© Ecologic Institute, 2026
Welche Politikinstrumente helfen Städten bei der Umsetzung naturbasierter Lösungen?
Einblicke vom Urban Governance Atlas
- Präsentation
- Datum
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- Ort
- Berlin, Deutschland
- Vortrag
Beim Deutschen Naturschutztag (DNT) stellte Doris Knoblauch vom Ecologic Institut den Urban Governance Atlas vor, der im Rahmen des EU-Projekts INTERLACE entwickelt wurde. Die Sammlung zeigt, welche Governance- und Politikinstrumente Städte dabei unterstützen können, naturbasierte Lösungen erfolgreich umzusetzen.
Naturbasierte Lösungen (NbS) gelten als wichtiger Ansatz, um Städte klimaresilienter zu gestalten und gleichzeitig die Biodiversität zu stärken. Viele erfolgreiche Beispiele solcher Lösungen – etwa grüne Infrastruktur, Renaturierung von Gewässern oder nachhaltiges Regenwassermanagement – sind bereits im Urban Nature Atlas dokumentiert. Doch welche politischen und planerischen Instrumente helfen Kommunen dabei, diese Lösungen tatsächlich umzusetzen?
Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Vortrags von Doris Knoblauch (Ecologic Institut) beim Deutschen Naturschutztag (DNT). Sie stellte den Urban Governance Atlas vor, der im Rahmen des EU-Projekts INTERLACE entwickelt wurde. Die Sammlung bietet einen Überblick über Governance- und Politikinstrumente, die die Umsetzung naturbasierter Lösungen in Städten unterstützen können. In ihrem Vortrag ging Doris Knoblauch auf ausgewählte Beispiele aus dem Atlas ein und zeigte, wie diese Instrumente dazu beitragen können, naturbasierte Lösungen in der kommunalen Praxis zu verankern.
Das Modul „Naturbasierte Lösungen für mehr Biodiversität und Klimaanpassung“, moderiert von Sandra Naumann (Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) und Svane Bender (Deutsche Umwelthilfe), war mit über 70 Teilnehmenden vollständig ausgebucht. Die Arbeiten am Urban Governance Atlas wurden am Ecologic Institut von McKenna Davis geleitet und maßgeblich von Natalia Burgos Cuevas unterstützt.
Der Deutsche Naturschutztag, der mit rund 1.600 Teilnehmenden der bislang größte in seiner Geschichte war, bot im Modul weitere Einblicke aus Forschung und Praxis. Den Auftakt machte eine Keynote von Prof. Dr. Nadja Kabisch (Leibniz Universität Hannover) zu Anwendung, Potenzialen und Grenzen naturbasierter Lösungen. Weitere Beiträge kamen von Dr. Ulrich Heink (Umwelt- und Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin), Ferdinand Schmeller (Stadt Wien), Yvonne Richter (Stadt Kronberg), Grit Rudas (Berliner Regenwasseragentur) sowie ein Vortrag der Stadt Łódź, in dem innovative Finanzierungsinstrumente für urbane Natur vorgestellt wurden.