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Strengthening Pesticide Post-Market Surveillance

 

© SPRINT, 2026; Foto via Canva

Strengthening Pesticide Post-Market Surveillance

Erkenntnisse aus SPRINT

Publikation
Zitiervorschlag

Hendricks-Franco, Lindsey (2026): Policy brief: Strengthening Pesticide Post-Market Surveillance: Lessons from SPRINT. Policy brief of the Horizon 2020 project “SPRINT”. Available at: https://sprint-h2020.eu

Zwei neue SPRINT-Policy-Briefs übersetzen die Projektergebnisse in Empfehlungen zur Stärkung der EU-Pestizidrisikobewertung entlang des gesamten Regulierungszyklus – von der Risikobewertung vor der Zulassung bis zur Überwachung unter realen Anwendungsbedingungen.

Der erste Policy Brief befasst sich mit der Risikobewertung vor der Zulassung, der zweite mit der Überwachung nach der Zulassung. Die SPRINT-Ergebnisse zeigen, dass Pestizidmischungen in Luft, Wasser, Boden, aquatischen Sedimenten, Hausstaub und menschlichen Proben weit verbreitet sind, während gemessene Umweltkonzentrationen nicht immer mit den regulatorischen Vorhersagen übereinstimmen. Zudem weist der Policy Brief auf eine fragmentierte Überwachung, eine unzureichende Human-Biomonitoring-Praxis sowie schwache Verknüpfungen zwischen den Ergebnissen der Überwachung und Entscheidungen über Pestizidzulassungen und das Risikomanagement hin.

Aus diesen Erkenntnissen leitet der Policy Brief Empfehlungen ab, die an bestehende EU-Regelungen zur Überwachung und Umweltpolitik anknüpfen. Er fordert ein stärkeres Pestizidmonitoring und risikobasierte Bewertungsmaßstäbe im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie, der Richtlinie über Umweltqualitätsnormen und der neuen Bodenüberwachungsrichtlinie, harmonisierte Programme für das Human-Biomonitoring und biologische Leitwerte sowie eine verbesserte Datenerhebung zur Pestizidanwendung im Rahmen der SAIO-Verordnung (EU) 2022/2379. Darüber hinaus empfiehlt er, Erkenntnisse aus der Überwachung nach der Zulassung systematisch in die Überprüfung von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmittelzulassungen nach der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 einfließen zu lassen – einschließlich Entscheidungen zur Einschränkung oder zum Widerruf von Zulassungen, wenn inakzeptable Risiken festgestellt werden.

Gemeinsam sprechen sich die beiden Policy Briefs für einen kontinuierlichen Wissenskreislauf aus: eine realitätsnähere und sensitivere Risikobewertung vor der Zulassung von Pestiziden, gefolgt von einem koordinierten Monitoring unter realen Anwendungsbedingungen. So kann sichergestellt werden, dass die EU-Pestizidregulierung und politische Initiativen wie der Null-Schadstoff-Aktionsplan kontinuierlich auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse reagieren und ein hohes Schutzniveau für Mensch und Umwelt gewährleisten.

Das EU-Monitoring von Pestiziden nach der Zulassung sollte Risiken unter realen Anwendungsbedingungen besser erfassen und systematisch in regulatorische Entscheidungen einfließen, um den Schutz von Mensch und Umwelt zu stärken.

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Finanzierung
Jahr
Umfang
10 pp.
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Überwachung von Pestiziden nach dem Inverkehrbringen, EU-Pestizidüberwachung, Biomonitoring beim Menschen, Pestizidgemische, Pestizidrückstände, Umweltüberwachung, Pestizid-Risikobewertung, Gesamtpestizidbelastung, Aktionsplan „Zero Pollution“, SPRINT-Projekt
Europa
Umweltüberwachung, Biomonitoring beim Menschen, ökotoxikologische Untersuchungen, Modellierung der Pestizidbelastung, Risikopriorisierung mithilfe der SPRINT-Toolbox