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Ressourcenschonung als Zukunftsausgabe

Ressourcenschonung als Zukunftsausgabe

Ansatzpunkte für eine systemische Ressourcenpolitik

Die nationale und internationale politische Agenda zeigt, dass Ressourcenschonung eine zentrale Aufgabe der Umweltpolitik ist: In Deutschland, Europa und weltweit gibt es politische Programme und Strategien zur Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung. In fünf Thesen zeigt diese Broschüre aus dem Projekt SimRess, dass eine integrative und systemisch gestaltete Ressourcenpolitik zur Erreichung der Ziele des Ressourcen- und Klimaschutzes beiträgt. Die Studie wurde vom Ecologic Institut mit Dr. Martin Hirschnitz-Garbers und Susanne Langsdorf als Co-Autoren durchgeführt. Die Broschüre steht zum Download bereit.

Durch die Nutzung natürlicher Ressourcen greift der Mensch wesentlich in sozial-ökologische Systeme ein. Insbesondere die Gewinnung und Nutzung von Rohstoffen hat eine Größenordnung erreicht, die der Natur drastische Schäden zufügt und auch den Menschen schadet, z.B. durch Umweltverschmutzung oder Abbaumethoden. Trotz des politischen Fortschritts ist seit Beginn der Industrialisierung die Menge an Rohstoffen, die wir für verschiedene Zwecke verwenden, dramatisch gestiegen: Zwischen 1970 und 2015 hat sich die weltweite jährliche Förderung von nichtmetallischen Mineralien, Metallerzen, fossilen Brennstoffen und Biomasse auf über 80 Milliarden Tonnen fast vervierfacht. Es ist zwar nicht davon auszugehen, dass es zu einem Zusammenbruch kommen wird, aber die massive Rohstoffförderung wird dennoch zu erheblichen Umweltbelastungen führen und das Potenzial für soziale und politische Konflikte bergen.

Bei der Weiterentwicklung der nationalen und internationalen Ressourcenpolitik wird es weiterhin darum gehen, wie Ressourcenschonung in Zukunft effektiver und nachhaltiger erreicht werden kann und welche Faktoren den Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit verzögern und wie diesen entgegengewirkt werden kann. Diese Broschüre enthält einige Anregungen für die notwendige Diskussion in Form von Thesen.


Zitiervorschlag

Hirschnitz-Garbers, Martin, Susanne Langsdorf, Ullrich Lorenz 2018: Ressourcenschonung als Zukunftsaufgabe - Ansatzpunkte für eine systemische Ressourcenpolitik. Umweltbundesamt: Dessau-Roßlau.

Sprache
Deutsch
Credits

Unter Mitwirkung von/Kommentiert durch:
Martin Distelkamp und Mark Meyer (Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Osnabrück)
Deniz Koca (Lund Universität, Lund)
Harald Sverdrup (Iceland University, Reykjavik)

Grafikdesign und Layout:
Illusine (Atelier für Illustration und Design: www.illusine.de)

Redaktion:
Ullrich Lorenz (Umweltbundesamt)

Finanzierung
Verlag
Jahr
2018
ISSN
2363-8311 (print), 2363-832X (online)
Umfang
52 S.
Projektnummer
2518
Inhaltsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Ressourcenschonung – eine langfristige Aufgabe
1.2 Systemdenken als Voraussetzung für zukunftsfähige Ressourcenpolitik
2 Ansatzpunkte für eine systemische Ressourcenpolitik
These 1:
Zukünftige Knappheiten erfordern eine vorausschauende Ressourcenpolitik und können durch Recycling verringert werden
These 2:
Eine systemisch und langfristig ausgerichtete Ressourcenpolitik muss über Effizienzorientierung hinausgehen
These 3:
Nationale Ressourcenpolitik kann den Wandel zu Ressourcenschonung unterstützen, ihn aber nur über gemeinsame internationale Aktivitäten gestalten helfen
These 4:
Für die Fortschrittsmessung der Wirksamkeit langfristig orientierter Ressourcenpolitik sind international vergleichbare gesamtwirtschaftliche Indikatoren vorteilhaft
These 5:
Ressourceneffi zienz zu steigern bringt Vorteile für den Klimaschutz – die Vermeidung von Treibhausgasen führt zu veränderten Rohstoffbedarfen
3 Zusammenfassung und Ausblick – was zukunftsfähige Ressourcenpolitik beachten sollte
4 Literaturverzeichnis

Schlüsselwörter
Ressourcenpolitik, Transformation, Politikinstrumente, Deutschland, Europa, global