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Neue Kooperations- und Poolingmodelle für nachhaltige Landnutzung und Nahrungsversorgung im Stadt-Land-Verbund (KOPOS)

 

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Neue Kooperations- und Poolingmodelle für nachhaltige Landnutzung und Nahrungsversorgung im Stadt-Land-Verbund (KOPOS)

Stadt-Land-Plus- Verbundvorhaben – Teilvorhaben 5: Transfer

Projekt
Dauer
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Das KOPOS-Projekt ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt. Sein Ziel ist es, regionale Versorgungsstrukturen aufzubauen, um Stadt und Land wieder vermehrt zu verbinden und umweltfreundlich zu wirtschaften. KOPOS untersucht in den Projektregionen Freiburg i.Br. und Berlin-Brandenburg, wie Kooperationen zwischen regionalen Akteur*innen  helfen können, regionalere Versorgungsstrukturen aufzubauen und Zugang zu Fläche für nachhaltige Bewirtschaftung zu sichern.

Hintergrund

Regionale Nahrungsversorgung und Wertschöpfung war lange ein wichtiger Bestandteil der Beziehungen zwischen Stadt und Land. Agrarsysteme sind jedoch zunehmend globaler und Wertschöpfungsketten länger geworden. Die Konsequenz: Städter*innen werden heute immer weniger aus dem Umland versorgt. Das hat weitreichende Auswirkungen auf Stadt-Land Beziehungen.

Eine Wiederanbindung von Stadt und Land durch regionale Versorgungsstrukturen hat große Potenziale für Nachhaltigkeit. Dabei geht es sowohl um gesellschaftliche Aspekte, als auch um die Umwelt und Ernährungssicherheit. Dazu gehört zum Beispiel, dass regionale Versorgung im strukturschwachen Umland Infrastruktur und Möglichkeiten zur Teilhabe anregen können. Eine regionale Versorgung erhöht auch die Möglichkeiten das Ernährungssystem gesellschaftlich mit zu gestalten. Außerdem kann eine nachhaltige, regionale Landwirtschaft, dem "Höfesterben" entgegenwirken und lebendige Kulturlandschaften und Freiräume mit hoher Erholungs- und Lebensqualität fördern.

Stadt und Land wieder vermehrt durch Wertschöpfung zu verbinden, geht mit Herausforderungen einher. Dazu gehören fehlende Größenvorteile (Skalenökonomien) und ein zunehmender Druck auf Landpreise, die es kleineren Landwirtschafter:innen und Quereinsteigerin schwer machen.

Ziele des Projekts

KOPOS untersucht, wie Kooperationen zwischen regionalen Akteur*innen  helfen können, regionalere Versorgungsstrukturen aufzubauen. Kooperationen können zum Beispiel dazu dienen, Ressourcen wie Produktionsmittel, Dienstleistungen, Flächen, Kapital und Netzwerkstrukturen zusammenzulegen, d.h. "zu poolen" und damit regionale Lebensmittelproduktion und Vermarktung zu ermöglichen. KOPOS steht dabei für "Neue KOoperations- und POolingmodelle für nachhaltige Landnutzung und Nahrungsversorgung im Stadt-Land-Verbund".

Das Projekt setzt zwei Schwerpunkte und geht diesen in Projektregionen nach: In Berlin-Brandenburg geht es um den Zugang zu und die Sicherung von Flächen, die in Ballungsgebieten immer rarer und teurer werden, aber für eine regionale Versorgung unabdingbar sind. In Freiburg im Breisgau und Region geht es um den Aufbau und Ausbau von kurzen Wertschöpfungsketten. Um Wertschöpfungsketten zu verkürzen und zu regionalisieren sind Kooperationen zwischen Produzent*innen, Verarbeitenden, Handel und Konsument*innen unerlässlich. KOPOS analysiert zunächst den Status quo der Lebensmittelversorgung in der Region. Darauf aufbauend werden aktuelle Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten identifiziert und innerhalb von Pilotprojekten bzw. regionalen Praxislaboren mit Akteur*innen innerhalb der Region zusammen erarbeitet.

Ecologic Institute in KOPOS

Das Team des Ecologic Instituts koordiniert die Kommunikation und den Transfer der Ergebnisse, so dass auch in anderen Regionen  sowie auf Bundesebene auf die Erfahrungen von KOPOS aufgebaut werden kann.  Dazu gehört die Vernetzung der Akteure, die Konzeption und Durchführung von Studienreisen, Konferenzen und Workshops. Zudem arbeitet das Ecologic Institut an der Erarbeitung von Wirkungsindikatoren undder Erstellung von politischen Handlungsempfehlungen.

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Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
Stadt, Land, Landwirtschaft, nachhaltige Landnutzung, Nahrungsversorgung
Deutschland, regional