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Gutes Essen für alle! Ernährungswende – Regional Gedacht (4/4)

Anastasia Shuraeva from Pexels

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Gutes Essen für alle! Ernährungswende – Regional Gedacht (4/4)

13. Folge von "Knowledge for Future – Der Umwelt-Podcast"

Publikation
Zitiervorschlag

Ecologic Institut, detektor.fm 2022: Gutes Essen für alle! Ernährungswende – Regional Gedacht (4/4). Knowledge for Future – Der Umwelt-Podcast. 21. Januar 2022. Online: https://detektor.fm/wirtschaft/knowledge-for-future-ernaehrungswende-regional-gedacht-44

Dass die Ernährungswende zu nachhaltigeren Produkten nicht alleine bei den Verbraucher*innen liegt, wird mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und EU-Ebene deutlich. Diese will Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, (Bündnis 90/Die Grünen) in seiner Amtszeit verändern, indem Gemeinschaftsverpflegung insgesamt regionaler und ökologischer gestaltet wird.

Stephanie Wunder vom Ecologic Institut erklärt, dass die Ernährungspolitik besonders auf EU-Ebene durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) entschieden wird, die jedoch nach wie vor die Vergabe von Subventionen zu wenig an das Erbringen von gesellschaftlicher Leistung – also beispielsweise Klima- und Artenschutz – koppelt, sondern an die Größe der landwirtschaftlichen Fläche.

Trotz der geringen Förderung bioregionaler Produkte sei es wichtig, den Einfluss der öffentlichen Hand als Hebel zu nutzen, um mehr Nachfrage nach diesen Produkten zu schaffen, so Stephanie Wunder. Konkret bedeutet das für öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Schulkantinen, Kitas oder Krankenhäuser verstärkt auf bioregionale Produkte zu setzen, um so wichtige Signale auf dem Lebensmittelmarkt zu setzen.

Bei der Ausschreibung für ihre Verpflegung dürfen die öffentlichen Einrichtungen allerdings Regionalität nicht als Kriterium angeben, um nicht gegen das EU-Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Rechtswissenschaftler Christopher Zeiss von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW erklärt, dass die Gründe hierfür in dem Interesse der EU liegen, den Binnenmarkt und internationalen Handel zu fördern.

Mit diesen Herausforderungen ist auch Mücella Demir, Projektleiterin der BioStadt Bremen, konfrontiert. Als Mitglied in einem Zusammenschluss von 170 Städten, hat es sich die Stadt Bremen zum Ziel gesetzt, bis 2025 ausschließlich biologisch produziertes Essen in den öffentlichen Einrichtungen anzubieten. Hierfür muss es allerdings auch die passenden infrastrukturellen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise passende Lagerräume, geben.

Dass das Angebot dieser Produkte und die praktischen Voraussetzungen alleine nicht ausreichen, betont Kerstin Siebenmorgen vom Freiburger Amt für Schule und Bildung. Sie verweist auf die Bildungsarbeit, die beispielsweise in Schulen nötig ist, damit regionale und saisonale Produkte auch akzeptiert und gerne gegessen werden.

Die Produktion ist Teil von "Knowledge for Future – Der Umwelt-Podcast", der in Kooperation von detektor.fm und Ecologic Institut regelmäßig über gute Ansätze für nachhaltiges Wirtschaften berichtet.

Zu finden ist die Folge "Gutes Essen für alle!" auf detektor.fm und auf allen gängigen Streaming-Plattformen (Spotify, Deezer, Apple Podcasts).

Kontakt

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Sprache
Deutsch
Credits

Editor: Charlotte Thielmann (detektor.fm)

Finanzierung
Jahr
Umfang
21:08 min
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Nachhaltige Landwirtschaft, regionale Wertschöpfungsketten, Kooperation und Pooling: Governance und Organisationsmodelle
Deutschland