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Geoengineering und Regierungsgewalt in Internationalen Gebieten

Geoengineering und Regierungsgewalt in Internationalen Gebieten

Timeloc
22 April 2009
Washington, DC
Vereinigte Staaten von Amerika

Geoengineering, die zweckgeleitete und großräumige Veränderung der natürlichen Umwelt, trifft derzeit auf gesteigertes Interesse, nicht zuletzt aufgrund des Artikels "The Geoengineering Option" von David Victor und anderen in Foreign Affairs. Zusammen mit der Foundation for the Good Governance of International Spaces veranstaltete das Ecologic Institut am 22. April 2009 in Washington DC diesen Lunch. Ehrengäste waren Paul Berkman, Scott Polar Institute, University of Cambridge, und Ralph Czarnecki, Ecologic Institut.

Von Manchen wird Geoengineering als vielversprechender Weg gesehen, den Ausstoß von Treibhausgasen auszugleichen und der Erderwärmung entgegenzuwirken.  Beispiele sind die Beschattung der Erdoberfläche durch das Einbringen von Schwefelpartikeln in die obere Atmosphäre, wo sie das Sonnenlicht reflektieren, oder das Düngen von Meeresregionen mit Eisen in der Hoffnung, Algenblüten herbeizuführen, die Kohlendioxid binden wenn die Algen sterben und auf den Meeresboden sinken. Es liegt in der Natur der Sache, dass es Geoengineering-Ideen nie an Ehrgeiz mangelt.

Geoengineering würde in vielen Fällen in Gebieten außerhalb staatlicher Hoheit vorgenommen, oder die natürliche Umwelt in diesen Gebieten sowie globale Ökosysteme wie die Atmosphäre verändern.  Gegenwärtig ist unklar, welche Regeln beim Geoengineering beachtet werden müssen, wie erforderlichenfalls eine einzelstaatliche Maßnahme mit globalen Konsequenzen gestoppt werden könnte, welche Folgeprüfung durchgeführt werden müssen, wer in welchem Umfang haftet falls etwas schief geht, oder wie die Aktivitäten mehrerer hier aktiv werdender Staaten untereinander abgestimmt werden sollten.

Das Lunch diente dazu, die Herausforderungen auszuloten, die rechtliche und politische Ausgangslage in internationalen Gebieten zu klären und die gegebenenfalls notwendigen Reaktionen durch die USA, die EU sowie durch Koordination auf der internationalen Ebene zu besprechen.

Das Lunch war ein Teil der Eröffnungswoche für das Ecologic Institut in Washington DC und stellt den Beginn einer strategischen Kooperation mit der Foundation for the Good Governance of International Spaces dar.


Speaker
Paul Berkman
Ralph Czarnecki
Date
22 April 2009
Location
Washington, DC, Vereinigte Staaten von Amerika
Language
German