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Integrating Ecological, Carbon and Water footprint into a "Footprint Family" of Indicators

Integrating Ecological, Carbon and Water footprint into a "Footprint Family" of Indicators

Definition and role in tracking human pressure on the planet

In diesem Artikel stellen die Autoren zum ersten Mal eine Definition der Fußabdruck-Familie als eine Indikatoren-Einheit, mit der der Bevölkerungsdruck auf unseren Planeten unter verschiedenen Gesichtspunkten abgebildet werden kann, zur Verfügung. Der Ansatz baut auf der Annahme auf, dass kein einzelner Indikator per se dazu in der Lage ist, die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt zu überprüfen, sondern dass Indikatoren stattdessen gemeinsam verwendet und interpretiert werden müssen.

In den letzten Jahren wurde vermehrt versucht, einen integrierten Fußabdruck-Ansatz zu entwickeln, um die Auswirkungen von Produktion und Konsum auf die Umwelt zu bewerten. Da wir in einer stark globalisierten Welt leben, ist die Unterscheidung zwischen konsumbasierter und produktionsbasierter Bilanzierung wichtig. Die bestehende internationale Politikarchitektur macht nämlich die Produzenten anstelle der Endkonsumenten für die Auswirkungen des menschlichen Handelns verantwortlich. Dies führt zu einem falschen Anreiz für industrialisierte Länder, Aktivitäten mit gravierenden Auswirkungen für die Umwelt in Transformationsländer zu verlegen, wo solche Aktivitäten zumeist günstiger, aber weniger ökoeffizient durchgeführt werden. Dieser Anreiz führt folglich wahrscheinlich zu einem Anstieg des gesamten Umweltdrucks, der im Zusammenhang mit Konsumverhalten entsteht, da Länder dazu tendieren, aus umweltsicht ineffiziente Güter und Serviceleistungen zu importieren, um ihre Konsummuster beizubehalten.

Der ökologische, Wasser- und CO2-Fußabdruck sind jedoch dazu in der Lage, die traditionelle Analyse menschlicher Nachfrage zu ergänzen, indem die Produzenten- und Konsumentenperspektive miteinander gekoppelt werden. Die Indikatoren stellen eine quantifizierbare und vernünftige Basis dar, auf der damit begonnen werden kann, Diskussionen zu führen und Antworten auf die Fragen zu finden,

  • wie Produktionsprozesse effizienter gestaltet werden können,
  • wie der Konsum von Ressourcen begrenzt werden kann,
  • wie die natürlichen Ressourcen der Welt international verteilt werden können und
  • wie Nachhaltigkeitsaspekte bei der Nutzung des ökologischen Kapitals thematisiert werden können.

Die Fußabdruck-Familie, die in diesem Artikel vorgeschlagen wird, kann deshalb dazu verwendet werden,

  • die Möglichkeiten der Wissenschaftler zu verbessern, den derzeitigen Ressourcenverbrauch und dessen Auswirkungen zu analysieren,
  • die wichtigsten Einflussfaktoren für Ressourcenverbauch hervorzuheben (und so die Information bereitstellen, in welchen Bereichen Handeln erfordert ist),
  • Lösungen vorzuschlagen und
  • die Ergebnisse bestimmter Politiken, die die negativen Auswirkungen des Ressourcenverbrauchs auf die Umwelt reduzieren sollen, zu quantifizieren.

Manche Aspekte, die für das Thema Nachhaltigkeit wichtig sind, wie etwa menschliche Gesundheit und Wohlergehen, können mit der Fußabdruck-Familie jedoch nicht abgebildet werden.

Der Artikel selbst beschreibt nach einer Einleitung die "traditionellen" Methodologien des ökologischen, Wasser- und CO2-Fußabdrucks vor, um dann deren ergänzende und überschneidende Eigenschaften hervorzuheben und die "Fußabdruck-Familie" als Indikatoren-Einheit so zu definieren, wie sie im OPEN:EU Projekt verwendet wird. Anschließend werden Erkenntnisse zur potenziellen Rolle der Fußabdruck-Familie präsentiert, deren Grenzen aufgezeigt und zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

Abschließend werden Schlussfolgerungen gezogen.

Die Arbeit wurde unter dem Dach des One Planet Economy Network: Europe (OPEN:EU) Projekts, das von der Europäischen Kommission innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms gefördert wurde, durchgeführt. Der Artikel ist sowohl für Entscheidungsträger und Wissenschaftler, die im Bereich Umweltindikatoren tätig sind, von Interesse, da er Klarheit hinsichtlich der meisten Missverständnisse und falschen Vorstellungen von Fußabdruck-Indikatoren, deren Berechnungsgrundlage, Aussagen und Anwendungsbreite schafft.

Der Artikel (doi:10.1016/j.ecolind.2011.06.017) kann für $35.95 bestellt werden.


Zitiervorschlag

Galli, Alessandro; Thomas Wiedmann; Ertug Ercin et al. 2011: "Integrating Ecological, Carbon and Water footprint into a "Footprint Family" of indicators: Definition and role in tracking human pressure on the planet". Ecological Indicators, 13.

Sprache
Englisch
Autor(en)
Autor(en)
Alessandro Galli
Thomas Wiedmann
Ertug Ercin
Brad Ewing
Stefan Giljum
Verlag
Jahr
2011
Erschienen in
Ecological Indicators
ISSN
1470-160X
Umfang
13 S.
Inhaltsverzeichnis

1. Introduction
1.1. Global environmental changes: an overview
1.2. The need for a set of indicators
1.3. The need for a consumer approach
2. Methods
2.1. Ecological Footprint
2.2. Carbon Footprint
2.3. Water Footprint
3. Discussion
3.1. Testing and comparing Footprint indicators
3.2. Definition of the Footprint Family
3.3. The need for a streamlined ecological-economic modelling framework
4. The role of the Footprint Family in the EU Policy Context
4.1. Resource use trends at EU level
4.2. The EU Policy Context
4.3. Policy usefulness of the Footprint Family
4.4. Footprint Family: limitations and potential improvements
5. Conclusion
Acknowledgements
References

Schlüsselwörter
Footprint Family, Ecological Footprint; Water Footprint, Carbon Footprint, Human impact assessment, Integrated approach, Policy role, Indikator, Indikatoren, OPEN:EU, 1925, consumption-based accounting (CBA), global