Der in der Zeitschrift Drug Discovery Today veröffentlichte Artikel "Design of greener drugs: aligning parameters in pharmaceutical R&D and drivers for environmental impact" untersucht die Herausforderungen und Potenziale in der Entwicklung von Arzneimitteln, die nicht nur sicher und wirksam für die Patient:innen, sondern auch ökologisch nachhaltig sind. In diesem frei zugänglichen Artikel, der von einem interdisziplinären Team mit Vertretern von Universitäten, Regulierungsbehörden, forschenden Pharmaunternehmen und KMU verfasst wurde, werden die vielversprechendsten Handlungsfelder in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung aufgezeigt. Er zielt insbesondere darauf ab, eine Brücke zu schlagen zwischen den wissenschaftlichen Konzepten der Umweltwissenschaft und denen der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung (F&E).
Der Artikel, an dem Aaron Scheid als Koautor beteiligt war, konzentriert sich auf die Wiedervernässung im Polder Kieve in Nordostdeutschland und nutzt sowohl Standard- als auch Premium-Ansätze zur Bewertung der Ökosystemdienstleistungen. Die Standardansätze sind einfacher anzuwenden und basieren hauptsächlich auf Vegetationsdaten, während die Premiumansätze durch Messungen oder Modellierungen eine höhere Genauigkeit bieten. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion der CO₂-Emissionen von 1.306 auf 532 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr, eine Verringerung der Stickstofffreisetzung von 1.088 auf 359 kg pro Jahr und eine deutliche Reduktion des Wärmeflusses von 6.691 auf 1.926 kW nach der Wiedervernässung. Fünf Jahre nach der Wiedervernässung blieben die Werte stabil, wobei die Biodiversität von sehr niedrig auf hoch anstieg, jedoch noch unter den Erwartungen lag.
Aufgrund des Klimawandels gewinnt der Landschaftswasserhaushalt neben dem Hochwasserschutz zunehmend an Bedeutung. Verschiedene Maßnahmen können die Wasserbilanz der Landschaft verbessern oder die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme gegen extreme Wetterereignisse durch Überschwemmungen und Dürren verstärken. Im Rahmen des UBA-Projekts WADKlim haben die Autor:innen einen Katalog von 69 Maßnahmen zusammengestellt. Diese stammen größtenteils aus bewährten Praktiken im Wassermanagement, der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft in Deutschland und wurden aufgrund ihrer lokalen Auswirkungen und umsetzungsrelevanten Bedingungen bewertet.
Ein nachhaltigerer Umgang mit Ressourcen ist möglich. Zur Verfügung steht eine Vielzahl an Maßnahmen, um den Verbrauch zu reduzieren – doch es hapert an der Umsetzung.
Die städtische Wasserwirtschaft steht aufgrund des Klimawandels vor neuen Herausforderungen. Starke Niederschläge belasten die Regenwassersysteme zusätzlich, was zu erhöhten Überschwemmungsrisiken, häufigeren Mischwasserüberläufen und daraus resultierenden Risiken für die öffentliche Gesundheit und die städtische Artenvielfalt führt. Diese Themen werden in einer neuen Publikation unter Beteiligung von Gregory Fuchs und McKenna Davis vom Ecologic Institut mit dem Titel 'Sitting in our own soup? Combined sewers, climate change and nature-based solutions for urban water management in Berlin' angesprochen.
Aktive pharmazeutische Wirkstoffe (APIs), ihre Metaboliten und Transformationsprodukte, gelangen als Umweltverschmutzer in die Umwelt und beeinflussen Mensch und Umwelt. Um diesem Problem zu begegnen, könnte eine effiziente, langfristige Präventionsstrategie in der Gestaltung von umweltfreundlicheren APIs liegen. Dieser Artikel untersuchte die Machbarkeit einer umweltfreundlichen API-Gestaltung anhand von Erkenntnissen von Expert:innen für Arzneimittelentwicklung in großen forschungsbasierten Pharmaunternehmen. Die Machbarkeitsbewertung identifizierte auch Bedürfnisse und Anreize für Prozessänderungen.
Klimaschutz verliert an politischer Bedeutung. Die Klimabewegung wird von vielen nicht mehr als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Anliegens gesehen. Dafür gibt es viele Gründe. Starke Polarisierung ist einer. Im Tagesspiegel diskutiert Nils Meyer-Ohlendorf, was getan werden könnte.
