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Umgang mit dem Klimawandel in Städten: Studienreise polnischer Expertinnen und Kommunalvertreter in Berlin

Umgang mit dem Klimawandel in Städten: Studienreise polnischer Expertinnen und Kommunalvertreter in Berlin

Timeloc
25. August 2020 bis 26. August 2020
Berlin
Deutschland
Polnische Expertinnen und Experten besuchten einige der innovativsten und kreativsten Anwendungen naturbasierter Lösungen in Berlin

Eine Gruppe polnischer Kommunalvertreterinnen, Landschaftsplaner, Architektinnen und Ingenieure nahm am 25. und 26. August 2020 an einer Studienreise zu naturbasierten Lösungen in Berlin teil, im Rahmen des EUKI-Projekts "Climate NBS Poland". Naturbasierte Lösungen (NBS) können in städtischen Gebieten zur Anpassung an den Klimawandel genutzt werden, um den Bedarf an Heizung und Kühlung zu reduzieren, ein nachhaltiges Regenwassermanagement zu ermöglichen und das Mikroklima zu regulieren, aber auch zur Unterstützung der menschlichen Gesundheit und Erholung. Dank ihrer Multifunktionalität und Nachhaltigkeit werden NBS zunehmend als Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels in Städten eingesetzt. In Berlin wurden bereits seit den 1990er Jahren eine Reihe innovativer NBS-Projekte zur Bewältigung solcher Herausforderungen durchgeführt.

Während der zweitägigen Reise besuchten die polnischen Expertinnen und Experten das nachhaltige Stadtentwässerungssystem am Potsdamer Platz, die Roof Water Farm und Block 6, ein Testgelände für innovatives städtisches Grau- und Schwarzwassermanagement in Kombination mit städtischer Landwirtschaft sowie die ufaFabrik, ein Kulturzentrum mit den ältesten grünen Dächern Berlins und solarbetriebene "nachhaltige Kulturoase". Am zweiten Tag informierten sich die polnischen Expertinnen und Experten im Gebäude der Fakultät für Physik der Humboldt-Universität über das Wärmemanagement und das Wassermanagementkonzept vor Ort. Schließlich besuchten die Teilnehmenden die Rummelsburger Bucht, einen Ökobezirk mit einem komplexen Regenwassermanagementsystem und einem beispielhaften Modell des "Schwammstadt"-Konzepts.

Die polnischen Teilnehmenden hatten auch Gelegenheit zum Austausch mit Berliner Experten für nachhaltige Stadtentwicklung: Brigitte Reichmann von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Darla Nickel, Leiterin der Berliner Regenwasseragentur und Dr. Carlo Becker, Mitbegründer von bgmr Landschaftsarchitekten. Im Fachgespräch ging es um Themen wie die Beteiligung privater Investoren bei der Planung und Umsetzung von NBS, die Anwendung von Kriterien des ökologischen Bauens oder die Berliner Regelungen zur Regenwasserversickerung und die Umsetzung dezentraler Ansätze.

Die Studienreise war Teil des Projekts "Climate NBS Poland", das von der Europäischen Klimainitiative (EUKI) des Bundesumweltministeriums gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, das Verständnis, die Akzeptanz und die Akzeptanz von multifunktionalen NBS als kosteneffiziente städtische Klimaschutz- und Klimaschutzmaßnahme zu erhöhen. Durch die Initiierung und Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs zwischen polnischen und deutschen Planungs-, Ingenieurs- und Politikexperten soll das Projekt Kapazitäten, Wissen und Fertigkeiten bei städtischen Beamten, städtischen Mitarbeitern und Landschaftsplanern aufbauen, um die konzeptionelle und technische Gestaltung und Umsetzung von NBS zu ermöglichen. Die erste Veröffentlichung des Projekts, Addressing Climate Change in Cities – Catalogue of urban nature-based solutions, ist online in englischer und polnischer Sprache verfügbar.