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WWF Arctic Council Scorecard – Methodology and Data Collection

WWF Arctic Council Scorecard – Methodology and Data Collection

Wie können wir die nationale Umsetzung von Umweltpolitiken besser beobachten, um die arktische Umwelt und ihre Bewohner noch besser zu schützen? Gemeinsam mit  dem Internationalen Arktis-Programm des WWF hat das Ecologic Institut im Rahmen des Projekts "WWF Arctic Council Scorecards" einen ersten Überblick über die Umsetzung einzelner Empfehlungen des Arktischen Rats entwickelt. Zu den behandelten Themen gehören insbesondere Aktivitäten im Meeresschutz, gegen den Klimawandel, zum Schutz der biologischen Vielfalt und im Ökosystem-basierten Management.

Der Arktische Rat und Transparenz bei der Umsetzung

Seit über 20 Jahren bietet der Arktische Rat einen Ort für wissenschaftliche Zusammenarbeit und  politischen Austausch. Seine Arbeitsgruppen haben in dieser Zeit wesentliche Erkenntnisse über die Bedrohungen für die Arktis und zum verfügbaren Wissensstand ermöglicht. Mit den WWF Arctic Council Scorecards wollen wir mehr Transparenz schaffen, um die künftige Umsetzung der Entscheidungen des Arktischen Rats zu verbessern und die Verantwortung der Institution zu unterstreichen. Das Ecologic Institut hat in diesem Vorhaben das Internationale Arktis-Programm des WWF beim Feinschliff der Methodik sowie mit der Erarbeitung der Datengrundlage für die Scorecards unterstützt.<\p>

Die Arbeit des Arktischen Rats hat im Laufe der Zeit zu wichtigen, wissenschaftlich fundierten Veröffentlichungen und Berichten geführt, die häufig politische Empfehlungen enthalten. Diese Empfehlungen werden von den Mitgliedsstaaten des Arktischen Rats selbst vorgeschlagen und beschlossen. Dabei hat sich gezeigt, dass der Arktische Rat offen ist für den Transfer von Wissenschaft in (internationale) Politik. Die Aktivitäten des Arktischen Rats in seinen sechs Arbeitsgruppen und zusätzlichen Expertengruppen hat über die Jahre zu Hunderten von politischen Empfehlungen geführt, deren Inhalte sich über verschiedenste Disziplinen  und die damit verbundenen politischen Themen erstrecken, wie z.B. Meeresschutzgebiete und Schutzgebiete an Land, biologische Vielfalt, Klimawandel und seine Auswirkungen auf indigene und lokale Gemeinschaften, Schifffahrt und Notfallvorsorge bei Ölverschmutzungen.

Da der Arktische Rat selbst keine Rechtssetzungskompetenz hat, hängen die Umsetzung und der Erfolg seiner Empfehlungen von den Aktivitäten der einzelnen Mitgliedsstaaten ab. Diese müssen dafür ihr Wissen in die nationale, subnationale und lokale Politik und Gesetzgebung einbringen. In diesem Schritt müssen die wissenschaftlichen Erkenntnisse vom (internationalen) politischen Austausch zurück in die nationale Politik eingebracht werden.

Der Ansatz der Arctic Council Scorecards

Die Arctic Council Scorecards betrachten in diesem Projekt beide Ebenen: Die Bemühungen der einzelnen arktischen Staaten (Kanada, Dänemark/Grönland, Finnland, Island, Norwegen, Russland, Schweden und die USA) ebenso wie ihre gemeinsamen Bemühungen im Arktischen Rat. Der Überlick zielt darauf ab, die Bereiche zu identifizieren, in denen zusätzliche Anstrengungen erforderlich sind, um die bereits im Arktischen Rat beschlossenen Ziele zu erreichen.

In dem ersten Abschnitt der Arctic Scorecards geht es um einen Überblick über die Gesetze und Politiken der einzelnen arktischen Staaten, mit denen sie Empfehlungen des Rats auf nationaler Ebene umsetzen. Im zweiten Abschnitt wird der Fortschritt der Umsetzung auf der Ebene des Arktischen Rats selbst betrachtet und beurteilt, in welchem Umfang die arktischen Staaten ihre Arbeitspläne und Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit tatsächlich umgesetzt haben.


Finanzierung
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Juli 2016 bis Februar 2017
Projektnummer
2594
Schlüsselwörter
Arktis, Arktische Staaten, Arktischer Rat, Politikempfehlungen, Indikatoren, Biodiversität, Schifffahrt, ökosystem-basiertes Management, Klimawandel, Meeresschutzgebiete, Ölverschmutzung, Arktis, Arktisstaaten, Kanada, Dänemark/Grönland, Finnland, Island, Norwegen, Schweden, USA, Russland