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Land Take and Soil Sealing – Drivers, Trends and Policy (Legal) Instruments

Land Take and Soil Sealing – Drivers, Trends and Policy (Legal) Instruments

Insights from European Cities

Die Urbanisierung ist ein anhaltender globaler Trend, der zu einer erheblichen neuen Landinanspruchnahme und damit zum Verlust von Böden und dessen Funktionen führt. Dieser Artikel zeigt, wie verschiedene europäische Städte dieses Problem durch spezifische Ansätze mit einem Schwerpunkt auf eine effiziente Landnutzung angegangen sind. Unter der Leitung des Ecologic Instituts wurde diese Analyse im RP7-Projekt "Vermeidung und Sanierung von Bodenschäden durch Schutzmaßnahmen in Europa (RECARE)" durchgeführt.

Folgende Städte wurden in der Analyse berücksichtigt: Cambridge, Mailand, Nantes, Regensburg, Stockholm, Wien und Breslau. Anhand statistischer Analysen und qualitativer Interviews mit Praktikern auf Stadtebene wurden Trends in Bezug auf die Landinanspruchnahme und Bodenversiegelung untersucht. Auf dieser Grundlage wurden relevante Politik- und Gesetzgebungselemente identifiziert, welche die Landinanspruchnahme und Bodenversiegelung verhindern oder verringern können, sowie Erfolgsfaktoren und Hindernisse für die Umsetzung dieser Politikinstrumente aufgezeigt.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Verringerung der Landinanspruchnahme und Bodenversiegelung nicht mittels eines isolierten Programmes umgesetzt werden kann, sondern als Teil eines integrierten Ansatzes mit anderen Nachhaltigkeitszielen (wie z. B. Energieeffizienz, Erhaltung der landwirtschaftlichen Nutzfläche, Verringerung des Verkehrs und Erhöhung der Biodiversität) verfolgt werden muss. Dabei zeigt die Analyse, wie wichtig ein solider nationaler politischer Rahmen ist. Dieser sollte eine langfristige Vision der Stadtentwicklung verfolgen, den Wert des Bodens anerkennen und quantitative Ziele für die Flächennutzung festgelegen.

Ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche nachhaltige Stadtentwicklung ist der Einsatz neuer Planungsansätze zur Überwindung von Silos und zur Bekämpfung der Bodenversiegelung in größerem Maßstab, wie beispielsweise die gemeinsame Raumordnung. Darüber hinaus sollte der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Gebieten innerhalb der Städte liegen (z. B. Wiederverwendung von Brachflächen und Investitionen in die Renovierung von Gebäuden), bevor die Stadtränder durch Neuerschließungen erweitert werden.

Das Jahrbuch 2018 stellt aus verschiedenen Perspektiven die Diskussion über Urbanisierung und nachhaltige Bodenbewirtschaftung dar und behandelt Schlüsselthemen wie nachhaltige Städte, Bodenversiegelung, Sanierung kontaminierter Böden, Eigentums- und Haftungsfragen sowie Handelssysteme in Bezug auf die Landnahme.

Die Reihe "International Yearbook of Soil Law and Policy" diskutiert zentrale rechtliche und politische Fragen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Land und Boden - auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.


Zitiervorschlag

Naumann S. et al. (2019) Land Take and Soil Sealing—Drivers, Trends and Policy (Legal) Instruments: Insights from European Cities. In: Ginzky H., Dooley E., Heuser I., Kasimbazi E., Markus T., Qin T. (Hg.) International Yearbook of Soil Law and Policy 2018. International Yearbook of Soil Law and Policy, Vol 2018. Springer, Cham

Sprache
Englisch
Autor(en)
Gundula Prokop
Matt Reed
Jane Mills
Francesco Morari
Simone Verzandvoort
Anna Bjuréus
Grzegorz Siebielec
Tomasz Miturski
Verlag
Jahr
2019
ISBN
978-3-030-00757-7 (print), 978-3-030-00758-4 (electronic)
ISSN
2520-1271
Umfang
30 S.
Projektnummer
2730
Schlüsselwörter
Bodenversiegelung, Landinanspruchnahme, politische Instrumente, nachhaltige Stadtentwicklung, Cambridge, Mailand, Nantes, Regensburg, Stockholm, Wien, Breslau, Europa, Politik- und Governance-Analyse