Die Niederlande haben sich in ihrem Kreislaufwirtschaftspaket 2016 das Ziel gesetzt, bis 2050 eine vollständige Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Wichtiges Etappenziel ist 2030: bis dahin soll die Nutzung von abiotischen Primärrohstoffen – Mineralien, fossile Rohstoffe und Metalle – um 50 % reduziert werden. In diesem Beitrag untersuchen Susanne Langsdorf und Laurens Duin die niederländischen Ziele und die Vision für eine Kreislaufwirtschaft.
Der Bericht liefert aktuelle Informationen für politische Entscheidungsträger über die Anwendung naturbasierter Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel und die Verringerung des Katastrophenrisikos und die gleichzeitige Nutzung der vielfältigen gesellschaftlichen Vorteile, die diese Lösungen mit sich bringen können. Anhand ausgewählter Beispiele aus ganz Europa zeigt der Bericht, wie die Auswirkungen extremer Wetter- und Klimaereignisse bereits auf diese Weise angegangen werden. Er bewertet auch die globale und europäische Politik und wie naturbasierte Lösungen zunehmend in die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung integriert werden.
Dieses Hintergrundpapier gibt einen Überblick über die Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsziele des Landes Berlin. Zunächst werden einige der für dieses Projekt relevanten Nachhaltigkeitsziele des Landes Berlin in den Bereichen Daten-Governance, Klimaschutz, Verkehr und Mobilität, Energie und Gesundheit skizziert, bevor die Digitalisierungsziele des Landes Berlin untersucht werden.
Der Bericht fasst die wesentlichen Erkenntnisse aus dem Projekt zusammen, bewertet dabei Stärken und Schwächen des Beratungssystems und macht konkrete Vorschläge für die Verbesserung von spezifischen Beratungsmaßnahmen.
Die EU hat ihr Klimaziel für 2030 auf mindestens -55% angehoben. In einer neuen Studie skizzieren Agora Energiewende und das Ecologic Institut ein "Fit for 55"-Paket, das sowohl Zielerreichung als auch Solidarität gewährleisten kann. Es werden vier Optionen geprüft, wie Gebäude- und Verkehrsemissionen künftig reguliert werden könnten. Das Papier spricht sich für eine intelligente Kombination aus CO2-Preisen auf EU-Ebene und Begleitinstrumenten auf europäischer und nationaler Ebene aus.
Mieterstromanlagen erzeugen Solarstrom auf Mehrfamilienhäusern und liefern diesen direkt an die Haushalte im Gebäude. In einer neuen Studie evaluieren Katharina Umpfenbach und Ricarda Faber vom Ecologic Institut die Wirkungen der bestehenden Mieterstromanlagen in Berlin. Das Fazit: Die 74 Mieterstromprojekte haben positive ökologische und sozioökonomische Wirkungen, dennoch bleiben diese im Vergleich zum technisch verfügbaren Potenzial gering – derzeit wird lediglich 1 % des Mieterstrompotenzials ausgenutzt. Die Studie steht als Download zur Verfügung.
Die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcennutzung ist ein Kernziel des "Europäischen Green Deal". Wie dies erreicht werden soll, wird vor allem im neuen "Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft" und der "neuen Industriestrategie" von 2020 ausformuliert. Grund genug sich die aktuellen aber auch die älteren Strategiepapiere einmal genauer anzuschauen – welche konkreten Ziele enthalten die Strategiepapiere – und welche nicht? Welche Bereiche werden behandelt, welche Maßnahmen vorgeschlagen – und was wird für die nächste Zeit angekündigt? Ist die heutige Ressourcenschonungspolitik ambitionierter als in ihrer Anfangszeit?
Eine Auswertung verschiedener Datenbanken und Plattformen zeigt, dass in Berlin eine vielfältige Innovationslandschaft und ein Experimentierfeld für eine Circular Economy entstanden sind, die den Fokus auf neue Produktnutzungssysteme richten. Das Innovationsökosystem basiert auf dem Zusammenwirken einer Vielzahl von Akteuren und Umfeldbedingungen. Die Innovationsszene aus Re-Use-Akteuren, Sharing-Anbietern, Repair-Cafés, Upcycling-Anbietern, Start-ups, Plattformen, Innovation-Labs etc. stellt die entscheidende Akteurslandschaft im Ökosystem dar. Geprägt wird das Innovationssystem von politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen, Anreizstrukturen und Fördermaßnahmen.
Das Innovationsfeld Bauen ist ein ressourcenrelevantes Feld in Berlin – im Jahre 2017 hatte der Bausektor einen Anteil von etwa 22 Prozent am Rohmaterialein-satz des Landes Berlin. Gegenwärtig liegt die Recyclingquote für mineralische Bauabfälle bei ca. 50 Prozent, sie soll bis 2030 auf mehr als 60 Prozent ansteigen. Kreislaufwirtschaftsansätze im Bereich Bauen müssen entlang des Lebenszyklus ansetzen: vom Design langlebiger und rückbaufähiger Strukturen über die Nutzungsphase und die materialerhaltende Nachnutzung bis hin zu zirkulären Geschäftsmodellen.
Das Ecologic Institut trug als Hauptautor zu einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) bei, der die vielfältigen Belastungen der europäischen Gewässer durch die Landwirtschaft untersucht. Der Bericht zeigt, dass eine breitere Akzeptanz nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken wie ökologischer Landbau, agrarökologische Ansätze und naturbasierte Lösungen notwendig sind, um die Wasserumwelt zu schützen. Um dies zu erreichen, müssen in der kommenden gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) 2021-2027 ehrgeizige Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft verabschiedet werden.
Der Bericht, erstellt für die Europäische Umweltagentur, untersucht die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Daten zur Finanzierung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Europa. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis der Herausforderungen und der bestehenden Praktiken bei der Erfassung und Analyse dieser Daten zu entwickeln, um effektive Anpassungsstrategien zu fördern.
Dieser UNITED-Bericht stellt einen wirtschaftlichen Bewertungsrahmen zur Verfügung, der als Leitfaden für die Bewertung von Mehrzweckplattformen in europäischen Meeren dienen soll. Er konzentriert sich auf die Bewertung der finanziellen Kosten, der Einnahmen und der wirtschaftlichen Effizienz der Integration verschiedener maritimer Aktivitäten. Ziel ist es, die Durchführbarkeit und den Mehrwert der Kombination verschiedener Nutzungen wie Aquakultur, erneuerbare Energien und Tourismus in ein und demselben Meeresraum zu verstehen, wobei der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum liegt.
Um die Wende zu einer klimaneutralen Wirtschaftsweise einzuleiten, bedarf es in der Klimapolitik einer deutlichen Ambitionssteigerung in den 2020er Jahren. Eine zentrale Herausforderung ist die Energiewende – weg von fossilen und hin zu erneuerbaren Energieträgern, bei gleichzeitig deutlich gestiegener Energieeffizienz. Dieses Policy Paper erörtert, wie multilaterale Partnerschaften zu dieser Ambitionssteigerung beitragen können.
Um die Provinzbehörden in Vietnam bei der Erstellung von Luftqualitätsmanagementplänen zu unterstützen, haben das UfU und das Ecologic Institut ein Paket aus drei Publikationen mit Vorschlägen für konkrete Aktivitäten und Empfehlungen für Sofortmaßnahmen erarbeitet.