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Die Beteiligung der Gesellschaft bei der Anpassung an den globalen Wandel im Wassersektor (BeWater)

Die Beteiligung der Gesellschaft bei der Anpassung an den globalen Wandel im Wassersektor (BeWater)

Nachhaltiges Wassermanagement unter sich wandelnden Klimabedingungen ist eine akute Herausforderung für die Mittelmeeranrainerstaaten. Das BeWater-RP7-Projekt unterstützt durch die Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern und den Stakeholdern den Wandel dieser Region zu einer Stakeholder-getriebenen Flussgebietsmanagementplannung. Mit Hilfe eines ausgesprochen partizipativen Ansatzes werden Anpassungspläne für vier als Fallbeispiel ausgewählte Flussgebiete entwickelt. Diese können als Vorbild für die Entwicklung zusätzlicher Anpassungspläne in der Mittelmeerregion dienen. 

Hintergrund

Projektionen für den zukünftigen Klimawandel zufolge wird mit zunehmender Wasserverknappung und Dürren in der Mittelmeerregion gerechnet. In diesem Zusammenhang wird es notwendig sein, die Teilhabe der Öffentlichkeit zu stärken und das Verantwortungsempfinden in der Gesellschaft bezüglich der notwendigen Anpassung an den globalen Wandel im Wassersektor als Reaktion auf diese Gefahren zu stärken. Eine Kombination von zunehmendem Bewusstsein, gegenseitiger Lernprozesse und der gemeinsamen Verantwortung der Zivilgesellschaft und der Stakeholder ist der Schlüssel zur Entwicklung und Umsetzung von erfolgreichen Adaptationsstrategien, die zur Stärkung der Widerstandskraft von sozio-ökologischen Systemen von Flussgebieten führen.

Ziele

Durch die Förderung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zum nachhaltigen Wassermanagement der Flussgebiete in der  Mittelmeerregion, spricht das Projekt BeWater die oben erwähnten Herausforderungen gezielt an. Ziel des Projekts ist ein adaptives Wassermanagement, das durch die Formulierung und Evaluierung von Managementoptionen, die Identifizierung von Problemen und Bedürfnissen auf der lokalen Ebene, und schließlich durch die Entwicklung von Anpassungsplänen für die Flussgebiete in enger Kooperation mit lokalen Partnern und Stakeholdern erreicht wird.

Genau genommen beabsichtigt das Projekt:

  • Einen innovativen Prozess der gesellschaftlichen Transformation hin zu einem nachhaltigen, widerstandfähigen und adaptiven Management von Flussgebieten in Gang zu setzen;
  • Eine innovative, stakeholder-getriebene Methode zu entwickeln;
  • Den Transfer der Ergebnisse des Projekts hin zu Politikmaßnahmen zu unterstützen;
  • Gegenseitiges und ein zugleich in mehrere Richtungen gehendes Lernen zu unterstützen;
  • Das Bewusstsein in der Wissenschaftsgemeinde für einen Bottom-Up-Plannungs- und Implementierungsprozesse zu erhöhen;
  • Gesellschaftliche Teilhabe und Widerstandskraft zu stärken;
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Forschung & Entwicklung zur Förderung von Innovation im Wasserbereich zu erkunden und bewerten.

Fallstudien

Durch die Einbindung einer breiten Gruppe von Stakeholdern treibt BeWater die Stärkung der Widerstandskraft mit dem Ziel eines nachhaltigen und adaptiven Flussgebietsmangements voran. Folgende vier Flussgebiete im Mittelmeerraum wurden für die Fallstudien ausgewählt: der Tordera (Spanien), der Vipava (Slovenien), der Pedieos (Zypern) und der Rmel (Tunesien). Die Herausforderungen bei der Wasserbewirtschaftung in diesen Regionen beziehen sich alle auf die Belastungen die von unterschiedlichen Nutzergruppen verursacht werden. Ihre Strömungsregime unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Regulierung oder der saisonalen Schwankungen. Somit bilden sie exemplarisch die Vielfalt der Fließgewässer in den Mittelmeeranrainerstaaten ab.

Das Ecologic Institut im BeWater-Projekt

Innerhalb des BeWater-Projektes leitet das Ecologic Institut die Entwicklung der Anpassungspläne für die vier Flussgebiete der Fallstudien und ist in der Formulierung und Evaluierung der Optionen für Wassermanagement involviert, u. a. bei der Identifizierung von Problemen und Bedürfnissen auf der lokalen Ebene. Der ausgesprochen partizipative Ansatz des Projektes umfasst enge Zusammenarbeit mit den Partnern in den Fallstudien, mit wichtigen Stakeholdern und mit der allgemeinen Öffentlichkeit. Die in diesem Zusammenhang gewonnenen Erfahrungen werden in einem Handbuch für die Entwicklung partizipativer Anpassungspläne zusammengefasst und als Empfehlungen zu Anpassungsplänen für politische Entscheidungsträger auf den lokalen und internationalen Ebenen kommuniziert.


Funding
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Corporation Blue, Netherlands
The Cyprus Institute (CYI), Cyprus
Europe for Business (EFB), United Kingdom
Europäische Kommission, Joint Research Centre (JRC)
Global Water Partnership Mediterranean, Head Office (GWP MED), Greece
Duration
October 2013 to March 2017
Project ID
2733
Keywords
nachhaltiges Wassermanagement, Flussgebietsmanagementplannung, Anpassungsstrategien, partizipativer Ansatz, Fallstudien, Entwicklung zusätzlicher Anpassungspläne, Formulierung und Evaluierung von Managementoptionen, Handbuch, Mittelmeer, Tordera, Spanien, Vipava, Slovenien, Pedieos, Zypern, Rmel, Tunesien