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Greening the Heartlands of Coal in Europe

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Greening the Heartlands of Coal in Europe

Insights from a Czech-German-Polish Dialogue on Energy Issues

Publikation
Zitiervorschlag

Piria, Raffaele; Aleksandra Arcipowska; Camilla Bausch et al. 2014: Greening the Heartlands of Coal in Europe. Insights from a Czech-German-Polish Dialogue on Energy Issues. Heinrich Böll Stiftung.

Die deutsche Energiewende betrifft auch die europäischen Nachbarstaaten – ohne dass dies bisher adäquat diskutiert und berücksichtigt wurde. Diese Studie soll Missverständnisse ausräumen, das Verständnis für die jeweilige Situation stärken und dabei helfen, Brücken zu bauen, statt sie einzureißen. Sie baut auf den Erkenntnissen deutscher, polnischer und tschechischer Experten auf und bietet Informationen und Analysen. Die Autoren, unter ihnen Dr. Camilla Bausch und Sascha Müller-Kraenner vom Ecologic Institut, erklären die länderspezfischen Ansätze und Debatten und geben Empfehlungen, insbesondere um die grenzüberschreitende Kooperation zu verbessern. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

Deutschland, Polen und Tschechien haben hohe Anteile von Kohlestrom im Energiemix. Allerdings unterscheiden sich die Staaten wesentlich in ihrer Strategie, wie sie ihren Stromsektor zukünftig entwickeln wollen. Während Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien massiv ausgebaut hat und weiter ausbauen will, setzen Polen und Tschechien weiterhin vor allem auf Kohle, aber auch Schiefergas oder Nuklearenergie. Dabei unterscheiden sich auch die energiepolitischen Narrative der drei Länder ganz grundsätzlich.

Die unterschiedlichen Ansätze werden auch in den nationalen Positionen im Rahmen der Verhandlungen zur europäischen Energie- und Klimapolitik deutlich. So erschweren die Unterschiede eine Einigung auf europäischer Ebene. Darüber hinaus belasten grenzüberschreitende Auswirkungen der unterschiedlichen Ansätze auch die bi- und trilateralen Beziehungen. Denn bereits jetzt beeinflusst die Energiewende in Deutschland die Stromsysteme seiner Nachbarn. Die Unterschiede  führen, trotz der Verbundenheit, zu Spannungen und Missverständnissen.

Die Veröffentlichung basiert auf den Treffen einer trilateralen Expertengruppe, die sich im Laufe des Jahres 2013 auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung und des Ecologic Instituts dreimal getroffen hat. Dabei konzentrierte sich die Arbeit der Gruppe auf den Einfluss der deutschen Energiewende auf Polen und Tschechien. Die Experten diskutierten Herausforderungen etwa aufgrund grenzüberschreitender Stromflüsse, unterschiedlicher Wahrnehmungen und die Konsequenzen, die aus unterschiedlichen Fördermechanismen für erneuerbare Energien folgen.

Die energiepolitischen Narrative der drei Länder unterscheiden sich grundsätzlich. Empfehlungen für eine bessere Kooperation.

Kontakt

Sprache
Englisch
Autorenschaft
Raffaele Piria (Hauptautor)
Aleksandra Arcipowska
Paul Hockenos
Jan Ondřich
Verlag
Heinrich-Böll-Stiftung, Prague Office (HBS), Tschechische Republik
Jahr
2014
Umfang
59 S.
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Energie, Strom, Strommarkt, Kohle, Nuklear, Atom, Schiefergas, Energieeffizienz, Energiewende, Transitflüsse, Förderregime, Wahrnehmung, Narrativ, Loop-flows
Deutschland, Polen, Tschechien, Europa