Der Übergang zu einem klimaneutralen Europa ist bereits in vollem Gange. Der Erfolg hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob er gesellschaftlich akzeptiert und als gerecht wahrgenommen wird. Denn die grüne Transformation eröffnet nicht nur Chancen für Innovation, Beschäftigung und Resilienz, sondern bringt auch Risiken mit sich: Etwa für Beschäftigte in emissionsintensiven Branchen, für strukturschwache Regionen oder für Haushalte mit geringem Einkommen. Damit die Transformation zur Klimaneutralität nicht an Akzeptanz verliert, besteht weiterhin großer Handlungsbedarf. Es braucht eine belastbare Wissensbasis darüber, wie eine faire Transition konkret gestaltet werden kann, welche politischen Ansätze wirken und wo Informations- und Umsetzungsdefizite bestehen.
Vor diesem Hintergrund entwickelt ein Konsortium unter der Leitung von Prognos, gemeinsam mit ICF, HIVA – KU Leuven, Ecologic Institut, REFORM, CeMPA und Applica, das European Fair Transition Observatory (EFTO) für die Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission. Ziel ist es, eine europäische Wissens- und Monitoringplattform aufzubauen, die Daten, Politikmaßnahmen, Analysen und Praxisbeispiele zur Just Transition bündelt. Ecologic bringt dabei insbesondere seine Erfahrung an der Schnittstelle von Umweltpolitik und sozial-ökologischer Transformation ein, auch aus der Arbeit an vergleichbaren europäischen Monitoring-Ansätzen wie dem European Climate Neutrality Observatory (ECNO).
Das Projekt gliedert sich in sechs aufeinander aufbauende Arbeitspakete:
- AP 1: Bestandsaufnahme relevanter Politikmaßnahmen sowie systematische Einordnung und Aufbereitung von Best Practices, um einen Überblick über bestehende Ansätze zur fairen Transition zu schaffen
- AP 2: Sammlung und Analyse quantitativer Daten zur Fair Transition, einschließlich der Identifikation bestehender Datenlücken und möglicher Indikatoren für ein Monitoring
- AP 3: Erstellung thematischer Analysen und Berichte, die zentrale Fragestellungen vertiefen und bestehende Wissenslücken adressieren
- AP 4: Entwicklung und laufende Befüllung des Fair Transition Scoreboards/Monitors, das Daten und Erkenntnisse aus dem Projekt bündelt und nutzerfreundlich zugänglich macht
- AP 5: Kommunikation, Präsentation und Verbreitung der Projektergebnisse, um relevante Zielgruppen zu erreichen und den Austausch zu fördern
- AP 6: Einrichtung und Einbindung eines Advisory Board, das das Projekt fachlich begleitet und strategische Impulse gibt
Das Ecologic Institute bringt seine Expertise insbesondere bei der Aufbereitung von Best Practices (AP 1), bei der Analyse quantitativer Daten und der Identifikation von Datenlücken (AP 2) sowie bei der inhaltlichen Befüllung des Monitoring-Tools (AP 4) ein.