© Ecologic Institute, 2026
Die Ökonomik transformativer Anpassung
Auf dem Weg zu einer neuen Forschungsagenda
- Veranstaltung
- Datum
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- Ort
- Brüssel, Belgien
Am 28. April 2026 veranstaltete das ACCREU-Projekt in Brüssel ein eintägiges Reflexionsforum mit dem Titel „The Economics of Transformational Adaptation: Towards a New Research Agenda“. Die Veranstaltung im Sparks-Meeting-Zentrum brachte Expertinnen und Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Policymaker zusammen, um eine kritische Wissenslücke zu diskutieren: die ökonomische Bewertung transformativer Klimaanpassung.
Während die Forderungen nach transformativer Anpassung - Veränderungen der grundlegenden Attribute sozial-ökologischer Systeme - weltweit zunehmen, gibt es bislang nur begrenzte Forschung zu den ökonomischen Auswirkungen. Aktuelle ökonomische Rahmenwerke und Bewertungsmethoden sind möglicherweise für die Bewertung nicht geeignet, was ein Hindernis für die Skalierung umfassender Governance- und Verhaltensänderungen darstellen kann, die zur Erreichung der Klimaanpassungsziele erforderlich sind.
Das Forum war darauf ausgelegt, in verschiedenen Sessions einen tiefgehenden Dialog zu fördern:
- Verknüpfung von Konzepten zwischen Anpassung und Ökonomie: Eingeleitet durch eine Präsentation von Robbert Biesbroek (Wageningen University & Research) sowie Kurzbeiträgen von Ana Terra Amorim (BC3), Christian Matti (Europäische Kommission, JRC) und Kit England (Paul Watkiss Associates) zu verschiedenen Merkmalen transformativer Anpassung, untersuchten die Teilnehmenden, ob aktuelle oder innovative ökonomische Ansätze Aspekte wie systemweiten Wandel, Gerechtigkeit und Inklusion erfassen können.
- Das wirtschaftliche Argument für transformative Anpassung: Nach einem Input von Simon Dietz (LSE) wurde in einer „World Café“-Session diskutiert, ob konventionelle ökonomische Bewertungen transformative Projekte behindern und wie diese Barrieren überwunden werden könnten.
- Klima-Extreme und transformativer Wandel: In einer explorativen Übung untersuchten die Teilnehmenden, wie erfolgreiche transformative Anpassung aussehen könnte, und diskutierten, ob diese – im Vergleich zu inkrementellen Maßnahmen – notwendig ist, erfolgreich sein kann und was sie auslösen könnte.
In der Abschlusssession wurden Forschungsbedarfe gesammelt und diskutiert. Die im Laufe des Tages gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine neue Forschungsagenda. Die Ergebnisse sollen als gemeinsam verfasster Policy Brief sowie als wissenschaftlicher Artikel veröffentlicht werden, um künftige öffentliche Leitlinien und private Investitionsentscheidungen zu unterstützen.