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Climate Change, Water Conflicts and Human Security in the Mediterranean, Middle East and Sahel - Vierter CLICO Policy Brief

Climate Change, Water Conflicts and Human Security in the Mediterranean, Middle East and Sahel - Vierter CLICO Policy Brief

Findings and recommendations from the CLICO FP7 SSH research project (www.clico.org)
Klimawandel hat negativen Einfluss auf menschliche Sicherheit, aber nicht auf Wasserkonflikte

Der letzte Policy Brief des EU-finanzierten Forschungsprojekts "Klimawandel, Wasserkonflikte und menschliche Sicherheit" (CLICO) stellt Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsprozesses im Mittelmeerraum, dem Nahen Osten sowie der Sahelzone vor. Ebenso werden Politikempfehlungen formuliert. Der Policy Brief steht als Download zur Verfügung.

Die CLICO Forschungsergebnisse stärken bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Klimawandel und Wasserknappheit zusammen mit anderen sozialen, ökonomischen und politischen Faktoren einen negativen Einfluss auf menschliche Sicherheit haben. Beispielsweise zeigen CLICO Fallstudien zu Niger, der Türkei und Äthiopien, dass soziale Marginalisierung und Armut die Vulnerabilität von Individuen und Gemeinschaften gegenüber dem Klimawandel und menschliche Unsicherheit verschärfen.

Demgegenüber lässt sich allenfalls ein indirekter Zusammenhang zwischen Klimawandel und Wasserkonflikten feststellen. Für die meisten Konflikte, die CLICO erforscht hat, waren politische, ökonomische und soziale Faktoren relevanter als Wasserknappheit oder klimatische Belastungen. Es ist jedoch unklar, ob und wie sich dies in Zukunft ändern wird.

Staaten kommt bei der Anpassung an den Klimawandel eine wichtige Rolle zu: Sie können den regulatorischen Rahmen für Anpassungsaktivitäten von Individuen, Gruppen und Gemeinschaften setzen. Staaten sind auch besser als Einzelne oder Gemeinschaften in der Lage sozio-ökonomische Rahmenbedingungen zu ändern, die zur Marginalisierung einzelner Bevölkerungsgruppen führen und damit deren Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel erhöhen. Staatliche Anpassungsmaßnahmen sind jedoch keine Lösung für alles. Zum Beispiel kann eine zu große Abhängigkeit vom Staat dazu führen, dass soziale Gruppen die Fähigkeit verlieren, sich autonom an den Klimawandel anzupassen. Ebenso bevorzugen staatliche Anpassungsmaßnahmen manchmal einseitig bestimmte Bevölkerungsgruppen auf Kosten anderer.

CLICO zeigt auch Beispiele dafür, dass Anpassung negative und kontraproduktive Effekte haben kann. In Niger zum Beispiel haben sich Hirten, die Futter für ihre Tiere anbauen, an geringere Erträge  auf Grund unzuverlässiger Regenfälle angepasst, indem sie ihre Felder ausgedehnt haben; ebenso verlangen sie Entschädigung, wenn ihre Felder von grasenden Tieren anderer Hirten beschädigt werden. Diese Anpassungsmaßnahmen haben aber zu einer verminderten Anpassungsfähigkeit von anderen Hirten in der Region geführt, weil letztere Zugang zu weniger Weidefläche haben und für Schäden, die ihre Tiere verursachen, bezahlen müssen.

Vor dem beschriebenen Hintergrund formuliert der CLICO Policy Brief auch Politikempfehlungen für die Ausgestaltung von Anpassungsmaßnahmen.

Der Policy Brief kann auch auf der Website des CLICO Projekts sowie auf der Website der EU Kommission abgerufen werden.


Zitiervorschlag

Christiane Gerstetter, Katriona McGlade 2012: Climate change, water conflicts and human security in the Mediterranean, Middle East and Sahel - Findings and recommendations from the CLICO FP7 SSH research project (www.clico.org). Berlin: Ecologic Institut.

Sprache
Arabisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch
Jahr
2012
Umfang
10 S.
Projektnummer
2703
Schlüsselwörter
Wasserkonflikt, Mittelmeer, menschliche Sicherheit, Naher Osten, Nordafrika, Sahel