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Internationale Governance von Geoengineering

Internationale Governance von Geoengineering

TimeLoc
4. November 2019 bis 5. November 2019
Brussels
Belgien
Kann die Governance des Geoengineerings die Priorität der Emissionsreduzierung gewährleisten?

Ob und wie "Geoengineering" Teil der Klimapolitik sein sollte ist eine kontroverse und komplexe Frage. Der generische Begriff beschreibt eine Reihe von Ansätzen, die Sonneneinstrahlung auf die Erde zu verringern oder CO2 wieder aus der Luft zu entfernen. Dr. Camilla Bausch moderierte einen internationalen Workshop in Brüssel zur Governance von Geoengineering, auf dem Dr. Ralph Bodle Struktur und Kriterien für Governanceelemente vorstellte.

Der Workshop behandelte den gegenwärtigen Stand der Diskussion zu Geoengineering, Klima und Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer diskutierten unter anderem politische Entwicklungen bei UNEA, dem Londoner Protokoll und unter der CBD sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse wie die jüngeren IPCC-Berichte.

Der Workshop zeigte, dass grundsätzliche Positionen zur Rolle von Geoengineering in der Klimapolitik es schwierig machen, konkrete Governancefragen zu diskutieren. Die Teilnehmer waren sich aber einig, dass kein Geoengineeringansatz den Vorrang von Emissionsminderungen gefährden darf.

In seinem Beitrag stellte Ralph Bodle Kriterien vor, mit denen man Governance von Geoengineering strukturieren und gestalten kann.  Zunächst sollten die Ziele klar sein, die man verfolgt. Dazu können etwa Umweltschutz, Vermeiden von politischen Konflikten, der Vorrang von Emissionsminderungen, oder Legitimation und Förderung von weiterer Forschung gehören. Außerdem dürfte es sinnvoll sein, dass Governance zwischen den verschiedenen Ansätzen zu unterscheidet, die unter dem Begriff Geoengineering diskutiert werden.

Dabei handelt es sich bei aller Bedeutung des wissenschaftlichen Inputs um politische Entscheidungen. Vor allem müsste Governance auch den politisch gewünschten Vorrang der Emissionsminderungen zeigen deutlich machen und sicherstellen.

Organisiert wurde der Workshop vom Umweltbundesamt (UBA). Zu den Referenten gehörten unter anderem Vertreter des UBA, des Bundesumweltministeriums, des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, des Max-Planck-Institut für Meteorologie, des Climate Action Network International, der Carnegie Climate Governance Initiative, des Institute of European Studies, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Stellenbosch University, des Forests and European Union Resource Network und DG Climate Action.


Veranstalter
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Datum
4. November 2019 bis 5. November 2019
Ort
Brussels, Belgien
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Geo-Engineering, Umweltbundesamt, Klima, Pariser Übereinkommen, Menschenrechte, Governance, Technologien, IPCC, Londoner Protokoll, negative Emissionen, Kohlendioxidabbau, CDR, natürliche Klimalösungen, Sonderbericht über Klimawandel und Land, LULUCF, Energie, BECCS, SRM, Sonnenstrahlungsmanagement