© Fenja Kroos, 2024
Der 23. Arktisdialog fand am 26. Juni 2024 in den Räumen des Auswärtigen Amts in Berlin statt. Organisiert vom Deutschen Arktisbüro gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt kamen Vertreter:innen von Bundesministerien, Behörden, wissenschaftlichen Institutionen und Thinktanks zusammen, um aktuelle Fragen der Arktispolitik und -forschung in Zeiten politischer Spannungen zu diskutieren.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Tobias Lindner, Staatsminister im Auswärtigen Amt. Thematisch standen die Auswirkungen des Kooperationsstopps mit Russland auf die Arktisforschung, das politische Umfeld für eine Zusammenarbeit mit China, die Bedeutung der Wissenschaftsdiplomatie sowie die Möglichkeiten der Fernerkundung zur Schließung von Wissenslücken im Fokus.
In einer Tischrunde stellte Fenja Kroos, Researcher am Ecologic Institut, die Arbeiten des Instituts zur Arktis vor. Der Arktisdialog endete mit einem Austausch zu aktuellen Entwicklungen der Arktiskooperation und sicherheitspolitischen Fragen. Das Schlusswort gab Dominik Mutter, Arktisbeauftragter des Auswärtigen Amtes.
Der Arktisdialog ist seit 2013 ein wichtiges Informations- und Austauschforum für den Dialog zwischen Arktisforschung und -politik in Deutschland. Initiiert vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) und organisiert von seinem Deutschen Arktisbüro bietet das Forum Vertreter:innen aus relevanten Bundesministerien, Behörden und Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen die Gelegenheit zum Austausch zu aktuellen Entwicklungen, Projekten, wissenschaftlichen Erkenntnissen, Erfahrungen der Feldforschung und Netzwerken in der Region. Das Deutsche Arktisbüro organisiert die Treffen zweimal jährlich gemeinsam mit einem gastgebenden Ministerium oder einer wissenschaftlichen Einrichtung. Das Ecologic Institut beteiligt sich seit 2013 regelmäßig und aktiv am Arktisdialog.