Image by Alfons Landsmann from Pixabay, article page by Springer Nature, 2026
Challenges for Assessing and Implementing Nature-based Solutions at Landscape-scale
Insights from project on ponds and pondscapes
- Publikation
- Zitiervorschlag
Blicharska, M., Lago, M., McDonald, H. et al. Challenges for assessing and implementing nature-based solutions at landscape-scale – insights from project on ponds and pondscapes. Hydrobiologia (2026). https://doi.org/10.1007/s10750-026-06212-0
Naturbasierte Lösungen (NbS) gewinnen im Kontext von Biodiversitätsschutz, ökologischer Vernetzung und Klimaanpassung zunehmend an Bedeutung, insbesondere dann, wenn sie im Landschaftsmaßstab gedacht und umgesetzt werden. Gleichzeitig sind ihre Bewertung und Implementierung mit erheblichen methodischen und praktischen Anforderungen verbunden. Dieser Fachartikel untersucht diese Herausforderungen am Beispiel sogenannter „Pondscapes“, vernetzter Systeme aus Kleingewässern und ihren angrenzenden Lebensräumen.
Zentrale Herausforderungen in Bewertung und Umsetzung
Auf Grundlage des europäischen PONDERFUL-Forschungsprojekts analysiert der Beitrag zentrale Dimensionen der Bewertung und Umsetzung naturbasierter Lösungen im Landschaftsmaßstab. Im Fokus stehen insbesondere Stakeholder-Einbindung, Governance- und Politikrahmen, Finanzierungsmechanismen sowie sozioökonomische Aspekte. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass kontextspezifische Bewertungsansätze entscheidend sind, um die vielfältigen Funktionen und Wirkungen naturbasierter Lösungen angemessen zu erfassen. Gleichzeitig erschweren fehlende standardisierte Bewertungsrahmen, begrenzte Datengrundlagen und divergierende Interessenlagen eine konsistente Anwendung und Vergleichbarkeit.
Wissensintegration und partizipative Ansätze
Der Artikel unterstreicht die Bedeutung von Ko-Produktion von Wissen und partizipativen Verfahren für die Bewertung naturbasierter Lösungen. Formate wie Workshops oder Stakeholder-Dialoge ermöglichen es, lokales und fachliches Wissen zusammenzuführen, Prioritäten zu klären und Zielkonflikte sichtbar zu machen. Diese Ansätze tragen dazu bei, Bewertungen robuster und anschlussfähiger zu gestalten und gleichzeitig Vertrauen sowie Akzeptanz bei den beteiligten Akteur:innen zu stärken.
Implikationen für Planung und Governance
Die Analyse zeigt, dass erfolgreiche NbS im Landschaftsmaßstab ein Zusammenspiel aus übertragbaren methodischen Ansätzen und standortspezifischen, kontextsensiblen Herangehensweisen erfordern. Voraussetzung sind abgestimmte Governance-Strukturen, geeignete politische Rahmenbedingungen sowie die Integration ökologischer und sozioökonomischer Perspektiven. Die Ergebnisse liefern sowohl für die Forschung als auch für die Praxis wichtige Impulse für eine integrierte, interdisziplinäre Planung naturbasierter Lösungen im Landschaftsmaßstab.