren durch den zunehmenden Anbau von genetisch veränderten Organismen in Entwicklungsländern zusammen.

In Monokulturen werden zunehmend genveränderte Feldfrüchte für den Export (z.B. Soja oder Mais) statt für den Eigenbedarf (wie etwa Hirse oder Maniok) angebaut. Dies kann zu großen Abhängigkeiten von westlichen Saatgutlieferanten und einer existentiellen Bedrohungen für Kleinbauern führen. Ohne soziale Sicherungssysteme können Missernten so katastrophale Auswirkungen haben. Langfristig kann nur eine robuste, nachhaltige und damit auf Sortenvielfalt ausgelegte Landwirtschaft Nahrungssicherheit gewährleisten. Die bisher geförderte Biotechnologie gefährdet sowohl die traditionellen Anbaufrüchte als auch die Artenvielfalt insgesamt.

Genetisch veränderte Organismen sollten in Entwicklungsländern nicht weiter gefördert werden.

Kontakt

Sprache
Englisch
Autorenschaft
Lucy Olivia Smith
Jahr
Umfang
21 S.
ISBN
978-92-823-4131-5
DOI
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Entwicklungsland, Biotechnologie, genetisch veränderte Organismen, Nahrungsmittelsicherheit, Biodiversität