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Internationale Ansätze zur Lösung der Klimakrise auf dem Global Think Tank Summit ausgelotet

Internationale Ansätze zur Lösung der Klimakrise auf dem Global Think Tank Summit ausgelotet

TimeLoc
12. Dezember 2019
Rio de Janeiro
Brasilien
Die weltweit sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels und der steigende zivilgesellschaftliche Druck unterstreichen die Notwendigkeit des engagierten Handelns politischer Entscheidungsträger, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.

"Die Rolle von Think Tanks in einer Welt voller Turbulenzen und Veränderungen" war Thema des globalen Think Tank Gipfels 2019 in Rio de Janeiro. Dort diskutierte ein internationales Panel unter der Leitung von Dr. Camilla Bausch die Herausforderungen der Klimakrise. Dabei wurden vielfältige innovative Politikansätzen, Paradigmenwechsel und Beteiligungsprozessen in unterschiedlichen Ländern und Regionen vorgestellt.

Der Klimawandel hat sich weltweit zu einem prominenten politischen und gesellschaftlichen Thema entwickelt. Doch trotz der Fortschritte und Durchbrüche in Technologien (z. B. erneuerbare Energien) und auf politischer Ebene (z. B. Pariser Übereinkommen) steigen die Treibhausgasemissionen weiterhin an. Es sind ehrgeizigere Politiken und bessere Lösungen erforderlich, um die Ziele des Paris Übereinkommens zu erreichen. Bei der notwendigen gesellschaftlichen Transformation müssen Think Tanks ihren Beitrag leisten, indem sie helfen, angemessene Ambitionen zu definieren, Optionen für die Politik zu entwickeln, die Umsetzung von Maßnahmen zu überwachen und die Ergebnisse kritisch zu beobachten und zu bewerten.

Die Experten und Expertinnen des Klimapanels auf dem Gipfel in Rio präsentierten Ansätze und Erfahrungen insbesondere in Europa, China, Japan und Südamerika. Sie beschrieben, wie der Klimawandel ihre Regionen und Länder bereits beeinflusst. Dr. Camilla Bausch hob die Forst- und Waldbewirtschaftung sowie den Weinanbau beispielhaft hervor. Anschließend stellte sie Beispiele für partizipative Ansätze der Politikgestaltung in Deutschland vor und ging dabei auch auf die "Kohle-Kommission" ein. Mit Blick auf zivilgesellschaftliches Engagement beleuchtete sie die politische Dynamik, die durch "Fridays for Future" in Deutschland auslöst worden ist. Sie erläuterte Funktion und Strukturen von Klimagesetzen in Europa und erläuterte das politische Projekt des "Europäischen Green Deals".

Der Think Tank Gipfel fand unter Chatham House Rule statt.

Dieser jährlich stattfindende Global Think Tank Summit wird vom Think Tanks and Civil Societies Program (TTCSP) der Universität von Pennsylvania organisiert. Der Gipfel 2019 wurde in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Fundação Getulio Vargas (FGV) durchgeführt. Er brachte mehr als 150 führende Vertreter von Think Tanks von allen Kontinenten zusammen. Auf der dreitägigen Veranstaltung wurde ein breites Spektrum von Themen diskutiert, die für Think Tanks weltweit von Relevanz sind, so etwa Geopolitik, Demokratie, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Nahrungs- und Wassersicherheit, Innovation, Handel und strategische Kommunikation.