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ICAP Sommerkurs für Schwellen- und Entwicklungsländer, Berlin 2009

ICAP Sommerschule 2009: Die Teilnehmenden vor dem Brandenburger Tor, Berlin

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© Natascha Trennenpohl

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ICAP Sommerkurs für Schwellen- und Entwicklungsländer, Berlin 2009

Veranstaltung
Datum
-
Ort
Berlin, Deutschland

Vom 27. Juli bis 7. August 2009 kamen in Berlin erstmalig umweltpolitische Entscheidungsträger aus 19 Staaten zum ICAP Sommerkurs für Schwellen- und Entwicklungsländer zusammen. Die intensive, zweiwöchige Lehrveranstaltung wurde vom Ecologic Institut für und in Zusammenarbeit mit der International Carbon Action Partnership (ICAP) entwickelt und durchgeführt. Den Teilnehmern wurde ein umfassender Einblick in den komplexen Themenbereich des Emissionsrechtehandels geboten. Ziel der Veranstaltung war es, ihnen zu ermöglichen, ihre jeweiligen Heimatstaaten auf die aktive Teilnahme an einem zukünftigen globalen Emissionshandelsmarkt vorzubereiten. Eine zweite Sommerveranstaltung dieser Art ist für 2010 in den Niederlanden geplant.

Das ICAP Sommerkursprojekt für Schwellen- und Entwicklungsländer hat eine Laufzeit von zwei Jahren und soll den umwelt- und klimapolitischen Wissensaustausch mit Blick auf eine Harmonisierung von Treibhausgas-Emissionshandelssystemen zu fördern.

Mit finanzieller Unterstützung von der Europäischen Kommission und den Regierungen der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland wurde das Projekt für die International Carbon Action Partnership (ICAP) durchgeführt und soll im Sommer 2010 mit einer zweiten intensiven Lehrveranstaltung in den Niederlanden enden.

Ein Auswahlkommittee wählte von insgesamt 300 Bewerbern 29 Entscheidungsträger sowie Vertreter von Nicht-Regierungs-Organisationen, Universitäten und der Privatwirtschaft aus. Die Teilnehmer am zweiwöchigen Intensivkurs stammten aus 19 Schwellen- und Entwicklungsländern, darunter Ägypten, Argentinien, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Indien, Indonesien, Israel, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Nigeria, Russland, Südafrika, Südkorea, Thailand, die Ukraine und Vietnam.

Im Vordergrund des Kurses stand die Vermittlung von praxisbewährten Ansätzen in der Errichtung und Verwaltung von nationalen und regionalen Emissionshandelssystemen. Das Kursangebot bestand aus Lehreinheiten zur Entstehung, technischen Ausgestaltung und administrativen Umsetzung von Emissionshandelssystemen, zur Einbindung von Gutschriften aus Emissionsminderungsvorhaben sowie zur Verknüpfung von Handelssystemen.

Die vom Ecologic Institut in Zusammenarbeit mit dem ICAP konzipierten Kursinhalte wurden durch Simulationen und interaktive Gruppenübungen vertieft. Ein Höhepunkt des Kurses bestand in der Ausarbeitung und Vorstellung von klimapolitischen Lösungsansätzen sowie der wesentlichen Gestaltungsoptionen für Emissionshandelssystemen in vorgegebenen Szenarien. Als Lehrkräfte kamen Mitarbeiter des Ecologic Instituts sowie erfahrene Entscheidungsträger aus ICAP-Mitgliedstaaten und Vertreter von renommierten Bildungs- und Forschungsinstitutionen in den Bereichen Emissionsrechtehandel und Klimapolitik zum Einsatz.

Das Programm wurde durch eine Videoansprache von John Yap, Minister für Klimafragen der kanadischen Provinz British Columbia, offiziell eröffnet. Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, lud am letzten Tag des Sommerkurses zu einem abschliessenden Empfang ein.

Um den Aufbau eines aktiven Netzwerks von Klimapolitikexperten in Entwicklungsländern zu erleichtern, hatte das Events Team des Ecologic Instituts auch für soziale und kulturelle Veranstaltungen gesorgt, zum Beispiel mit Besuchen des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Renewables Academy.

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Finanzierung
veranstaltet von
Partner
Team
Datum
-
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Englisch
Participants
29
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Klima, Emissionshandel, Capacity Building, Entwicklungsländer, Schwellenländer, Emissionshandelsmarkt, Expertennetzwerk
international