Trotz der Pandemie und ihrer negativen Auswirkungen auf Mensch und Wirtschaft brachte das Jahr 2021 neuen Schwung in der internationalen Klimapolitik mit sich. Vor allem die Kehrtwende der USA im Umgang mit der Klimakrise setzte neue Akzente. Zudem schaffte die COP26 in Glasgow politisches Momentum, indem sie die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit für das Erreichen des 1,5 °C Zieles in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit rückte. Das Jahr 2022 bringt mehrere Möglichkeiten mit sich, weitere Fortschritte bei der multilateralen Zusammenarbeit zur Bewältigung der Klimakrise zu erzielen. Unter anderem bieten sich Gelegenheiten im Rahmen der G7- und G20-Dialoge, welche von Deutschland beziehungsweise Indonesien ausgerichtet werden. Zusätzlich hat die neue deutsche Regierung ihr Vorhaben bekräftigt, im Kontext der Dialoge einen neuen "Klima-Club" zu gründen. Dieser Bericht enthält mehrere Vorschläge für konkrete neue Initiativen, die in Angriff genommen werden können.
In den nächsten Jahren gilt es, die Weichen für den notwendigen Wandel hin zu einer generationengerechten Gesellschaft und Wirtschaft zu stellen. Wissenschaft und insbesondere die Nachhaltigkeitsforschung stehen in der Verantwortung, diesen Wandel mit ihren Mitteln zu unterstützen. Doch wie muss eine Wissenschaft aussehen, die praktikable Antworten auf die drängendsten Zukunftsfragen findet? Und welche Anforderungen ergeben sich daraus an die forschungspolitische Agenda?
Auf dieser virtuellen Konferenz wurden Ideen zur Förderung weiterer multilateraler Maßnahmen zur Unterstützung der Ziele des Pariser Abkommens ausgetauscht und mit internationalen Experten diskutiert.
Dieses Papier diskutiert, welcher Indikator sich eignet, um die Änderung von Ernährungsstilen hin zu weniger tierischen und mehr pflanzenbasierten Produkten – hier "Proteinwende" genannt – für den politischen und wissenschaftlichen Diskurs zu konkretisieren. Die vorgestellten Ergebnisse sind Teil der Arbeiten des im Auftrag von UBA/BMU durchgeführten Ressortforschungsprojektes "Sozial-ökologische Transformation des Ernährungssystems" (Akronym STErn).
Die Klimakrise ist größtenteils von jenen Ökonomien und Populationen verursacht, die selbst nicht am stärksten von den Folgen betroffen sind. Die EU beansprucht mit dem europäischen Green Deal eine Vorreiterrolle im Klimaschutz für sich, doch hat sie Lösungen parat, die der strukturellen Ungleichheit und unfairen Verteilung von sozialen, ökonomischen und politischen Chancen zwischen den Gemeinschaften, die die Erde bevölkern, gerecht werden? In dieser Veranstaltung am 24. November 2021 zum Thema Konzepte für Klimagerechtigkeit kam María Fernanda Espinosa zu Wort. Sie ist Diplomatin, Politikerin und Akademikerin aus Ecuador mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in internationalen Organisationen, der ecuadorianischen Regierung, NGOs und der Wissenschaft. Espinosa war Präsidentin der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen (2018-2019).
Um die Arbeiten im Forschungsprojekt COACCH praxis- und lösungsorientiert auszurichten, wurden Interessensgruppen proaktiv in einen kollaborativen Co-Design Prozess einbezogen. Dieser Bericht fasst die Erkenntnisse und Kernbotschaften aus der durchgeführten Evaluierung des Co-Design Prozesses zusammen und schlägt Leitlinien mit praktischen Schritten für kollaborative Forschung vor.
Ziel dieses Leitfadens ist es, die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zu erhöhen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduzierung von Abfällen in privaten Haushalten, auch wenn die Vorgehensweise grundsätzlich auch für die Planung von Maßnahmen in anderen Bereichen geeignet ist. Der Leitfaden steht als Download zur Verfügung.
