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Vier Anpassungspläne für Flussgebiete

Vier Anpassungspläne für Flussgebiete

Verbesserungen bei Governance-Praktiken für ein integriertes Wassermanagement sind von grundlegender Bedeutung, um eine erfolgreiche Anpassung an den Klimawandel zu erreichen.

Bürger aus dem Mittelmeerraum beteiligten sich an der Anpassungsplanung im Rahmen des  lokalen Flussgebiets-Managements. Basierend auf einem neuartigen Ansatz, der im Laufe des von der EU geförderten BeWater Projekts entwickelt wurde, engagierten sich Akteure aus vier Flussgebieten, die als Fallstudien dienten. In einem gemeinsamen Prozess mit Experten und politischen Entscheidungsträgern wurden Flussgebiets-Anpassungspläne entwickelt. Ecologic Institut war Teil dieser Kollaboration.

Die künftigen Projektionen zum Klimawandel für die europäische Mittelmeerregion lassen eine Zunahme von Wasserknappheit und Dürren erwarten, die erhebliche sozioökonomische Verluste und Umweltauswirkungen zur Folge hätten und damit erhebliche Auswirkungen für die Bewohner in Flussgebieten haben. Nachhaltige Wassermanagement-Strategien sind dringend erforderlich. Um ihre Wirksamkeit zu maximieren, müssen lokale Akteure eine aktive Rolle bei der Entwicklung solcher Strategien spielen.

In den vergangenen drei Jahren wurde im Rahmen des BeWater Projekts mit Gemeinden daran gearbeitet, gemeinschaftlich adaptive Management-Ansätze für Flussgebiete im Mittelmeerraum zu entwickeln. Insbesondere zielte das Projekt darauf ab, Anpassungspläne für die vier Flussgebiete zu entwickeln, die auch als Fallstudie dienten: Tordera (Spanien, Pedieos (Cypern), Rmel (Tunesien) und Vipava (Slowenien).

Obwohl die vier Gebiete sich hinsichtlich der Umwelt-, sozioökonomischen und politischen Bedingungen unterscheiden, haben sie eine Reihe von Herausforderungen gemeinsam, insbesondere hinsichtlich der Qualität und Quantität der Wasserressourcen. Interessant und wichtig ist, dass in den vier Flussgebieten verschiedene Lösungsansätze für den Umgang mit den Herausforderungen identifiziert wurden, mit insgesamt 102 Wassermanagement-Optionen, die im Planungsprozess berücksichtigt werden können.

Die Anpassungspläne sind das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und lokalen Akteuren im Rahmen von interaktiven Workshops, Beratungen und Interviews. Mit einem Schwerpunkt auf Flussgebietsmanagement in Zeiten des globalen Wandels enthalten die Pläne Informationen zu den einzelnen Wassermanagement-Optionen, wie diese kombiniert werden können und ob es mögliche Synergien und Konflikte zwischen den Optionen gibt. Die Pläne enthalten auch Informationen über die Kosten, Verantwortlichkeiten und wie die Effektivität der Wassermanagementoptionen optimiert werden kann.

Die Veröffentlichung der Anpassungspläne markiert einen wichtigen Meilenstein im BeWater Projekt. Die nächsten Schritte umfassen Dissemination-Aktivitäten, die sich auf die Pläne selbst, aber auch auf den partizipativen Ansatz konzentrieren. Die Aktivitäten sollen Interesse dahingehend wecken, die Ansätze für lokal relevante Themen politisch aufzugreifen, z.B: durch Organisation lokaler Politikforen in jeder der vier Flussregionen Anfang 2017.

Die Flussgebiets-Anpassungspläne und der zur Erstellung der Pläne gewählte partizipative Ansatz werden in einer Veranstaltung in Brüssel Anfang 2017 präsentiert. Eine Konferenz zu Anpassung in Flussgebieten wird ausserdem im März 2017 in Slowenien stattfinden. Hier soll der im Rahmen des BeWater Projekts und bei anderen Initiativen entwickelte partizipative Ansatz vorgestellt werden, bei dem es um den Erfahrungsaustausch und die Interaktionen zwischen Gesellschaft und Wissenschaft ging.


Zitiervorschlag

BeWater (2016). Four River Basin Adaptation Plans. Deliverable D4.3, BeWater, FP7 project no. 612385 -SIS.2013.1.2-1 European Commission, 543 pp.

Sprache
Englisch
Credits

Annelies Broekman, Anabel Sánchez (CREAF - Tordera River Basin); Manca Magjar, Peter Suhadolnik, Sašo Šantl, Nataša Smolar-Žvanut, Aleksandra Krivograd Klemenčič (IzvRS - Vipava River Basin); Elias Giannakis, Adriana Bruggeman, Christos Zoumides, Katerina Charalambous, Corrado Camera (CYI - Pedieos River Basin); Sihem Jebari, Hamed Daly, Ines Saidi, Hédia Ezzeddine, Dalel Oussaifi (INRGREF - Rmel River Basin); McKenna Davis, Evelyn Lukat, Josselin Rouillard, Ulf Stein, John Tarpey, Jenny Tröltzsch, Rodrigo Vidaurre (Ecologic Institute); Hans Verkerk, Nicolas Robert (EFI); Steven Libbrecht, Roxana Dude, Valérie Boiten (PROSPEX); Georgia Angelopoulou (GWP-MED).

Finanzierung
Jahr
2016
Projektnummer
2733
Schlüsselwörter
Flussgebiete, Anpassung, Mittelmeer, Wasserrahmenrichtlinie, WRRL, Tunesien, Zypern, Slowenien, Spanien, Management-Plan, Stakeholderbeteiligung, Wasser-Management-Optionen, Maßnahmen, Kosten-Nutzen-Analyse, Mittelmeerraum, Mittelmeer, Tunesien, Zypern, Slowenien, Spanien