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Ecologic Institut Newsletter Nr. 281 – Februar 2026

Ecologic Institut Newsletter Nr. 281 – Februar 2026

Ecologic Institut Newsletter

Veröffentlichungen

Cover of the publication “Environmental Offences 2024 – Statistical Analysis” issued by the German Environment Agency (Umweltbundesamt). The green report cover presents statistical findings on environmental crimes and enforcement.

Umweltdelikte 2024 – Auswertung von Statistiken

Wie hat sich die Umweltkriminalität in Deutschland zwischen 2013 und 2024 entwickelt? Die Auswertung basiert auf Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und der Strafverfolgungsstatistik, zeigt Trends und Deliktschwerpunkte auf und ordnet die Ergebnisse fachlich ein – von Tier- und Abfalldelikten bis zur Aufklärungsquote.

Internationale Klimafinanzierung: Institutionen im Klimaregime – Buchkapitel

Wie hat sich die institutionelle Struktur der internationalen Klimafinanzierung im UN-Klimaregime entwickelt und wie funktionieren die Institutionen heute? In seinem neuen Buchkapitel "International Climate Finance: Institutions in the climate regime" analysiert Senior Fellow Dr. Ralph Bodle vom Ecologic Institut die rechtlichen und institutionellen Strukturen der internationalen Klimafinanzierung – von der UN-Klimarahmenkonvention über das Kyoto-Protokoll bis hin zum Pariser Übereinkommen und darüber hinaus. Der Beitrag beleuchtet zentrale Institutionen wie den Green Climate Fund, den Anpassungsfonds (Adaptation Fund) und den Fund for responding to Loss and Damage und zeigt sowohl rechtliche Innovationen als auch anhaltende Herausforderungen in der Governance auf. Das Kapitel ist Teil des 2025 bei Edward Elgar erschienenen Research Handbook on Climate Finance and Investment Law. 

Nachhaltige Bewirtschaftung des Landschaftswasserhaushaltes zur Erhöhung der Klimaresilienz – Bericht

Der Abschlussbericht des Projekts "KliMaWerk – Nachhaltiges Management des Landschaftswasserhaushalts zur Erhöhung der Klimaresilienz" formuliert konkrete Empfehlungen zur Stärkung der Klimaresilienz im Landschaftswassermanagement. Auf Basis von Feldforschung, gekoppelter Oberflächen-Grundwasser-Modellierung und einem Co-Design-Prozess mit regionalen Akteuren zeigt das Projekt, dass naturbasierte, großräumig gedachte Maßnahmen und koordinierte Governance-Ansätze wirksamer sind als isolierte technische Lösungen. Eine modulare Toolbox unterstützt Entscheidungsträger:innen bei der praktischen Umsetzung.

Honorierungsmechanismen für systemische und klimaresistente Landwirtschaft – Policy Brief

Dieser Policy Brief untersucht, inwieweit bestehende Honorierungsmechanismen für den Klimaschutz die ökologische Landwirtschaft als systemischen und klimaresilienten Ansatz berücksichtigen. Analysiert werden monetäre, regulatorische und unterstützende Instrumente auf EU-Ebene, mit besonderem Fokus auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sowie die Verordnung zum Carbon Removal and Carbon Farming (CRCF). 

Instrumentenkasten zur naturbasierten Klimaanpassung

Der neue Instrumentenkasten zur naturbasierten Klimaanpassung im Deutschen Klimavorsorgeportal (KLiVO-Portal) unterstützt Kommunen dabei, naturbasierte Lösungen fundiert zu planen, umzusetzen und langfristig zu verankern. Er bündelt qualitätsgeprüfte Tools, Leitfäden und Planungshilfen und strukturiert sie entlang der wichtigsten Schritte kommunalen Handelns, von der ersten Orientierung bis zu Pflege und Evaluation. So erhalten Fachämter, Planer:innen und weitere Akteure einen schnellen Überblick über geeignete Instrumente und praxisnahe Unterstützung für ihre Projekte. Der Instrumentenkasten wurde vom Ecologic Institut im Auftrag des Umweltbundesamts entwickelt. 

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Lagerung und Vorverarbeitung: Infrastruktur für regionale Produkte – Marktinformationsgespräch 2026

Wie können Brandenburger Bio-Betriebe Lagerung und Vorverarbeitung regionaler Produkte zukunftsfähig organisieren? Das erste Brandenburger Marktinformationsgespräch am 12. März 2026 nimmt zentrale Infrastrukturfragen in den Blick – von fehlenden Kapazitäten beim Schälen, Kühlen und Lagern bis hin zu Kooperations- und Fördermöglichkeiten. Anhand konkreter Beispiele aus verschiedenen Produktionsbereichen zeigt die Veranstaltung, wie Bio-Betriebe regionale Wertschöpfungsketten stärken und ihre Marktposition verbessern können. Brandenburger Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern sind herzlich zur Anmeldung eingeladen.

Ökosystembasierte Anpassung für Küstenresilienz (II) - Online-Workshop

Der virtuelle Workshop am 22. und 23. April 2026 bringt Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis sowie politische Entscheidungsträger:innen zusammen, um zu diskutieren, wie partizipative Ansätze, lokales Wissen und starke Partnerschaften die Gestaltung, Umsetzung und Governance von EbA-Initiativen im Küstenkontext verbessern können. Interessierte sind herzlich zur Anmeldung eingeladen.

News

Blaue Transformation der Mittelmeer-Fischerei

Wie kann nachhaltige Fischerei im Mittelmeer gelingen? Im Horizont-Europa-Projekt SEA4FUTURE wird das Erfahrungswissen von Fischer:innen systematisch in neue Monitoring- und Managementansätze eingebunden. Erste ethnografische Feldforschungen zeigen, wie eng Praxiswissen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenwirken können. 

Studie zu US-LNG und europäischer Gaspolitik stößt auf breite internationale Resonanz

Ein gemeinsamer Policy Brief des Ecologic Instituts, des Clingendael Institute und des Norwegian Institute of International Affairs zur gestiegenen Abhängigkeit Europas von US-LNG fand in den vergangenen Wochen breite internationale Beachtung. Leit- und Wirtschaftsmedien griffen die Analyse auf; die Autor:innen ordneten die energie- und geopolitischen Implikationen unter anderem für Financial Times, Guardian, Handelsblatt und Spiegel ein.

Stellenausschreibungen

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in im Bereich Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft

Für unser Team in Berlin suchen wir ab sofort eine:n Expert:in für Ressourcenschonung und Circular Economy (min. 30h/Woche, unbefristet). Sie arbeiten an Materialflussanalysen und Life Cycle Assessments, bewerten nationale und europäische Ressourcenpolitik und entwickeln umsetzungsorientierte Empfehlungen – mit Schwerpunkt auf mineralischen Rohstoffen. Bewerbungsfrist ist der 11. März 2026.