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Carbon Farming in Europa – Runder Tisch

Carbon Farming in Europa – Runder Tisch

Timeloc
9. Oktober 2019
Brüssel
Belgien

Welche sind die vielversprechendsten Optionen für ergebnisorientierte Klimaschutz-Maßnahmen in der Landwirtschaft, und welche Upscaling Mechanismen können wir anwenden, um diese Maßnahmen in Europa zu erweitern? Mehr als 75 Interessenvertreter haben diese Fragen in einem Runden Tisch am 9. Oktober 2019 in Brüssel erörtert. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist verfügbar.

Unter Carbon Farming versteht man das Management von Kohlenstoffpools und -strömen auf der landwirtschaftlichen Betriebsebene mit dem Ziel, die Klimakrise zu entschärfen. Ergebnisorientierte Klimaschutz-Maßnahmen erfordern, dass ein direkter und expliziter Zusammenhang zwischen den Ergebnissen (z. B. vermiedene Treibhausgasemissionen oder CO2-Sequestrierung) und den Zahlungen an die Landwirte hergestellt wird. Diese Maßnahmen können die Landwirte motivieren, klimafreundliche Maßnahmen zu ergreifen.

Nach einer kurzen Einführung zum aktuellen Stand durch die Generaldirektion Klima und dem Projektteam, präsentierte der Runde Tisch zehn Beiträge von europäischen Initiativen, die bereits an der Umsetzung und Skalierung ergebnisorientierter Systeme arbeiten. Zu den Initiativen zählten unter anderem das französische Label Bas Carbone, der britische "Woodland Carbon Code", die deutschen MoorFutures, die österreichische Kooperation zwischen dem WWF und Spar, sowie die finnische Carbon Action Platform. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die gewonnenen Erkenntnisse und Herausforderungen, einschließlich Monitoring, Berichterstattung und Verifizierung (MRV), Belohnungsmechanismen und Lösungen zur Gewährleistung der Integrität ergebnisorientierter Anbaumethoden.

Das Ecologic Institut organisierte den Runden Tisch im Rahmen einer Studie für die Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission. Die Studie zielt darauf ab, Leitlinien für die Einrichtung und Umsetzung wirkungsorientierter CO2-Bewirtschaftungssysteme in Europa zu entwickeln. Dr. Ana Frelih-Larsen stellte die Ergebnisse des Ecologic Instituts zur Untersuchung von Optionen für die Gestaltung ergebnisorientierter CO2-Landwirtschaft in Europa vor.

Die Ergebnisse des RundenTischs werden vom Projektteam genutzt, um Fallstudien durchzuführen und eine Anleitung für die Umsetzung ergebnisorientierter Systeme zu erarbeiten. Zum Projektteam gehören COWI, Ecologic Institut und IEEP. Die Leitlinien werden bis Ende 2020 veröffentlicht.

Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung kann online angesehen werden.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Klimapolitik (GD Klimapolitik)
Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Datum
9. Oktober 2019
Ort
Brüssel, Belgien
Sprache
Englisch
Teilnehmerzahl
75
Projektnummer
3559
Schlüsselwörter
CO2, Landwirtschaft, Klimaschutz, carbon farming, Gemeinsame Agrarpolitik, GAP, Europa