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Weiterentwicklung des Förderprogramms Klimaschutz-Plus in Baden-Württemberg

Weiterentwicklung des Förderprogramms Klimaschutz-Plus in Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg hat seine Klimapolitik 2013 neu ausgerichtet. Das verändert auch die Ausgangslage für Klimaschutz-Plus, ein Förderprogramm, das Bestandteil der Klimapolitik des Landes ist. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) und das Ecologic Institut unterstützten das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg bei der Weiterentwicklung des Förderprogramms Klimaschutz-Plus. Dabei wurde Wert auf eine enge Kooperation mit den potentiellen Fördernehmern, sowie den Koordinatoren des Förderprogrammes gelegt.

Seit 2002 fördert das Land Baden-Württemberg mit dem Programm Klimaschutz-Plus Investitionen in die energetische Gebäudesanierung und Energieeffizientere Gebäudetechnik. Dabei richtet sich die Förderung an Kommunen, Vereine, kirchliche Einrichtungen und Unternehmen.  Gesteuert wird das Programm durch die L-Bank und die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA).

Das 2013 beschlossene Klimaschutzgesetz (KSG) des Landes setzt das Ziel, die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25% zu senken. Das daraus abgeleitete Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) benennt wesentliche Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, etwa die Modernisierung der Energienetze im Land oder das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2050 auf 86 % zu erhöhen. Neben diesen Entwicklungen auf Landesebene haben auch Maßnahmen des Bundes die Ausgangslage für das Förderprogramm Klimaschutz Plus verändert. Diesen neuen Rahmen analysierten die Projektpartner zusammen mit den Koordinatoren und den potentiellen Empfängern des Programms. Auf Grundlage dieser Analyse wird Klimaschutz-Plus in die Neuausrichtung der Klimapolitik des Landes eingebettet.

25% weniger Treibhausgase bis 2020 in Baden Württemberg - Die Einbettung von Klimaschutz-Plus

Klimaschutz-Plus richtet sich gezielt an Akteure (Kommunen, kirchliche Einrichtungen, Vereine und Unternehmen) die eine Vorbild-Funktion bei der Erreichung der Klimaziele haben. Damit die Akteure ihrer Vorbildfunktion gerecht werden können, muss Klimaschutz-Plus zusammen mit den beteiligten Akteuren so weiterentwickelt werden, dass es auch in der kommenden Förderperiode so gut wie möglich dazu beiträgt, das 25%-Ziel zu erreichen. Um dies zu erreichen analysierten die Projektpartner, ob Klimaschutz-Plus andere Förderprogramme flankieren kann oder ob es zu vermeidende redundante Förderungen gibt. Diese Ergebnisse wurden in Kombination mit den Maßnahmen des IEKK betrachtet . Anhand dieser Analyse entwickelten das IFEU und das Ecologic Institut gemeinsam mit dem Umweltministerium in Stuttgart neue Ansatzpunkte für Klimaschutz-Plus. Diese Punkte wurden zusammen mit den am Förderprogramm beteiligten Akteuren diskutiert.

Durch intensiven Austausch die Qualität sicherstellen

Das Ecologic Institut unterstützte zusammen mit dem IFEU das Land Baden-Württemberg bei der Erreichung dieser Ziele. Gemeinsam wurde von beiden Instituten der rechtlichen Rahmen abgesteckt, die mit den Akteuren vor Ort entwickelten Ideen ausgearbeitet, die Kommunikation koordiniert und die Analyse anderer Förderprogramme vorgenommen. Der Austausch mit den beteiligten Akteuren erfolgte in mehreren Schritten. Bei einem ersten Workshop wurden mit Mitarbeiter/innen der L-Bank, sowie der KEA Verbesserungsmöglichkeiten der internen Abstimmung erarbeitet. Erste Ergebnisse wurden kommunalen Antragstellern in einem Werkstattgespräch vorgestellt und zusammen mit diesen diskutiert. Zum Abschluss des Projektes gab es einen Workshop, in dem die Endergebnisse vorgestellt und diskutiert wurden.


Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Juli 2015 bis Dezember 2015
Projektnummer
2556
Schlüsselwörter
Klima, Städte, Politikevaluation, Baden-Württemberg, Deutschland