Ursula von der Leyen (Präsidentin der Europäischen Kommission) bezeichnete den European Green Deal als "Europas Mann-auf-dem-Mond-Moment". Mit diesem Plan will die Europäische Union bis 2050 Klimaneutralität erreichen, die Natur schützen und die europäische Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig umgestalten. Doch was genau ist der European Green Deal? Welche Rolle spielt er in unserem täglichen Leben? Und welche Herausforderungen bringt er mit sich? In unserer Podcast- und Webinarreihe "Green Deal - Big Deal?" gehen wir diesen Fragen kritisch auf den Grund und diskutieren mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verschiedene Aspekte des Europäischen Green Deals.
Dieser Artikel beschreibt das Projekt "Dürre und Wasser-Nutzungskonflikte in Deutschland (WADKlim)", die Herangehensweise und Ziele sowie den Kontext in Deutschland. Das Projekt gibt einen bundesweiten Überblick über die aktuelle Wasserverfügbarkeit und ihre zukünftige Entwicklung unter den Bedingungen des Klimawandels. Es analysiert sich abzeichnende Nutzungskonflikte und entwickelt mögliche Lösungsstrategien. So wird beispielsweise ein Konzept für regionale Wasserbeiräte zur Stärkung der sektorübergreifenden Koordination erarbeitet. Außerdem wird das Potenzial der Wasserwiederverwendung zur Bewässerung in städtischen Gebieten untersucht.
Dieser Bericht zielt darauf ab, 1) deutschen und EU-Stakeholdern und Entscheidungsträgern evidenzbasiertes Material zur Verfügung zu stellen, um die Logik des deutschen GAP-Strategieplans zu untermauern, und 2) einen Bezugspunkt für die Bewertung der eigenen Bedarfsanalyse der deutschen Regierung in ihrem GAP-Strategieplan zu liefern.
In dieser Übersicht analysieren Doris Knoblauch und Linda Mederake vom Ecologic Institut den thematischen Schwerpunkt von 45 Artikeln (veröffentlicht 2019-2021), die sich mit staatlichen Maßnahmen zur Regulierung der Plastikverschmutzung befassen. Die in den Aufsätzen beschriebenen und zwischen 2016 und 2021 eingeführten politischen Maßnahmen werden in vier Kategorien eingeteilt: Produktion – Verbrauch – Entsorgung – Kreislaufkonzepte. Der Artikel ist frei zugänglich und steht zum Download bereit.
Einem neu erschienenen Bericht der EEA zufolge, an dem das Ecologic Institute als Mitautor beteiligt war, ist Europa ernsthaft von Wasserstress bedroht, ein Problem welches sich durch den Klimawandel noch weiter verschärfen wird. Der Bericht "Water resources across Europe – confronting water stress: an updated assessment" mahnt politische Entscheidungsträger zu einem Wandel, von Krisenmanagement hin zu mehr Risikomanagement, um irreversible Schäden von Natur und Mensch abzuwenden. Der Bericht betont die Notwendigkeit von mehr Effizienz in der menschlichen Wassernutzung, sowie von einer gesteigerten Resilienz der Ökosysteme.
Berlin hat beim Klimaschutz viel vor. Eine große Baustelle ist die Wärmewende: Um bis spätestens 2045 klimaneutral zu werden, müssen rund 360.000 Wohn- und Nichtwohngebäude der Hauptstadt umweltfreundlich mit Raumwärme und Warmwasser versorgt werden. Zusätzlich müssen alle Neubauten ressourcenschonend geplant und errichtet werden. Neben organisatorischen und technischen Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimaschonenden Wärmeversorgung ist eine Schlüsselfrage, wie das sozial gerecht gelingen kann, damit Mieten auch für einkommensschwache Gruppen bezahlbar bleiben. Am 2. November 2021 trugen fünf führende Berliner Institute der Nachhaltigkeitsforschung auf der Tagung „Wissen. Wandel. Berlin. 2021“ Lösungsansätze für klimaneutrales Wohnen und Bauen zusammen und luden Akteure aus der Stadt zur Diskussion ein.
Piria, Raffaele 2021: Critical Review of the IPHE Working Paper "Methodology for Determining the GHG Emissions Associated with the Production of Hydrogen". adelphi, Öko-Institut, Berlin, Oktober 2021.
Am 14. Juli 2021 schlug die Kommission Änderungen der Verordnung 2018/842 vor – von vielen noch "Lastenteilungsverordnung" genannt. Diese Verordnung deckt mehr als 60 % der EU-Treibhausgasemissionen ab. Ihre Überarbeitung ist ein wesentliches Element des "Fit for 55" Pakets der EU Kommission. Als Beitrag zu dieser Debatte schlägt dieses Papier des Ecologic Instituts Änderungen des Kommissionsvorschlags vor. Diese Änderungen dienen vor allem dazu, dass die gesamte Klimapolitik der EU zu Klimaneutralität im Jahr 2050 und Nettonegativemissionen danach beiträgt.
Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, die EU bis 2050. Beide Ziele wurden 2021 rechtlich verbindlich verankert, ein wichtiger Durchbruch auf dem Weg zum strukturellen Umbau zu einer klimafreundlichen Wirtschaftsweise. Welche weiteren Durchbrüche sind nötig um diesen Wandel in der Gesellschaft zu verankern und seine Umsetzung zu ermöglichen? Wie kann die Verantwortung von Individuen wie Wirtschaftsakteuren für Klimaschutz realisiert werden?
In diesem Projekt recherchierte und analysierte das Ecologic Institut 17 inspirierende Beispiele, wie Unternehmen und Wissenschaftler:innen die Kreislaufwirtschaft in die Praxis umsetzen: vom Recycling von Baumaterialien und Metallen, über die Verbesserung der Sortierung und des Recyclings von Kunststoffen, bis hin zu neuen Geschäftsmodellen, die dazu beitragen, Abfälle in Rohstoffe zu verwandeln oder Materialien durch Dienstleistungen länger im Kreislauf zu halten. Die Fallbeispiele stammen aus unterschiedlichen, für Hessen besonders bedeutsamen Branchen und zeigen die breite Anwendbarkeit der vorgestellten Methoden.
Im Projekt "Strategien und Beiträge für die nationale Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungsziels 12" wurde ein systematisches Aktivitäten-Monitoring zur nationalen und internationalen Umsetzung von SDG 12 durch Deutschland aufgebaut, um den Umsetzungsstand – zusätzlich zu den UN- und DNS-Nachhaltigkeits-Indikatoren zum SDG 12 – zu erfassen und daraus Handlungsoptionen abzuleiten. Dieser Bericht stellt die Projektergebnisse dar.
Die Klimakrise belastet Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt. Da extreme Wetterereignisse immer häufiger auftreten, müssen Städte zusammenarbeiten, um wirksame naturbasierte Lösungen (NBS) zur Anpassung an das sich verändernde Klima zu finden. Als federführender Partner des BEGIN-Projekts hat die niederländische Stadt Dordrecht Städte, Praktiker*innen, Forscher*innen und Bürger*innen eingeladen, sich an der Diskussion über die Zukunft lebenswerter Städte zu beteiligen. Hierzu wurde am 20. Oktober 2021 die NEXT LEVEL 2021 Konferenz als Hybridveranstaltung durchgeführt. McKenna Davis vom Ecologic Institut wurde als Expertin eingeladen, um über NBS Governance und Politik zu referieren.
Die Debatte in der EU über die Entnahme von Kohlendioxid (CDRs) gewinnt an Fahrt, ist aber in wichtigen Teilen noch ein Rätsel. Grundlagen eines EU-Rahmens für CDR sind unklar. Eine CDR-Strategie der EU könnte wichtige Fragen klären. Sie kann helfen, die notwendige politische Debatte über CDRs anzustoßen. Dieses Papier des Ecologic Instituts diskutiert eine CDR-Strategie für die EU. Es untersucht, warum die EU eine CDR-Strategie haben sollte, und diskutiert die Hauptelemente einer CDR Strategie.
Das Netzwerk der unabhängigen Institute der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung wird zehn Jahre alt. 2011 haben sich acht gemeinnützige Wissenschaftseinrichtungen – darunter das Ecologic Institut – zum Ecological Research Network (Ecornet) zusammengeschlossen. Ihr Ziel: die wissenschaftliche Arbeit rund um Nachhaltigkeit, Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz noch stärker in den öffentlichen und politischen Fokus zu rücken. Ihr gemeinsames Ziel: wissenschaftlichen Background für die Gestaltung einer nachhaltigen Welt liefern, Lösungen für die dafür notwendigen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln und Handlungsoptionen mit den vielfältigen Akteuren zu diskutieren.
Am 14. Oktober 1971 wurde das erste Umweltprogramm der Bundesrepublik unter einer sozialliberalen Regierungskoalition verabschiedet. Es markiert den Beginn einer Ära der politischen Verantwortung für die durch Menschen verursachten Veränderungen in Natur und Umwelt, aber auch den Anspruch, Bürgerinnen und Bürger im politischen Diskurs an ökologischen Fragen teilhaben zu lassen. Nicht zuletzt erhebt das Umweltprogramm die Umweltfrage zu einer Frage von sozialer Dimension. Anlässlich des 50. Jahrestages des Umweltprogramms führt das Ecologic Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt eine zeithistorische Untersuchung zur deutschen Umweltpolitik seit 1971 durch.