Mit dem neuen Ressourcenprogramm baut das Ecologic Institut seine Arbeit zu nachhaltiger Ressourcennutzung und Umweltpolitik weiter aus. Die Leitung des Programms übernimmt Doris Knoblauch, die diesen Themenbereich am Ecologic Institut seit vielen Jahren prägt.
Ein neues Programm für nachhaltige Ressourcennutzung
Das Ressourcenprogramm bündelt interdisziplinäre Expertise, um eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit zu adressieren: Wie können Gesellschaften ihren Ressourcenverbrauch reduzieren und gleichzeitig Wohlstand sowie soziale Lebensqualität sichern?
Im Mittelpunkt des Programms stehen die Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung, die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft, die Verringerung von Umweltverschmutzung sowie die Unterstützung systemischer Veränderungen hin zu nachhaltigeren Produktions- und Konsummustern.
„In meiner Arbeit geht es darum, wissenschaftliche Erkenntnisse für reale gesellschaftliche Herausforderungen nutzbar zu machen“, sagt Doris Knoblauch. „Als Programmdirektorin möchte ich zugleich die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen, damit auch mein Team genau das tun kann.“
Systemischen Wandel erforschen
Das Programm vereint Expertise aus den Bereichen Ökonomie, Politikwissenschaft, Geographie, Ingenieurwissenschaften, Agrarmanagement, Umweltpolitik und integriertes Ressourcenmanagement. Dieser interdisziplinäre Ansatz spiegelt die Komplexität heutiger Umweltfragen wider – und den Bedarf an integrierten politischen Lösungen.
Die Forschung im Programm befasst sich unter anderem mit folgenden Themenkomplexen:
- der Entkopplung von Wohlstand und Ressourcenverbrauch,
- der Weiterentwicklung einer tatsächlich zirkulären Kreislaufwirtschaft,
- der Reduktion von Umweltverschmutzung, insbesondere Plastikverschmutzung,
- der stärkeren Einbindung von Bürger:innen in die Forschung durch Citizen Science,
- der Förderung einer nachhaltigen Bioökonomie sowie
- der Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme und Ernährungsumgebungen, die langfristig Umwelt und gesellschaftliches Wohlergehen stärken.
Ein zentrales Anliegen des Programms ist es, über zu enge oder vereinfachte Nachhaltigkeitsansätze hinauszugehen. Im Bereich Kunststoffe etwa macht das Programm deutlich, dass Recycling oder individuelles Konsumverhalten allein nicht ausreichen. Stattdessen steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich Produktions-, Konsum- und Governance-Strukturen systemisch verändern lassen.
Eine ähnliche Perspektive verfolgt das Programm auch im Bereich Ernährungssysteme. Nachhaltige Ernährung hängt nicht nur von individuellen Entscheidungen ab, sondern ebenso von den Rahmenbedingungen, Infrastrukturen und politischen Strukturen, die diese Entscheidungen prägen.
Darüber hinaus möchte das Programm die gesellschaftliche Beteiligung an Nachhaltigkeitstransformationen stärken und Forschung bereitstellen, die eine praxisnahe Politikgestaltung auf europäischer und internationaler Ebene unterstützt.
Eine ressourcenbewusste Zukunft gestalten
Für Doris Knoblauch bietet das Ecologic Institut dafür ein besonderes Arbeitsumfeld.
„Das Ecologic Institut ist ein Ort, an dem Menschen ihre Stärken wirklich entfalten können. Hier treffen individuelle Expertise und starke Teamarbeit zusammen. Die Arbeit ist intellektuell anspruchsvoll, nie langweilig und geprägt von der gemeinsamen Überzeugung, dass wir mit unserer Forschung tatsächlich etwas bewirken können.“
Ihre Vision für das Programm basiert auf einem umfassenden Verständnis von Umweltpolitik. Umweltfragen werden nicht als ein Politikfeld unter vielen verstanden, sondern als Grundlage wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Stabilität.
„Umwelt darf nicht nur als einzelner Politikbereich betrachtet werden“, sagt Doris Knoblauch. „Sie ist die Grundlage von allem – unserer Wirtschaft, unserer Gesundheit und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.“
Im Kern verfolgt das neue Ressourcenprogramm ein ebenso einfaches wie dringliches Ziel: Wege aufzuzeigen, wie Gesellschaften innerhalb planetarer Grenzen gut leben können.
Das Ecologic Institut freut sich sehr, Doris Knoblauch in ihrer neuen Rolle als Direktorin des Ressourcenprogramms willkommen zu heißen, und darauf, gemeinsam mit ihr und ihrem Team die Arbeit zu nachhaltiger Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft und systemischem Umweltwandel weiter auszubauen.
Im Video (Englisch) berichtet Doris Knoblauch mehr über das neue Programm und ihre Vision für dessen zukünftige Entwicklung.