In Anerkennung der einflussreichen Rolle der Europäischen Union (EU) bei der Gestaltung der NBS-Konzeption führten die Autor:innen eine qualitative Inhaltsanalyse von 38 EU-Richtlinien durch, um Chancen und Einschränkungen bei der Umsetzung von Teichen und Teichlandschaften als NBS zu ermitteln. Obwohl das Hauptaugenmerk auf diesen aquatischen Lebensräumen liegt, ermöglichen ihre Allgegenwärtigkeit und vielfältigen Vorteile Rückschlüsse auf weitreichendere Implikationen für NBS in der EU.
In diesem Letter in der Zeitschrift Science argumentiert eine Gruppe von Wissenschaftler:innen, die sich mit Biodiversität und Plastik beschäftigen – darunter Doris Knoblauch vom Ecologic Institut – dass der Text des zukünftigen internationalen Plastikabkommens die Ökosysteme in den Mittelpunkt stellen muss. Diese Ökosysteme sowie die biologische Vielfalt müssen wieder intakt gebracht und während des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffen vor Schadstoffen geschützt werden.
Die deutsche Klimadebatte wirkt zurzeit festgefahren. Sie braucht einen Ruck. Bremsen müssen gelöst werden. Ob und wie das möglich werden könnte, diskutiert Nils Meyer-Ohlendorf im Tagesspiegel.
Dieser Artikel präsentiert die Kommunikationsstrategien, die im Rahmen des Bürgerforschungsprogramms Plastikpiraten in Deutschland erfolgreich angewendet wurden. Das Programm bindet Schüler, Lehrer und Jugendgruppen in die Erforschung der Plastikverschmutzung ein. Seit dem Start des Programms im Jahr 2016 wurde eine Vielzahl von Kommunikationsstrategien umgesetzt und kontinuierlich überarbeitet und angepasst.
In diesem Artikel werden verschiedene wirtschaftliche Vorteile digitaler Lösungen abgeschätzt, wobei der Schwerpunkt auf der Verringerung von Leckagen in Wasserverteilungsnetzen, der Verringerung von Überläufen in der Mischwasserkanalisation und der Verbesserung der Stromerzeugung und des Betriebs von Wasserkraftwerken liegt. Die Vorteile werden für jeden EU-Mitgliedstaat und das Vereinigte Königreich berechnet und dann auf EU-Ebene aggregiert. Der Nutzen wurde mit 5,0, 0,14 bzw. 1,7 Mrd. EUR pro Jahr (durchschnittlich 13,2 EUR pro Person und Jahr) beziffert, wobei ökologische und soziale Vorteile, die eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen können, nicht berücksichtigt wurden.
Politik braucht Polarisierung, aber zu viel schadet ihr. Die deutsche Klimadebatte war lange von einem guten Maß an Polarisierung gekennzeichnet. Aber nun besteht die Gefahr überzogener Polarisierung, schreibt Nils Meyer-Ohlendorf im Tagesspiegel. In seinem Beitrag macht er Lösungsvorschläge.
Eine neu veröffentlichte Untersuchung von SPRINT befasst sich mit der Frage, inwieweit öffentliche Konsultationen zur demokratischen Entscheidungsfindung beim Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft beitragen können. Anhand einer kritischen Diskursanalyse von Beiträgen zur öffentlichen Konsultation zur "Farm to Fork"-Strategie der Europäischen Union untersuchen die Autor:innen, darunter Dr. Ana Frelih-Larsen vom Ecologic Institut, die Rolle von öffentlichen Konsultationen als demokratischer Prozess und das Ausmaß, in dem ihr nicht-deliberativer Charakter Lösungen für strittige und komplexe Herausforderungen fördert.
Die Diskussion um die Zertifizierung von Kohlenstoffentnahme mutet technisch an, sie ist aber eine der zentralen Debatten der EU-Klimapolitik. Sie soll vor allem der Integration von CO₂ Entnahme in den Emissionshandel den Weg ebnen. Damit droht die EU ihr wichtigstes klimapolitisches Instrument auf Sand zu bauen, schreibt Dr. Nils Meyer-Ohlendorf vom Ecologic Institut in seinem Standpunkt im Tagesspiegel Background Energie & Klima. Er macht Vorschläge, um dieses Risiko abzuschwächen.