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Nächste Schritte für die „European Blue Parks“ – Offener Dialog

© Ecologic Institute, 2026

Nächste Schritte für die „European Blue Parks“ – Offener Dialog

6. EU Blue Parks Community Workshop

Veranstaltung
Datum
Ort
Brüssel, Belgien

Am 4. März kam die europäische Meeresschutz-Community in Brüssel zum 6. EU Blue Parks Community Workshop zusammen, der im Rahmen der European Ocean Days stattfand. Unter dem Titel „Open dialogue: Next steps for the European Blue Parks Initiative“ brachte die Veranstaltung über 100 Teilnehmende zusammen, darunter Vertreter:innen aus Behörden, Forschungseinrichtungen, Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Der Workshop bot einen lebendigen Raum für Austausch und Zusammenarbeit.

Durch Präsentationen und intensive Diskussionen überprüften die Teilnehmenden den Fortschritt bei der Erreichung der europäischen Ziele zum Schutz und zur Wiederherstellung der Meeresökosysteme und stellten bewährte Ansätze vor. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten erörtert, wie Maßnahmen während der Umsetzungsphase der Mission Ozeane & Gewässer sowie über das Jahr 2030 hinaus beschleunigt werden können. Darüber hinaus identifizierten die Teilnehmenden Prioritäten und Unterstützungsbedarfe für die nächste Phase der EU Blue Parks Initiative und trugen damit zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft der europäischen Meere bei.

Vertreter:innen öffentlicher Behörden aus Frankreich, Estland, Rumänien, den Niederlanden und Spanien berichteten über den aktuellen Stand der Umsetzung in ihren Ländern. Expert:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Griechenland, Frankreich und Irland ergänzten diese Perspektiven mit Beiträgen zu Finanzierung, politischer Interessenvertretung sowie räumlicher Planung und Zonierung als Grundlage für wirksamere Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas, MPAs).

Zentrale Erkenntnisse

  • Regionale Zusammenarbeit ist entscheidend für die Ausweisung und wirksame Bewirtschaftung kohärenter Netzwerke von Meeresschutzgebieten, insbesondere in grenzüberschreitenden Meeresräumen. Effektiver Meeresschutz erfordert koordinierte Managementansätze, die die ökologische Konnektivität zwischen MPAs stärken. Auch die Fischerei spielte in den Diskussionen eine wichtige Rolle: Fischereigemeinschaften unterstützen häufig hohe Schutzstandards, wenn sie angemessen einbezogen werden und die langfristigen Vorteile für Fischbestände und ihre wirtschaftliche Grundlage erkennen. Zudem wurde die Bedeutung ergänzender Instrumente wie der sogenannten Other Effective Area-based Conservation Measures (OECMs) hervorgehoben, die auf EU-Ebene bislang noch wenig berücksichtigt werden.
  • Das 30/30-Ziel im Meeresschutz ist erreichbar – vorausgesetzt, es besteht ein starker politischer Wille. Gleichzeitig wurde betont, dass räumliche Zielvorgaben allein nicht ausreichen. Wirksames Management, die Reduzierung von Belastungen und funktionierende Governance-Strukturen sind ebenso notwendig, um sogenannte „paper parks“ – also Schutzgebiete nur auf dem Papier – zu vermeiden. Kapazitätsaufbau, standardisierte Methoden zur Bewertung der Wirksamkeit von Schutzgebieten, innovative Finanzierungsmechanismen sowie öffentlich-private Partnerschaften wurden als zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert.
  • Europa verfügt bereits über umfangreiches wissenschaftliches Wissen, Instrumente und bewährte Verfahren, um seine Ziele im Meeresschutz zu erreichen. Die größte Herausforderung besteht nun darin, diese Erkenntnisse in konkrete politische Maßnahmen und wirksames Management zu übersetzen. Die EU Blue Parks Community wurde in diesem Zusammenhang erneut als wichtige Brücke zwischen wissenschaftlicher Evidenz und praktischer Umsetzung hervorgehoben. Sie trägt dazu bei, bewährte Verfahren zu bündeln, Austausch und gegenseitiges Lernen zu fördern und erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen, die langfristige Investitionen unterstützen können.
Europa verfügt bereits über das Wissen und die Instrumente, um das 30/30-Ziel im Meeresschutz zu erreichen. Die zentrale Herausforderung besteht nun darin, wissenschaftliche Erkenntnisse in koordinierte politische Maßnahmen und wirksames Management umzuse

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Finanzierung
veranstaltet von
Partner
Team
Datum
Ort
Brüssel, Belgien
Sprache
Englisch
Participants
100
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
EU Blue Parks, Mission Ocean and Waters, Meeresschutz, Erhaltung der Meere, EU-Biodiversitätsstrategie 2030, Meeresschutzgebiete, MPAs, strenger Schutz, Wiederherstellung der Ozeane, Meerespolitik, Horizon Europe-Projekte, Meeresinnovation, digitale Meeresinstrumente, Überwachung mariner Ökosysteme, Wiederherstellung von Lebensräumen, Küstengemeinden, Einbindung von Interessengruppen, Meerespolitik, Umweltpolitik, EU-Meeresziele, Widerstandsfähigkeit der Meere, Meeresmanagement, bewährte Verfahren im Naturschutz
Europäische Meere, EU-Meeresbecken, Nordsee, Ostsee, Mittelmeer, Schwarzes Meer, EU-Gewässer im Atlantik, europaweiter Meeresschutz, Meeresregionen der Europäischen Union, paneuropäische Meerespolitik
Ko-Kreationsprozesse, partizipative Governance, Methoden zur Einbindung von Interessengruppen, ökosystembasiertes Management, wissenschaftlich fundierte Naturschutzansätze, digitale Zwillinge, Fernerkundung, Bürgerwissenschaft, ökologische Konnektivitätsanalyse, Szenario-Modellierung, Überwachungs- und Durchsetzungssysteme, Governance-Rahmenwerke, sozioökonomische Bewertung, marine Raumplanung, adaptives Management, Pilotmethoden zur Renaturierung