Regionalregierungen sind Schlüsselakteure bei der Transformation zur Klimaneutralität, da sie Lösungen vor Ort ermöglichen und umsetzen. Für den Ausschuss für regionale Entwicklung des Europäischen Parlaments identifiziert das Ecologic Institut gemeinsam mit Partnern EU-Regionen, die ihre Wirtschaft erfolgreich in Richtung Klimaneutralität umbauen. Auf der Grundlage von sechs Fallstudien untersucht das Projekt die wichtigsten Triebkräfte, Bedingungen und Mechanismen für eine erfolgreiche Transformation regionaler Wirtschaftssysteme. Darauf aufbauend entwickelt das Team Empfehlungen, wie die EU die Regionen bei diesen Bemühungen unterstützen kann.
Wie können europäische Bürger zu Architekten der Städte von morgen werden? Das Neue Europäische Bauhaus ist eine Initiative, die unsere Lebensräume und -erfahrungen schöner, nachhaltiger und integrativer machen soll. Naturbasierte Lösungen werden als Schlüsselelement zur Verwirklichung dieser Vision angesehen. Zu diesem Zweck fand vom 15. bis 17. November 2021 die Hybrid-Konferenz "LIFE in the New European Bauhaus" statt. Sandra Naumann vom Ecologic Institut wurde als Expertin eingeladen, um über Erkenntnisse aus dem H2020-Projekt INTERLACE zu sprechen.
In Fortsetzung des erfolgreichen Austausches über verschiedene Aspekte des Meeresschutzes in der Arktik im November 2020, kamen am 17. und 18. November 2021 zwanzig internationale Expertinnen und Experten aus Forschung und Politik in einem virtuellen Treffen zum "Arctic Marine Conservation Dialogue" zusammen.
Der Klimawandel mit der einhergehenden Erderwärmung ist die größte und global umfassendste Krise unserer Zeit. Als ökologische Krise steht er für Missbrauch fossiler Brennstoffe und die Ausbeutung natürlicher Lebensgrundlagen, zu denen die Zerstörung der Artenvielfalt ebenso gehört wie nicht umkehrbare Eingriffe in die geologische Sphäre. Der Klimawandel ist darüber hinaus ein geopolitisches Problem. Schon heute schürt er soziopolitische Instabilität, erzeugt Migrationsdruck, verschärft globale Ungleichheit und gefährdet Menschenrechte und den Frieden auf der Welt.
Auf der Veranstaltung wollen wir darstellen, warum es notwendig ist, dass auch Milieuschutzgebiete ambitioniert energetisch saniert werden, dass dies mittelfristig auch für die Mietenden vorteilhaft sein kann und Milieuschutzgebiete daher sogar eine Chance für sozialverträgliche energetische Sanierungen darstellen.
Europa ist auf dem Weg hin zur Kreislaufwirtschaft und hat sich dazu mit dem Circular Economy Action Plan einen extrem ambitionierten Plan gegeben, u. a. soll bis 2030 der nicht recyclingfähige Restmüll halbiert werden. Aber wie steht es mit der Umsetzung in die Praxis? Und was braucht es, um hier mehr Geschwindigkeit zu entwickeln – beispielsweise im Textilbereich, der geradezu exemplarisch für das lineare Denken einer Wegwerfkultur steht.
In diesem Projekt erstellte das Ecologic Institut einen Überblick des aktuellen wissenschaftlichen Stands zum Thema "Carbon Farming". Insbesondere wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Minderungspotenzial, die Nebeneffekte und den Nutzen des "Carbon Farming" sowie die wichtigsten landwirtschaftlichen Maßnahmen untersucht.
Bürgerräte haben Konjunktur. Nun haben auch auf Ebene der EU-Bürgerforen begonnen. Der erste Schritt ist also gemacht, aber es ist noch ein weiter Weg, damit die EU-Bürgerforen Erfolg haben, schreiben Nils Meyer-Ohlendorf vom Ecologic Institut und Felix Nasser vom Bürgerrat Klima im Tagesspiegel Background. Für den Erfolg der europäischen Bürgerforen machen sie drei Vorschläge.