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Naturbasierte Lösungen und grüne Infrastruktur: Unterstützung in der Politik und Möglichkeiten des Mainstreamings

Naturbasierte Lösungen und grüne Infrastruktur: Unterstützung in der Politik und Möglichkeiten des Mainstreamings

TimeLoc
20. September 2017
21. September 2017
Malmö
Schweden

Grüne Infrastruktur (GI) und naturbasierte Lösungen (NBS; engl. nature based solutions) gewinnen zunehmend an Bedeutung, wenn es um die Bewältigung von verschiedenen städtischen Herausforderungen und die Erreichung von politischen Zielen geht. Dennoch stellt sich weiterhin die Frage wie NBS und GI auf weiter Ebene implementiert werden können und inwiefern die aktuellen politischen Rahmenbedingungen diesen Prozess tatsächlich unterstützen. Mit diesen und anderen Fragen befassten sich McKenna Davis und Sandra Naumann vom Ecologic Institut in verschiedenen Sessions auf der internationalen Konferenz "Urban Green Infrastructure – Connecting People and Nature for Sustainable Cities". Die Konferenz, die am 20. und 21. September 2017 in Malmö (Schweden) stattfand, war die Abschlusskonferenz des durch die EU geförderten Projekts "GreenSurge".

McKenna Davis war eingeladen, als Diskussionsteilnehmerin an einem Panel zu Mainstreaming und Upscaling von urbaner GI teilzunehmen. Sie machte dabei deutlich welche Rolle internationale Organisationen bei der Unterstützung des Konzepts der grünen Infrastruktur spielen können. Dazu gehört insbesondere die Aufgabe, Erfahrungen, Erkenntnisse und Lehren aus ganz Europa zu sammeln und zu analysieren. Diese gilt es dann zu "übersetzen" und an eine Reihe sektoraler Akteure weiterzuleiten, die eine breite Umsetzung und Verankerung von GI unterstützen können. Sie wies auch auf gemeinsame Herausforderungen unterschiedlicher Städte hin, sowohl im Hinblick auf Hindernisse für eine breitere Umsetzung von GI, also auch im Bezug auf mögliche Lösungsansätze um diese zu überwinden.

Sandra Naumann stellte die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Studie vor, die sich mit der Frage beschäftigte: Sind europäische und nationale politische Rahmenbedingungen hilfreich oder eher hinderlich, um NBS zu unterstützen? Die Studie wurde im Rahmen des H2020-Projekts "Nature-based Urban Innovation" (NATURVATION) durchgeführt. Im Fokus stand die Analyse ausgewählter sektoraler Politiken der EU sowie von Politiken in sechs Mitgliedstaaten und inwieweit diese explizit als auch implizit NBS und verwandte Konzepte verwenden  bzw. unterstützen. Die Ergebnisse zeigen, dass die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen in der Tat eine unterstützende Grundlage für die Umsetzung von NBS bieten, aber auch dass quantitative und messbare Ziele für NBS noch immer weitestgehend fehlen. Damit ergeben sich für die zukünftige Entwicklung und Implementierung von NBS eine Reihe an Herausforderungen als auch Chancen. Die Studie wird Ende 2017 auf der NATURVATION-Website zum Download bereitgestellt.

Insgesamt nahmen an der Konferenz über 250 internationale Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger, Planer und Praktiker teil, die im großen Plenum, bei Podiumsdiskussionen und auf Grundlage von Präsentationen über aufkommende Themen und zukünftige Herausforderungen im Zusammenhang mit GI und NBS und einer nachhaltigen Stadtentwicklung diskutierten.


Veranstalter
University of Copenhagen (KU), Dänemark
Datum
20. September 2017, 21. September 2017
Ort
Malmö, Schweden
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Biodiversität, Städte, Politikevaluierung, Mainstreaming, naturbasierte Lösungen, Grüne Infrastruktur