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Was bedeutet der Europäische Grüne Deal für Großstädte und Metropolregionen?

Was bedeutet der Europäische Grüne Deal für Großstädte und Metropolregionen?

TimeLoc
10. März 2020
Barcelona
Spanien
Großstädte und Metropolregionen können einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Klimaneutralität leisten. Im Europäischen Grünen Deal ist dieser jedoch noch nicht angelegt.

Am 10. März 2020 war Doris Knoblauch vom Ecologic Institut vom Barcelona Centre for International Affairs und der Àerea Metropolitanade Barcelona als Rednerin zum Workshop "Metropolitan Challenges in the post 2020 European Union" nach Barcelona, Spanien, eingeladen. In ihrem Vortrag ging die Expertin auf die inhaltliche und organisatorische Bedeutung ein, die der Europäische Grüne Deal für Großstädte und Metropolregionen bringt.

Während die anderen Redner*innen vor allem darauf fokussierten, welche finanziellen Implikationen der Europäische Grüne Deal (EGD) für Großstädte und Metropolregionen mit sich bringt, auch und gerade was den Zugang zu Fördermitteln angeht, betonte Doris Knoblauch, dass es enormer gesamtgesellschaftlicher Anstrengungen bedarf, um die Netto-Emissionen von Treibhausgasen bis 2050 auf null zu reduzieren, denn laut EGD soll Europa als erster Kontinent klimaneutral werden. Dazu bedarf es nicht nur finanzielle (Förder-)Mittel, sondern vor allem auch eine mehrheitsfähige, gesamtgesellschaftliche Idee davon, wie dies gelingen kann.

Neben diesen inhaltlichen Fragen spielen dabei auch organisatorische und Governance-Fragen eine gewichtige Rolle: Wie kann sicher gestellt werden, dass die besonderen Bedürfnisse von Großstädten und Metropolregionen in der EU Gehör finden? Manch europäische Großstadt hat mehr Einwohner*innen als manche Europäische Länder und könnten einen gewichtigen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. Dazu ist es jedoch wichtig zu wissen, wie dieser Prozess organisiert werden soll. Soll die EU Großstädte und Metropolregionen systematisch in ihre Entscheidungen mit einbeziehen und beteiligen? Oder sollen die Großstädte pro-aktiv versuchen, ihre Positionen in die EU-Politik einzubringen?

Zum Abschluss betonte Doris Knoblauch, dass es ein gut durchdachtes Gesamtpaket braucht, um Klimaneutralität zu erreichen. Einzelne Maßnahmen allein reichen nicht aus. Der EGD ist bislang lediglich eine Mitteilung, nun muss sich zeigen, ob sie mit Inhalten gefüllt wird und so als Kompass dienen kann, auch für Großstädte und Metropolregionen, für die die Anknüpfungspunkte im EGD nicht sofort ersichtlich sind.

Weitere Expert*innen auf dem Panel waren Dominika Forgáčová (Brüsseler Büro der Region Bratislava, Slowakei) und Antonì Farrero (Metropolregion Barcelona). Moderiert wurde das Panel von Hannah Abdullah vom Barcelona Center for International Affairs (CIDOB).